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Die 7 spektakulärsten Wanderstiege


Wanderstieg

Es muss nicht immer ein gemütlicher Strandurlaub oder eine einfache Städtereise sein, wenn man mal wieder von der Reiselust gepackt wird.

Viele Reisende entdecken zurecht das Wandern wieder für sich, eine Freizeitbeschäftigung, die wohl schon so alt ist wie der Mensch selbst. Dass man dazu nicht viel benötigt und selbst Herr über das Tempo des Weiterkommens ist, scheint da einen beinahe ebenso großen Anreiz zu schaffen wie die wunderschöne Natur, die durchwandert werden möchte. Überall auf der Welt mehren sich die Wanderstiege und buhlen um touristische Wandersleute. Sieben Exemplare, zu denen sich eine Reise in jedem Fall lohnt können Sie in unserem heutigen Special entdecken – Schuhe fest schnüren, Wasserflasche füllen und ab geht’s!
Teneriffas Bergwelt

1. Teneriffa Walking Festival

Wer gerne wandert, für den ist es schon fast eine Pflicht, einmal am Teneriffa Walking Festival teilzunehmen, das 2017 zwischen dem 23. und dem 27. Mai stattfinden wird. Reisende aus ganz Europa erscheinen hier Jahr um Jahr, um sich zu begegnen, kennenzulernen und gemeinsam wortwörtliche neue Wege zu beschreiten. 20 Wanderrouten können beschritten und ausprobiert werden und auch sonst gibt es viele Aktivitäten rund um dieses befriedigende Hobby. Alle zwei Tage werden die Routen angeboten, so dass man sich seine drei Favoriten im Vorfeld heraussuchen und sich bereits jetzt auf die kommenden Erlebnisse freuen kann. Natürlich wird man auf jedem Stieg von einem erfahrenen Führer begleitet, der Interessierten viel über die durchwanderte Natur berichten kann.
Als Unterkunft auf Teneriffa für die Zeit des Festivals – und eventuell noch einem anschließenden Urlaub auf dieser faszinierenden Insel – kann das Hotel Iberostar Anthelia nur wärmstens empfohlen werden. Hier kann man entspannt relaxen, bevor man sich voller Energie auf den nächsten Wanderweg stürzt. Traumhaft!
Annapurna Base Camp

2. Annapurna Base Camp – Nepal

Nepal ist wahrhaft ein mystisches Land. Das wird jedem Reisenden schon bald nach der Einreise bewusst. Nicht nur die Menschen sind mit ihren Sitten und Gebräuchen, die vollkommen fremd und doch freundlich erscheinen, ungewohnt, auch die Natur ist extremer als anderswo. Viele Menschen erwarten nur hohe Berge und vereiste Gletscher, wenn sie an das Land am Himalaya denken, doch findet man in den Tälern des Ganges ebenso reiche Urwälder, die von Tigern und Nashörnern durchstreift werden. Der Weg zum Annapurna Base Camp ist ein fantastischer Wanderstieg, der diese Vielseitigkeit aufzeigen kann und sicherstellt, dass der Reisende sich in das Land unter seinen Füßen verlieben wird. Er führt durch Berge und Dschungel, durch Zalerische kleine Siedlungen und an Bächen und Flüssen vorbei, bis hoch hinauf in den Himalaya, wo sich am Fuß des über 8.000 m hohen Annapurna das Basecamp in einer unwirtlichen Eiswüste befindet. Aufgrund der hohen Lage des Camps – es befindet sich auf immer 4.100 m über Null – lässt man sich beim Aufstieg viel Zeit, um den Körper daran zu gewöhnen. Eine unglaubliche Tour, die man gar nicht beschreiben kann: das muss man erleben!
Küste

3. Te Araroa – Neuseeland

Der Te Araroa ist ein echtes Sahnestückchen unter den Wanderstiegen. Und keine Angst, der Weg soll keineswegs in einem einzigen Urlaub durchwandert werden, immerhin beträgt die Gesamtdistanz knappe 3.000 km, was selbst den ambitioniertesten Wanderer ganz schön aus der Puste bringen kann – außer man lässt sich mehrere Monate Zeit dafür. Wer ihn oder zumindest ein Teilstück des Te Araroa jedoch durchwandert, der wird mit fantastischer Natur belohnt, wie man sie nur auf Neuseeland erleben kann. Das besondere hier ist die Vielfalt, die den Wanderer erwartet, und die manchmal schwer zu begreifen ist. Während man an einem Tag noch am Küstensand entlangschlendert und der Brandung des Meeres lauscht, so befindet man sich am nächsten Tag vielleicht schon an zerklüfteten Berghängen inmitten eines Gebirges und Übermorgen eventuell in einem Dschungel oder an den Hängen eines Vulkans. Zwischen Oktober und April kann man sich hier nach Herzenslust austoben und einige Teilstücke auf der Nord- oder Südinsel in Angriff nehmen. Ein guter Start wäre beispielsweise in der Metropole Auckland, durch die der Weg sogar führt, so dass der Einstieg leicht zu finden ist.
West Highland Way

4. West Highland Way – Schottland

Etwa 30 Minuten von Glasgow, der größten Stadt Schottlands, entfernt beginnt mit dem West Highland Way einer der bemerkenswertesten Wanderwege der gesamten britischen Inseln. Nachdem man sich also ein paar Tage die Stadt angeschaut und dabei zum Beispiel im ausgezeichneten Hallmark Hotel Glasgow übernachtet hat, kann man sich in den nächsten Bus setzen und sich aufmachen, den knapp 150 km langen Weg zu durchwandern. Der Slighe na Gàidhealtachd an Iar, wie der Stieg auf Schottisch-Gaelisch genannt wird, führt durch die westlichen Highlands und am Ufer des Loch Linnhe vorbei, passiert schaurig schöne schottische Moorlandschaft und sogar die Treppe des Teufels, einen Gebirgspfad am Massiv Aonach Eagach. Der Pfad endet in der beliebten Stadt Fort Williams, die aufgrund ihrer Nähe zu Großbritanniens größtem Berg Ben Nevis ein beliebtes Ziel für Reisende aus aller Welt ist und ebenfalls zu einigen Tagen Aufenthalt und Exkursion der Umgebung einlädt. Eine ganz besondere Belohnung gibt es hier übrigens für Fans der Harry Potter Reihe: ein historischer Dampfzug namens The Jacobite, der aus den Filmen der Reihe besser als Hogwarts-Express bekannt ist, bietet ausgehend von Fort Williams bezaubernde Rundfahrten an, die über 100 km durch fantastische Szenerien der schottischen Natur führen. Eine perfekte Kombination für einen aktiven und doch unvergesslichen Urlaub.
Tundra

5. Kungsleden – Schweden

Die meisten Trekkingenthusiasten haben mit Sicherheit schon was vom König aller Wanderwege gehört und den Kungsleden vielleicht auch schon einmal besucht. Aber auch für ambitionierte Wanderer kann man den Stieg im Norden Schwedens nur empfehlen.
Er teilt sich in einen südlichen und einen nördlichen Teil, wobei der 440 km lange nördliche Teil der bekanntere und beliebtere ist. Hier bekommt man die Chance, eine der letzten wirklichen Wildnisse Europas zu durchwandern und erhält ein Gefühl für die Ungebanntheit der Natur, wie sie nur noch schwer zu finden. Besonders der Abschnitt zwischen Abisko und Kvikkjokk ist zu empfehlen, der Weg ist hier gut ausgebaut und führt durch die schwedische Fjäll-Landschaft oberhalb der Baumgrenze.
Im Sommer sind die Temperaturen gut zum Wandern geeignet und man muss nicht frieren, auch wenn der Kungsleden bei den im Sommer häufiger vorkommenden Regenfällen etwas schwieriger zu begehen ist. In regelmäßigem Abstand finden sich Hütten, wobei man sich seine Nahrung selbst mitbringen sollte, da viele nicht bewirtschaftet sind – während der Saison ist jedoch meistens ein Hüttenwart zugegen.
Wer also mal ein wirkliches Abenteuer erleben will, der sollte definitiv dem Kungsleden einen Besuch abstatten!
Korsika

6. GR20 – Korsika

Ein weiterer Stieg mit etwas höherer Schwierigkeitsstufe findet sich auf der französischen Insel Korsika. Die Rede ist vom GR20, dem Grand Randonnées 20, einem der schönsten Fernwanderwege Europas, der auf knapp 170 km Länge einmal quer über das Eiland führt. Dabei quert er das korsische Hochgebirge von Norden nach Süden und verlangt den Wanderern einiges an Kondition ab. Insgesamt 15 Tage benötigt man im Schnitt, um den ganzen Weg hinter sich zu bringen, wobei Übernachtungen in den Schutzhütten vor Beginn der Wanderung angemeldet und reserviert werden müssen, damit für Sicherheit und auch für genügend Nahrungsmittel auf den Hütten garantiert werden kann. Empfohlen wird, die Wanderung ab Mitte Juni bis spätestens Ende Oktober durchzuführen, damit das Gebirge eisfrei und der Weg deutlich erleichtert ist. Selbstverständlich kann man auch nur Einzelpassagen des GR20 beschreiten – es gibt mehrere Stücke, die in 3 Tagen absolviert werden können, so z. B. der Abschnitt zwischen dem Col de Bavella und dem Col de Verde, wobei auch hier stets Hütten im Abstand von einem Tagesmarsch vorhanden sind. Wer nach der ganzen Anstrengung noch etwas entspannen möchte, der sollte unbedingt das San Pellegrino Hotel & Residences mit traumhafter Strandlage ausprobieren – danach ist man wieder fit wie ein Turnschuh und könnte den GR20 direkt nochmal bezwingen!
Schneebedeckte Gipfel

7. Tour du Mont Blanc - Frankreich

Dass der größte Berg der Europäischen Union Besucher nur so anlockt, ist selbstverständlich. Und auch wenn nicht abschließend geklärt ist, ob er wirklich der höchste Berg Europas ist – weil die Grenzen Europas leider nicht genau definiert sind und so je nach Definition auch der knapp 800 m höhere Elbrus im Kaukasus als Kandidat herangezogen wird – so lohnt sich eine Wanderung dorthin allemal!
Der schönste Wanderweg beginnt im französischen Ort Chamonix und führt Wanderer über 170 km zum Gipfel und wieder hinab. Unterwegs bekommt man wunderschöne Seitentäler zu sehen und kann sich in Alpendörfern erholen, die frisch aus dem Märchenbuch zu kommen scheinen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das italienische Dorf Courmayeur, das unter Alpinisten auch als Hauptstadt für den Bergsport gehandelt wird. Doch der Trubel tut dem Charme des Örtchens keinen Abbruch und nach einem ausgedehnten Besuch kann man sich gut gestärkt weiter auf den Weg zum Gipfel begeben.
Unterwegs kann man zwischen verschiedensten Unterkünften wählen und entweder in einfachsten Herbergen oder Luxushotels übernachten – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein herausragender Weg!