Mein Reiseleiterpraktikum auf Fuerteventura

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Im Rahmen meiner Ausbildung durfte ich im November ein einwöchiges Reiseleiterpraktikum auf Fuerteventura absolvieren.

Samstag:

Am Samstag, den 26.11.16 war es endlich soweit und ich machte mich am Morgen auf den Weg zum Frankfurter Flughafen. Neben spannenden Tagen mit vielen neuen Erkenntnissen, freute ich mich auch auf die warmen Temperaturen, die mich dort erwarteten.
Um 12 Uhr war es dann soweit und mein Flug startete Richtung Fuerteventura. Nach ca. 4 Stunden Flugzeit wurde ich am Flughafen direkt von den Thomas Cook Reiseleitern begrüßt und in den richtigen Transferbus verwiesen. Durch den Teammanager erhielt ich schon ein paar Tage zuvor einen Einsatzplan für die Woche. Somit wusste ich, dass es für mich nach Jandia, in den Süden Fuerteventuras ging. Schon auf der Fahrt Richtung Süden konnte ich mir einen kleinen Eindruck von der Insel machen, die durch ihre Vulkanlandschaft geprägt ist. Angekommen in Jandia, konnte ich direkt mein Zimmer beziehen. Für die nächste  Woche war ich im SENTIDO Buganvilla untergebracht.

Sonntag:

Am nächsten Tag begleitete ich Reiseleiterin Birgit, die gleichzeitig auch Holiday Concierge des SENTIDO Buganvillas ist. Das SENTIDO Buganvilla, in welchem ich auch untergebracht war, ist eines unserer exklusiven Hotels. Dies bedeutet, dass hier nur Gäste der Thomas Cook Veranstaltermarken ihren Urlaub verbringen können. In ihrem Ferieninformationstreff, welches hier viermal in der Woche stattfindet, stellte Birgit den Gästen die Insel mit ihren Besonderheiten und landschaftlichen Gegebenheiten, aber auch die verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten vor. Am Nachmittag konnte ich ihr während der Besuchszeiten über die Schulter schauen. Einige Gäste, die am Vormittag am Ferieninformationstreff teilgenommen haben, nutzen hier die Möglichkeit um einen Ausflug zu buchen oder sich über eine Auswahl an Mietwagen zu informieren, um so die Insel auf eigene Faust zu erkunden.

Montag:

Am Montag Morgen begleitete ich Birgit zu ihrer Schicht am Flughafen. Von Jandia waren wir ca. 1 Stunde 30 Minuten mit dem Transferbus unterwegs, der zwischendurch noch einige Stopps an den Hotels machte, um die Gäste einzusammeln, die an diesem Tag ihre Heimreise antreten mussten. Am Flughafen angekommen, konnte ich die Transfergespräche mitverfolgen. Den heimreisenden Gästen wurde hier die Schalternummer ihrer Airline mitgeteilt, sodass diese ohne große Suche am Flughafen einchecken konnten. Nachdem wir einige Busse verabschiedet hatten, ging es weiter in den Ankunftsbereich, um die ankommenden Gäste zu begrüßen. Hier durfte ich auch selbst Hand anlegen und den Gästen ihren Transferbus mitteilen, der sie schließlich zu ihrem Urlaubsort brachte.
Am Nachmittag lernte ich dann zunächst den Teammanager kennen, der für den Süden Fuerteventuras zuständig ist. In unserem Gespräch gingen wir noch einmal das Programm für die nächste Woche durch, welches er für mich aufgestellt hatte. Danach begleitete ich eine weitere Reiseleiterin, Adrienn, in ihre Hotels in Jandia und Esquinzo. Adrienn zeigte mir die verschiedenen Hotelanlagen und Besonderheiten, die bei der Ausflugsbuchung zu beachten sind. Bevor wir im Hotel Escencia gemeinsam zu Abend aßen, verteilten wir noch Einladungen zum Ferieninformationstreff für die neu ankommenden Gäste.

Dienstag:

local-label

Local Label

Am Dienstag durfte ich an unserem Local Label Ausflug „Sabores de Fuerteventura“ teilnehmen. Local Label Ausflüge sind ein Thomas Cook eigenes Konzept, welches 2013 entwickelt wurde. Die Ausflüge werden unter nachhaltigen Kriterien geprüft,  geben authentische Einblicke in die lokale Kultur und stärken zudem die lokale Wirtschaft. Durch die Vergabe des Local Label Logos können sich die Gäste so bewusst für einen nachhaltigen Ausflug entscheiden.

Um 8:20 Uhr wurde ich mit dem Minibus vor meinem Hotel abgeholt. Unser erster Stopp war eine Aloe Vera Plantage. Hier bekamen wir die Verarbeitung der Aloe Vera Pflanze gezeigt und hatten im Anschluss die Möglichkeit,verschiedene Produkte zu testen und  zu kaufen. Weiter ging es zum Leuchtturm „Faro de Entallada“ im Osten, von welchem man einen fantastischen Blick auf das offene Meer hat. Danach stand der Besuch der ökologischen Finka „La Gayria“ auf dem Plan. Neben Olivenöl und Tomaten, konnten wir hier auch Brot und Wein aus eigener Herstellung probieren. Weitere Programmpunkte waren die Städte Pajara und die alte Hauptstadt Betancuria im Landesinneren. Hier konnten wir auf eigene Faust losziehen und die kleinen Städte erkunden. Die Ziege ist das Wahrzeichen Fuertventuras. Daher war auch der Besuch einer Ziegenfarm Bestandteil des Ausfluges. Hier hatten wir die Möglichkeit Ziegenkäse und weitere eigens hergestellte Produkte zu probieren. Gegen 17 Uhr ging es dann nach einem spannenden Tag mit vielen neuen Eindrücken zurück ins Hotel.

leuchtturm  leuchtturm  aloe-vera-plantage

Mittwoch:

Am Mittwoch begleitete ich eine weitere Reiseleiterin, Christina, in die Iberostar Hotels. In Jandia gibt es drei Iberostars. Dies sind wichtige Hotels für Thomas Cook, da hier auch eine Vielzahl unserer Gäste untergebracht sind. Christina erklärte mir den genauen Umgang mit Beschwerden. Diese werden mit Hilfe eines speziellen Programmes aufgenommen. Hier müssen genaue Angaben zum Gast, aber auch detailiert zur Beschwerde eingetragen werden. In der Regel findet eine Kompensation noch am Urlaubsort statt, sodass der Gast bei einer berechtigten Beschwerde einen Reisegutschein oder einen Ausflug aus unserem Programm vor Ort erhält. Das alles findet in enger Absprache mit dem Teammanager statt, der letztendlich die Entscheidung über die Art und die Höhe der Kompensation trifft.

Donnerstag:

Am Donnerstag ging es für mich dann in das Hauptbüro – das Herz des Zielgebietes. Hier bekam ich einen kleinen Rundlauf und konnte verschiedenen Kollegen über die Schulter schauen. Darunter zum Beispiel den „Admins“, die unter anderem für Sitzplatzreservierungen, Online Check-ins und die Buchung weiterer Zusatzleistungen zuständig sind. Sie sind die rechte und linke Hand der Reiseleiter. Häufig kommen die Gäste bei Wünschen zunächst zur Reiseleitung, die diese wiederum an die „Admins“ weitergeben.
Jeden Donnerstag ist Abrechnungstag, an dem alle Reiseleiter die Einnahmen des Verkaufs der letzten Woche an Iberoservice weitergeben. Die Agentur sitzt ebenfalls im Hauptbüro in Jandia. Christina zeigte mir hier den genauen Ablauf der Abrechnung. Auch am wöchentlichen Team- oder auch „Huddle“meeting konnte ich teilnehmen. Neben zuvor festgelegten Themen, konnten die Reiseleiter auch über die Erlebnisse oder aufkommenden Beschwerden während der Woche berichten.
Nach einer Mittagspause wurde ich dann gegen 16 Uhr von Carolina, ebenfalls Reiseleiterin, abgeholt, die ich in ihre Hotels in Esquinzo und an der Costa Calma begleitete.

Freitag:

An  meinem letzten  Praktikumstag, hatte ich die Möglichkeit die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Daher machte ich mich auf den Weg zum Nachbarort  Morro Jable mit seiner schönen Promenade und Altstadt. Über einen Hügel gelangte ich dann zum kleinen Hafen von Morro Jable.  Mit 26 Grad hatte ich das perfekte Wetter an meinem freien Tag und genoss am Nachmittag noch ein paar Stunden am Strand.

morro-jable

Samstag:

Am Samstag musste ich dann leider schon wieder die Heimreise antreten. Gegen 12 Uhr wurde ich vom Transferbus abgeholt, der mich wieder zum Flughafen brachte.

Fazit:

Das Praktikum hat mir sehr gut gefallen. Die Kollegen haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben, um mir in kurzer Zeit einen möglichst tiefen Einblick in die Arbeit im Zielgebiet zu ermöglichen. Mit  dem Ziel Fuerteventura konnte ich zudem eine Destination kennenlernen, die ich zuvor noch nicht besucht habe.

 
Meike M.

Meike M. [User]

Auszubildende Tourismuskauffrau bei Thomas Cook AG
Im September 2014 habe ich meine Ausbildung zur Tourismuskauffrau mit dem Schwerpunkt Reiseveranstaltung bei Thomas Cook begonnen. Die Ausbildung macht Spaß, denn durch Abteilungswechsel hat man die Möglichkeit viele unterschiedliche Facetten eines Reiseveranstalters kennen zu lernen. Und was gibt es denn Schöneres, als sich auch an der Arbeit mit der schönsten Zeit des Jahres und den unterschiedlichsten Reisezielen zu beschäftigen?
Meike M.

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