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Die 7 unbekanntesten Weltwunder


Pamukkale Kalksinterterrassen

Schon als Kind hat man staunend von den wohl bekanntesten Gebäuden der Menschheit gehört, ihre Bilder in alten Büchern bei den Großeltern nachgeschlagen oder, im Falle der Pyramiden, sogar Fotos betrachtet und sich gefragt: wie haben Menschen nur so etwas geschaffen?

Gleichzeitig konnte man aber auch traurig sein, immerhin gab es von den ehemals sieben eben nur noch einen einzigen Überlebenden. Aber auch heutzutage hat die Welt noch einige Wunder parat, und ein paar geheime wollen wir heute preisgeben.
Historische Wandmalerei

1. Meteora – Griechenland

Im Norden Griechenlands, mitten in der historischen Region Thessalien, befindet sich eine unvergleichliche Landschaft. Auf die felsigen Ausläufer des Pindos - Gebirges wurden bereits vor beinahe tausend Jahren die ersten Einsiedeleien gebaut, die zu insgesamt 24 Klöstern angewachsen sind und eine der größten Klosteranlagen der Welt bilden. Heutzutage sind nur noch sechs bewohnt – die anderen sind entweder zu schwierig zu erreichen (das hätte ja keiner ahnen können, wenn man ein Kloster auf einen riesigen Felsen setzt), oder einsturzgefährdet. Nichtsdestotrotz bildet sich von außen immer noch ein faszinierender Anblick. Als Besucher sollte man ausnahmsweise nicht auf reinen Sonnenschein hoffen, sondern die Daumen drücken, dass Nebel aufzieht. Dann scheint es, als würden die historischen Bauten tatsächlich schweben und könnten wirklich in den Himmel aufsteigen. Da geht nicht nur dem modernen Eremiten ein Herz auf, sondern jedem, der Zeuge dieser Ansicht werden kann.
Baumstamm

2. Sokotra - Jemen

Gleich eine ganze Insel zum Weltwunder zu erklären scheint etwas vorschnell zu sein, doch im Falle von Sokotra, dem kleinen Eiland im nördlichen Indischen Ozean ist es wahrhaft gerechtfertigt. Es kommt ganz unscheinbar daher, mit seiner kargen Oberfläche, dem trockenen und von Wüsten durchwachsenem Inland und dem nur schmal besiedelten Küstenstreifen, doch hat es vor allem die Flora und auch die Fauna der tieferen Regionen in sich. Zwei Drittel der Pflanzen dort findet man sonst nirgends auf der Welt, und auch viele Vögel und Insekten sind nur dort heimisch. Besonders der Drachenbaum hat sich zum Wahrzeichen entwickelt und steht ikonisch für die Einzigartigkeit der Insel.
Nicht auszudenken, wie Sokotra aussehen würde, wäre es nicht bereits seit 2.000 Jahren besiedelt. Wahrscheinlich noch fremder und außerirdischer, als es so schon jedem Besucher vorkommen muss.
Ayutthaya Tempel

3. Ayutthaya – Thailand

Wenn man im Norden von Thailand reist sollte man sich Ayutthaya nicht entgehen lassen. In der Stadt, die nur ca. 70 km nördlich von Bangkok liegt, befinden sich unzählige Tempelanlagen, die bis in das 14. Jhd. zurückreichen. Am imposantesten ist wohl das Wat Phra Si Sanphet, dessen lange Spitzen sich auch heute noch Richtung Himmel strecken und der nicht umsonst der besterhaltendste Tempel der Stadt ist. Alte Buddha - Statuen finden sich dort, da sie eins zum Schutz vor Zerstörung hierhin verschifft wurden, wo sie sich in Sicherheit befanden. Auch den alten Königspalast Wang Luang findet man in der Stadt, sowie eine große Zahl weiterer Anlagen, die allesamt einen Besuch zur Pflicht machen und den Status Ayutthayas als Wunder untermauern. Eine Reise durch den Thailändischen Norden kann sich also augenscheinlich lohnen - zumal wir gleich noch ein weiteres Weltwunder in dieser Ecke auf der Liste haben: Loi Krathong!
Tempel in Chiang Mai

4. Loi Krathong – Thailand

Nicht nur Bauten oder natürliche Formationen können Weltwunder sein, manchmal sind es auch Traditionen oder kulturelle Bräuche. Das wird einem schlagartig klar, wenn man das erste Mal beim Loi Krathong, dem thailändischen Lichterfest dabei ist. Es wird immer am Vollmond während des 12. Monats des lokalen Kalenders gefeiert und fällt damit üblicherweise in den November. Dabei bauen die Teilnehmer kleine Boote aus den Blättern einer Bananenstaude und dekorieren diese mit Räucherstäbchen, Blumen und natürlich Kerzen – irgendwo muss das Licht ja herkommen. Mittlerweile wird das uralte Fest überall im Land gefeiert, aber besonders intensiv kann man es in Chiang Mai erleben, wo hunderte kleine Heißluftballons den Himmel erleuchten. Mitten im Zentrum der historischen Altstadt von Chiang Mai liegt das Rachamankha, das als bestes Boutique- Hotel Thailands gewählt wurde. Hier kann man mittendrin sein im Lichtermeer und einmal Teil eines Weltwunders sein – wunderschön!
Altar

5. Holzkirchen von Kischi Pogost – Russland

Ein unbekanntes Dasein fristet der zweitgrößte See Europas, der Onegasee, von dem die meisten Menschen eher selten etwas hören. Dabei liegt in ihm die Insel Kischi, die es wirklich in sich – wohl eher auf sich – hat. Ungefähr 70 beeindruckende Holzbauten befinden sich dort, von denen die imposanteste definitiv die 35m hohe Verklärungskirche mit ihren 22 Zwiebeltürmen ist. Insgesamt 30.000 Schindeln aus Espenholz waren nötig, um den Prachtbau zu decken – und das alles ohne einen einzigen Nagel.
Der Legende nach wurde sie - nach der Vernichtung des Vorgängerbaus durch ein Feuer – von einem einzelnen Mann nur mit einer einzigen Axt gebaut. Sein Werkzeug hat er nach Vollendung in den See geworfen, damit nie wieder etwas derart Schönes entstehen mag. Und recht hat er gehabt – es ist bis heute die einzige Mehrkuppelkirche aus Holz. Beeindruckend!
Kamel in der Wüste

6. Meroe – Sudan

Als wären sie die kleinen Brüder ihrer Vorgänger aus Kairo, reihen sich die Pyramiden von Meroe im Sudan sauber nebeneinander auf. Die einstige Hauptstadt des Reiches von Kusch hat ihre Prachtbauten seit 300 v. Chr. zwar „nur“ 30 Meter in die Höhe getrieben, allerdings versprühen die Grabmäler einen ganz anderen Charme als die ägyptischen Pendants. Sie sind viel steiler und wirken zugleich glatter (zumindest die Exemplare ohne Stufen), gleichzeitig verspielter und harmonischer in die Umgebung integriert. Vor den jeweiligen Pyramiden befindet sich stets noch ein kleiner Totentempel, der reich mit Reliefs verziert dem Gestorbenen den Gang ins Totenreich illustrierte. Die Grabkammer befand sich, wiederum ganz wie in Ägypten, unter der eigentlichen Pyramide. Es sind faszinierende Bauten, die wenige Menschen zu Gesicht bekommen, dabei sind sie gerade in ihrer abgeschiedenen Einsamkeit ein tolles Erlebnis und beeindruckender Kontrast zu dem allbekannten Weltwunder der Antike.
Kalksinterterrassen

7. Pamukkale – Türkei

Die Baumwollburg – das heißt Pamukkale übersetzt – ist ein Landkreis in der westlichen Türkei, der seinen Namen durch das Wahrzeichen der gesamten Provinz erhalten hat: unvergleichliche Kalksinterterrassen, die sich über die Jahrtausende gebildet haben und von heißen Thermalquellen überflossen werden. Das Wasser hat angenehme 30 Grad, so dass sich manch ein Tourist gerne dort niederlässt und für ein paar Stunden müßig ist, was man ihm keineswegs verübeln kann. Wer dann schon schrumpelige Haut hat und etwas Abwechslung braucht, dem sei der nahegelegene Eingang zur Unterwelt empfohlen. Der befindet sich direkt nebenan, in dem antiken Städtchen Hierapolis, das mit seinen gut erhaltenen historischen Tempeln, dem Theater und der Nekropole sowieso eine Reise wert ist. Also erst entspannen und dann erkunden, so soll das sein!