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Die 7 spannendsten Märkte und Basare


Marktstand

Sich einmal in einen orientalischen Basar stürzen, einen Gegenstand erblicken, den man schon immer wollte und es nur bis jetzt noch nicht gewusst hat.

Verhandlungen führen, die sich für Außenstehende eher nach Geschrei und hitzigem Streit anhören, dabei stets nur den eigenen Vorteil im Sinn. Am Ende dann zufrieden mit dem Gewünschten ins Hotelzimmer zurück und sich sicher sein, dass es das wert war. Für einige hört sich das nach einem grausam stressigen Tag an, doch viele möchten genau das einmal – oder auch öfter – erleben. Und genau dafür haben wir heute ein paar Empfehlungen niedergeschrieben, die den Kick des Marktfeilschens garantieren.
Strassenszene in Paris

1. Marché aux Puces Saint-Ouen – Paris

Die Mutter aller Flohmärkte findet sich in der Stadt der Liebe, so dass man seine persönliche Liebe zu alten Schätzen, Sammlerstücken und Kram dort bestens ausleben kann. Bereits seit 1870 kann man an drei Tagen die Woche, von Samstag bis Montag, im südlichen Teil des Pariser Vorortes Saint-Ouen nach Herzenslust stöbern, handeln, kaufen und probieren. Picasso hat sich hier häufig nach Inspirationen umgesehen und auch die Charaktere aus Woody Allen’s Midnight in Paris flanieren genüsslich über den gigantischen Flohmarkt. Knapp 1.700 Händler die sich auf 14 Märkte verteilen gilt es abzuklappern – gutes Schuhwerk ist also Pflicht.
Wenn man dann mal genug von den Flohmärkten hat, kann man in der Innenstadt mit Sicherheit all das finden, womit man in Saint-Ouen kein Glück gehabt hat. Dafür eignet sich z.B. das exzellente Hotel Plaza Athenee, das in der exklusiven Avenue Montaigne im Herzen von Paris liegt. Bester Ausgangspunkt um die berühmten Sehenswürdigkeiten, wie die Haute Couture-Geschäfte auf dem Champs-Elysées zu erreichen. Auf jeden Fall Platz im Reisegepäck lassen.
Hutgeschäft

2. Feria de San Telmo – Buenos Aires

Jeden Sonntag von 10 bis 16 Uhr kann man sich auf den riesigen Antiquitätenmarkt in Buenos Aires stürzen. Der Feria de San Telmo wurde 1970 vom Architekten José María Peña ins Leben gerufen und lockt bis heute jede Woche 10.000 Besucher an.
Von 100 Jahre alten Münzen, über alte Glasarbeiten und Fotokameras bis hin zu wertvollen Möbeln und Schmuck, kann man an den 270 Buden alles finden. Aber nicht nur Antikes gibt es dort zu bestaunen – in den Straßen wird Tango getanzt, Orchester spielen für die Besucher und die lokale Gastronomie gibt sich größte Mühe, jeden Schnäppchenjäger satt und gut gelaunt zu halten.
Wer an den anderen Wochentagen dann auch noch shoppen möchte, dem sei der Dorrego Flohmarkt empfohlen, der jeden Tag von 10 bis 20 Uhr geöffnet hat und sogar überdacht ist. Hier gibt es noch mehr Schätze zu entdecken, und so manch einer hat sich schon komplett verlaufen im Labyrinth des Dorrego.
Bunte Gewürze

3. Wochenmarkt - Kairo

In Kairo gibt es natürlich massenhaft Touristenfallen, in die man besser nicht geraten sollte. Eine Plastikpyramide made in China kann man sich schließlich auch bei Ebay bestellen. Aber es gibt auch die Märkte der Einheimischen, die nur so vor Charme sprühen und von den Ägyptern stets gut besucht werden. So ist zum Beispiel der Freitagsmarkt Souk el Gomaa südlich der Zitadelle ist einen Besuch wert und vor allem auch der montags bis samstags stattfindende Khan el-Khalili Markt. Dort kann man vorzüglich nach Kleidungsstücken suchen und sie auch in allen Facetten und Farben finden. Auch selbstgemachte Haushaltswaren und Gewürze werde natürlich angeboten, ebenso wie Antiquitäten. Gerade bei letztgenannten aber noch ein Wort zur Vorsicht: sehr viele Antiquitäten sind gefälscht – und für die echten braucht man eine Ausfuhrgenehmigung. Also entweder gehörig runterhandeln oder besser nicht zuschlagen.
Basar

4. Grand Bazaar – Istanbul

Der berühmte Große Basar in Istanbul wurde bereits im 15. Jahrhundert angelegt – und war ursprünglich als Schatzkammer geplant. Dass er davon auch heute nicht weit entfernt ist, dass merkt jeder Besucher bereits beim ersten Betreten der riesigen Hallen, die über 31.000 m² überspannen, was der Basar zu einem der weltweit größten überdachten Märkte macht, der aus knapp 5.000 Geschäften besteht.
Sortiert werden die Läden nach Warengruppen, die oft schon aus den Gassennamen zu entnehmen sind. Vor allem traditionell türkische Gegenstände wie Kleidung und verzierte Waffen werden angeboten, Teppiche und Gewürze kommen aber selbstverständlich auch nicht zu kurz.
Empfehlenswert ist es übrigens, ziellos durch die Hallen zu wandern und dem Zauber einfach zu verfallen, sich treiben zu lassen und Dinge zu entdecken, die man noch nie gesehen hat. Das Ganze geht übrigens von Montag bis Samstag – und wenn man alles sehen wollte, bräuchte man wohl auch so lange!
New York Strassenszene

5. Black Friday Shopping – New York

Man muss es einmal mitgemacht haben: das traditionelle Black Friday Shoppen in den USA. Hierzulande kennt man die Bilder von Menschenmengen, die sich schon bei Öffnung der Läden unerbittlich in die Geschäfte ergießt und gleich einer Horde Heuschrecken alle Regale leer zurücklässt. Handeln ist hier nicht mehr nötig, günstiger kann es nämlich gar nicht mehr werden. Der Black Friday ist stets der Freitag nach Thanksgiving.Den Kaufrausch kann man natürlich nirgends besser ausleben als in New York, wo man sich in einem schönen Hotel einquartieren sollte und mindestens einen Tag lang tiefenentspannt, bevor es dann losgeht. Das legendäre Hotel The Knickerbocker, das eine Kombination aus historischem Charme und stilvoller Perfektion bietet, ist ein guter Tipp für Shopping- und Kulturintessierte. Und dann heißt es: Ellbogen raus und rein in die Schlacht um reduzierte Markenkleidung, um billige Laptops und unfassbar erschwingliche Schmuckstücke. Teilnehmer sprechen von einem wahren Kaufrausch, der über sie gekommen sei, also schön vorsichtig mit dem Geldbeutel sein.
Marktgasse

6. Souk – Marrakesch

Souk bezeichnet ganz allgemein das kommerzielle Viertel einer arabischen Stadt. Wenn man an einen Basar denkt, ist es wohl der Souk in Marrakesch, der sich vor dem geistigen Auge entfaltet. Gewürze, Teppiche, Ornamente, Lampen, Datteln und Silberwaren werden umströmt von riesigen Menschenmengen und geben ein Bild ab, dass schlicht als chaotische Ordnung zu beschreiben ist. Hier ist Handeln sowieso Pflicht, wobei ein spontaner Abbruch der Verhandlung als sehr unhöflich angesehen wird, also aufpassen! Jeden Tag öffnet der Souk in Marrakesch seine Tore, und man sollte sich nicht die Chance entgehen lassen, den lokalen Handwerkern beim Färben von Wolle oder Gerben des Leders über die Schultern zu schauen. Als Hauptquartier ist übrigens das malerische Hotel Les Jardins de la Koutoubia empfehlen, in dessen Gemächern die erworbenen Kostbarkeiten nochmals richtig stilecht betrachtet werden wollen.
Basar

7. Jaffa Flohmarkt – Tel Aviv

Jaffa, das ist der uralte Hafen, aus dem sich später Tel Aviv entwickelt hat. Hier bietet der Shuk Hapishpishim, also der Jaffa Flohmarkt, eine der sehenswertesten Attraktionen, die schon seit über 100 Jahren zum Alltagsgeschehen der Stadt gehört. Viele alte Schätze lassen sich hier finden, doch mindestens genauso viele neue Waren werden angeboten. Möbel, Kleidung und Töpferwaren mischen sich zwischen Restaurants und Cafés, die wiederum von jüdischen Antiquitätenhändlern flankiert werden. Selbst uralte Motorräder, Flugzeugpropeller und ähnliche Artefakte kann man problemlos ausfindig machen. Danach noch die Altstadt von Jaffa erkunden und schon kann ein toller Tag erfüllt ausklingen. Am Sabbat hat der Markt natürlich geschlossen, aber von Sonntag bis Freitag kann man sich dort bestens austoben. Probieren Sie es aus, fündig werden Sie garantiert!