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Die 7 größten Naturschauspiele


Polarnacht

Egal wie weit gereist ein Mensch ist oder wie viel er bereits erlebt hat – die Natur schafft es doch immer wieder, uns vollkommen unerwartet und auf hinreißende Art und Weise zu faszinieren.

Wohnt man einem der spektakulären Naturschauspiele bei, so kann man oft nicht anders, als seinen Blick ungläubig staunend auf die dargebotenen Szenen zu richten und sich zu freuen, auf einem solch wundervollen Planeten zu wohnen, der eine Bühne für derartige Ereignisse bietet. Wo man ganz besonders prachtvolle Exemplare finden und sich an ihnen ergötzen kann, das können Sie im Folgenden erfahren. Bloß die Kamera nicht vergessen – auch wenn sich die erlebten Bilder wahrscheinlich sowieso auf Dauer im Kopf einnisten werden.
Mandelblüte – Mallorca

2. Mandelblüte – Mallorca

Als bräuchte es noch weitere Gründe, seinen Urlaub auf der zurecht so beliebten Baleareninsel Mallorca zu verbringen, befindet sich auch hier ein alljährliches Naturschauspiel, das es in sich hat. Beginnend bereits Mitte Januar blühen hier für beinahe zwei Monate, bis hinein in den frühen März, sämtliche Mandelbäume der Insel.
Jetzt ist die Zeit für einen Urlaub in der Off-Saison: weniger Touristen als im Sommer und ein wunderbar angenehmes Frühlingsklima. Da muss man sich nur noch einen Mietwagen schnappen und los geht’s durch die bezaubernde mallorquinische Landschaft, die in dieser Zeit – dank der knapp 7 Millionen Mandelbäume – nochatemberaubendere Anblicke bietet, als es sowieso schon der Fall ist. Die meisten Bäume stehen übrigens an der sowieso etwas ruhigeren Ostküste der Insel, so dass Sie hier auch ihre Unterkunft wählen sollten. Das Hotel Roc Carolina bietet sich beispielsweise an, da es mit der perfekten Kombination aus Lage und Annehmlichkeiten aufwarten kann.
Geerntet wird übrigens erst im Hochsommer. Insgesamt werfen die Bäume knapp 7.000 Tonnen Mandeln ab, die dann zu Schokolade, Likör, Gebäck und und und weiterverarbeitet werden. Kulinarische Schauspiele sind einfach die besten!
Felsen im Death-Valley

3. Wandernde Felsen – Death Valley

Als nächstes soll es um eine bedeutend gemächlichere Attraktion gehen, die in ihrer Eigenartigkeit beinahe Surreal erscheint. In der Tat glauben viele Leute nach der ersten Bekanntmachung mit dem Phänomen gar nicht, dass es sowas überhaupt geben kann. Die Rede ist von den wandernden Felsen im Death Valley, jenem lebensfeindlichen Wüstenbasin im amerikanischen Bundesstaat Nevada. Felsen mit über 300 kg Gewichtwandern hier, vor allem im Winter, über den kerzengeraden und staubtrockenen Wüstenboden, wobei sie deutlich sichtbare Schleifspuren hinterlassen. Manche Steine sind so beinahe einen Kilometer weit gereist und haben sich in verwundenen Linien durch die Wüste gewagt. Viele verschiedene Theorien rankten sich um diewissenschaftliche Erklärung dieser Erscheinung, bis das Rätsel im Jahr 2014 endlich gelöst wurde: dünne Eisschichten, die bei Tauwetter von leichten Winden getrieben werden drücken gegen die Felsen und schieben sie so vor sich her. Wer den Ort des Geschehens mit eigenen Augen sehen will, der kann das wunderbar mit einem Aufenthalt im nahegelegenen Las Vegas verbinden. Sie könnten im renommierten Hotel Bellagio einchecken, ein bisschen den Vergnügungen dieser Wüstenoase frönen und einen Tagesausflug in die Unwirtlichkeit des Death Valleys unternehmen – Faszination garantiert!
Geysire – Island

5. Geysire – Island

Island ist für viele Menschen ein faszinierendes Reiseziel. Die einzigartige Natur und die Isolation, der die Insel durch ihre geographische Lage jahrhundertelang praktisch ausgeliefert war, machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem. Der frostigen Oberfläche des Landes, das sich von Gletschern zerklüftet und vom Wind gepeitscht präsentiert, wird ein unterirdisches Feuer entgegengesetzt: das Magma unter Island brodelt, so dass man immer wieder Ausbrüche kleinerer oder auch mal größerer Ausprägung mitbekommt. Und eben dieses Magma ist verantwortlich für ein anderes, ungefährlicheres Spektakel: Islands Geysire. Wassersäulen schießen regelmäßig wie aus dem Nichts meterhoch in den Himmel, nur um den Ort danach wieder ruhigzurückzulassen, als wäre nie etwas gewesen. Besonders zwei Geysire sind hier zu empfehlen. Zuerst muss man den Großen Geysir nennen, der seit einem Erdbeben im Jahr 2000 seine jahrzehntelange Inaktivität einstellte und seitdem in unregelmäßigen Abständen etwa einmal pro Tag eine Fontäne in die Höhe speit. Er hat mit 122 m den Rekord für die höchste Wasserfontäne inne. Weitaus verlässlicher ist jedoch dasTiming des Strokkur, dessen Ausbrüche etwa alle 10 Minuten vonstattengehen und der das kochende Wasser immerhin gute 25-30 m in die Luft schleudert. Ein fantastischer Anblick in einem einzigartigen Land – muss man erlebt haben!
Great Blue Hole

6. Great Blue Hole – Belize

In der Karibik, besser gesagt im Karibikstaat Belize findet sich unser nächstes Naturschauspiel, das es wirklich in sich hat. Man könnte meinen, dass das zweitgrößte Riff der Welt, das sogenannte Lighthouse Riff, welches hier zu finden ist, bereits einen Platz auf der Liste rechtfertigen würde. Doch befindet sich erst in diesem Riff das wahre Spektakel mit dem so bescheidenen Namen: Great Blue Hole.
Ein großes blaues Loch hört sich wahrlich erst mal nicht sehr spektakulär an, doch sind nach einem Blick darauf alle Zweifel wie weggeblasen. Ein kreisrundes Loch von beinahe 300 m Durchmesser tut sich vor dem interessierten Reisenden auf und verleitet zu einer tauchenden Erkundungstour. 125 m tief ist der Schornstein, der zugleich auch den Eingang zu einem unterirdischen Höhlensystem darstellt. Hier finden sich gewaltige Tropfsteine von bis zu 8 m Länge, wobei das erforschen dieser Höhlen eher erfahrenen Tauchern vorbehalten bleiben sollte.
Aber auch Amateurtaucher kommen im eigentlichen Loch voll auf ihre Kosten und werden danach auf ewig fasziniert sein vom Zauber, der aus dem Great Blue Hole nur so herauszuströmen scheint.