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Die 7 größtenNaturschauspiele


Eisberg

Egal wie weit gereist ein Mensch ist oder wie viel er bereits erlebt hat – die Natur schafft es doch immer wieder, uns vollkommen unerwartet und auf hinreißende Art und Weise zu faszinieren.

Wohnt man einem der spektakulären Naturschauspiele bei, so kann man oft nicht anders, als seinen Blick ungläubig staunend auf die dargebotenen Szenen zu richten und sich zu freuen, auf einem solch wundervollen Planeten zu wohnen, der eine Bühne für derartige Ereignisse bietet. Wo man ganz besonders prachtvolle Exemplare finden und sich an ihnen ergötzen kann, das könnt ihr im Folgenden erfahren. Bloß die Kamera nicht vergessen – auch wenn sich die erlebten Bilder wahrscheinlich sowieso auf Dauer im Kopf einnisten werden.
Polarlichter

3. Polarlichter

In einer Liste von Naturspektakeln darf ein ganz besonderes selbstverständlich niemals fehlen: die Polarlichter. Bereits seit Jahrhunderten verzaubern die flackernden und farbenfrohen Bänder am Himmel unsere Vorfahren und haben zu allerlei mythischen und religiösen Erklärungen verleitet. Viele glaubten, dass die bereits verstorbenen Ahnen etwas mit den Lichtern zu tun hätten, andere (wie die Wikinger) sahen in ihnen ein Omen dafür, dass irgendwo auf der Welt eine große Schlachte im Gange sei. Später galten sie allgemein als Unheilsbringer und waren nicht gerne gesehen. Sowohl im äußersten Norden unseres Planeten als auch im tiefen Süden lassen Sie sich beobachten – und im Moment sind sie sogar äußerst aktiv. Sogar in Deutschland lassen sich schwache Ausprägungen feststellen, wenn auch mit 10-20 Vorkommen pro Jahr nicht besonders oft. Trotzdem sollte man öfter mal seine Augen in den Nordhimmel richten, man weiß ja nie, ob einen ein solches Schauspiel nicht mal im eigenen Vorgarten besuchen kommt.
Death Valley

4. Wandernde Felsen – Death Valley

Als nächstes soll es um eine bedeutend gemächlichere Attraktion gehen, die in ihrer Eigenartigkeit beinahe Surreal erscheint. In der Tat glauben viele Leute nach der ersten Bekanntmachung mit dem Phänomen gar nicht, dass es sowas überhaupt geben kann. Die Rede ist von den wandernden Felsen im Death Valley, jenem lebensfeindlichen Wüstenbasin im amerikanischen Bundesstaat Nevada.
Felsen mit über 300 kg Gewicht wandern hier, vor allem im Winter, über den kerzengeraden und staubtrockenen Wüstenboden, wobei sie deutlich sichtbare Schleifspuren hinterlassen. Manche Steine sind so beinahe einen Kilometer weit gereist und haben sich in verwundenen Linien durch die Wüste gewagt. Viele verschiedene Theorien rankten sich um die wissenschaftliche Erklärung dieser Erscheinung, bis das Rätsel im Jahr 2014 endlich gelöst wurde: dünne Eisschichten, die bei Tauwetter von leichten Winden getrieben werden drücken gegen die Felsen und schieben sie so vor sich her.
Wer den Ort des Geschehens mit eigenen Augen sehen will, der kann das wunderbar mit einem Aufenthalt im nahegelegenen Las Vegas verbinden. Einfach im renommierten Bellagio, einen bisschen den Vergnügungen dieser Wüstenoase frönen und einen Tagesausflug in die Unwirtlichkeit des Death Valleys unternehmen – Faszination garantiert!
Geysir auf Island

5. Geysire – Island

Island ist für viele Menschen ein faszinierendes Reiseziel. Die einzigartige Natur und die Isolation, der die Insel durch ihre geographische Lage jahrhundertelang praktisch ausgeliefert war, machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem. Der frostigen Oberfläche des Landes, das sich von Gletschern zerklüftet und vom Wind gepeitscht präsentiert, wird ein unterirdisches Feuer entgegengesetzt: das Magma unter Island brodelt, so dass man immer wieder von Ausbrüchen kleinerer oder auch mal größerer Ausprägung mitbekommt. Und eben dieses Magma ist verantwortlich für ein anderes, ungefährlicheres Spektakel: Islands Geysire. Wassersäulen schießen regelmäßig wie aus dem Nichts meterhoch in den Himmel, nur um den Ort danach wieder ruhig zurückzulassen, als wäre nie etwas gewesen. Besonders zwei Geysire sind hier zu empfehlen. Zuerst muss man den Großen Geysir nennen, der seit einem Erdbeben im Jahr 2000 seine jahrzehntelange Inaktivität einstellte und seitdem in unregelmäßigen Abständen etwa einmal pro Tag eine Fontäne in die Höhe speit. Er hat mit 122 m den Rekord für die höchste Wasserfontäne innen. Weitaus verlässlicher ist jedoch das Timing des Strokkur, dessen Ausbrüche etwa alle 10 Minuten vonstattengehen und der das kochende Wasser immerhin gute 25-30 m in die Luft schleudert. Ein fantastischer Anblick in einem einzigartigen Land – muss man erlebt haben!
Great Blue Hole

6. Great Blue Hole – Belize

In der Karibik, besser gesagt im Karibikstaat Belize findet sich unser nächstes Naturschauspiel, dass es wirklich in sich hat. Man könnte meinen, dass das zweitgrößte Riff der Welt, das sogenannte Lighthouse Riff, welches hier zu finden ist, bereits einen Platz auf der Liste rechtfertigen würde. Doch befindet sich erst in diesem Riff das wahre Spektakel mit dem so bescheidenen Namen: Great Blue Hole. Ein großes blaues Loch hört sich wahrlich erstmal nicht sehr spektakulär an, doch sind nach einem Blick darauf alle Zweifel wie weggeblasen. Ein kreisrundes Loch von beinahe 300 m Durchmesser tut sich vor dem interessierten Reisenden auf und verleitet zu einer tauchenden Erkundungstour. 125 m tief ist der Schornstein, der zugleich auch den Eingang zu einem unterirdischen Höhlensystem darstellt. Hier finden sich gewaltige Tropfsteine von bis zu 8 m Länge, wobei das erforschen dieser Höhlen eher erfahrenen Tauchern vorbehalten bleiben sollte. Aber auch Amateurtaucher kommen im eigentlichen Loch voll auf ihre Kosten und werden danach auf ewig fasziniert sein vom Zauber, der aus dem Great Blue Hole nur so herauszuströmen scheint.
Isla Margarita

7. Catatumbo Gewitter – Venezuela

Beinahe in jeder zweiten Nacht des Jahres ereignet sich an der Nordküste Venezuelas, genauer gesagt an der Mündung des Rio Catatumbo in den Maracaibo-See, ein außergewöhnliches Spektakel. Blitze über Blitze scheinen die Wolken hier zu generieren, ein nie enden wollendes Konzert elektrischer Entladungen und greller Lichtspiele. Da die Blitze über weite Strecken sichtbar sind wird das ganze Erlebnis schnell ins Surreale verkehrt, immerhin kann man unzählige Lichtbögen beobachten, die keinen Ton zu machen scheinen. Auch weisen die Erscheinungen ungewöhnliche Farben auf und zucken von einer Wolke zur nächsten – alles Effekte, die durch eine weite Entfernung zum Ort des tatsächlichen Einschlages hervorgerufen werden. Bis zu 280 Blitze pro Stunde können hier gezählt werden, was eine ganz besondere Atmosphäre verursacht. Besonders Fotographen werden beim Catatumbo Gewitter also voll auf ihre Kosten kommen und können sich nach dem Urlaub an einer Bildfülle erfreuen, für die man anderswo Jahre warten muss. Spektakulär, unser Planet, nicht wahr?