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Reisetipps

Andere Länder, andere Sitten

Kuriose Erlebnisse und Reisetipps

„Gegrilltes Tintenfass mit Raketensalat“ auf der eingedeutschten Speisekarte (Tintenfisch auf Rucola), Essensreste und Servietten auf dem Boden als Zeichen einer exzellenten Location, den “Vogel zeigen” als freundliches Kompliment – in anderen Ländern gelten andere Regeln als in Deutschland. Missverständnisse sind vorprogrammiert. Die skurrilsten Blogger-Erlebnisse und besten Tipps für Ihren Urlaub haben wir für Sie hier zusammengestellt – damit Sie Ihren nächsten Urlaub ganz ohne Pannen genießen können!

1. Bitte kein „Daumen hoch!“ im Türkei-Urlaub

Sie möchten sich im Türkei-Urlaub (Türkei Urlaub) bei der Servicekraft für einen guten Tipp oder einen Gefallen bedanken: Tun Sie das gerne wortreich in einer Sprache Ihrer Wahl, machen Sie notfalls einen Diener (Herren) oder Knicks (Frauen), oder werfen Sie sich gleich in den Staub. Alles OK – nur die bei uns gebräuchliche Geste mit dem Daumen nach oben nicht. Die wird dort nämlich als Aufforderung zum Sex verstanden.

Und das hierzulande verwendete Okay-Zeichen mit dem aus Daumen und Zeigefinger gebildeten Kreis ist in Griechenland (Griechenland Urlaub) oder Spanien (Spanien Urlaub) keineswegs gerne gesehen, sondern eine obszöne Beleidigung. Dagegen ernten Sie in den USA (Urlaub USA) ein freundliches Lächeln, wenn Sie mit dem Zeigefinger an Ihre Schläfe klopfen, um „einen Vogel zu zeigen“. Das nämlich ist dort ein Kompliment für Geistesblitze…

2. Lost in Translation – Urlaubstipp gegen sprachliche Missverständnisse

Stellen Sie sich eine fremde Millionenstadt vor. Ein Gewirr aus Straßen mit unbekannten Geräuschen und Gerüchen. Andere Sprache, andere Schrift. Und Sie mittendrin – völlig orientierungslos. Claudia Ottilie von Claudi um die Welt hat genau das in Japan (Japan Urlaub) erlebt:

„In Tokio sollte man sich nach Möglichkeit nicht verlaufen, schon gar nicht spät am Abend ohne Stadtplan und ohne Hotel-Adresse. Ich hatte den Hotelnamen natürlich brav vorher ausgedruckt – blöderweise aber nur in lateinischer Schrift. Taxifahrer können die nicht lesen. Es brauchte zahllose Anläufe in unterschiedlichen Hotel-Rezeptionen, bis ich endlich einen Übersetzer gefunden hatte und die Hoteladresse in japanischen Schriftzeichen auf dem Papier stand. Dort angekommen habe ich mir sofort ein paar Visitenkarten an der Rezeption geschnappt – in Englisch UND Japanisch.“

3. Von Essensresten, 300 Euro teuren Kaugummis und Schweineohren

Hätten Sie es gewusst? In einigen spanischen Regionen ist es durchaus üblich, Servietten und selbst abgeknabberte Hühnerknochen einfach auf den Boden fallen zu lassen. Je „dreckiger“ der Untergrund, desto beliebter das Restaurant – so die Logik der Einheimischen. Verpönt hingegen ist das „Essen im Gehen“. Ein Sandwich in der einen, den Kaffee in der anderen Hand – so outet sich nur der Tourist auf der Straße.

Apropos Essen und Straße: Ein kleiner Kaugummi, wie er millionenfach unter U-Bahn-Sitzen und Klassenzimmertischen klebt, kann in anderen Ländern richtig Ärger verursachen, weiß Janine Domnick von Bereise die Welt:

„Singapur (Singapur Urlaub), vielen als Finanzmekka bekannt, ist ein beliebter Zwischenstopp für Reisende. Doch man sollte unbedingt die Gepflogenheiten und Eigenheiten des Stadtstaates berücksichtigen: Das Einführen von Kaugummi ist streng verboten, zudem höchstens auf Arztrezept in der Apotheke erhältlich. Das Ausspucken von Kaugummi wird gleich mit stolzen 500 Singapur Dollar (ca. 335 Euro) geahndet.“

Speisekarten in unbekannten Sprachen laden zum kulinarischen Glücksspiel ein. Meist geht es gut. Jannis Riebschäger von Jannis’ Life allerdings hat in Litauen die Niete gezogen:

„In Vilnius, der Hauptstadt, wollte ich so richtig lecker deftig essen gehen. Ich habe „Kiaulės ausis su pupelėmis ir grybų padažu“ bestellt. Dass „Kiaulės“ „Schwein“ heißt, war mir bekannt. Konnte also nicht viel schief gehen. Als mir dann ein ganzes, glibberiges, grau-rosa-farbenes Schweineohr serviert wurde, war ich anderer Meinung.“

4. Bohrende Finger und nackte Tatsachen beim Urlaub in Italien

Zu Irritationen beim Essen kommt es aber auch in Norditalien (Urlaub Italien), wie Ischta Lehmann vom Blog Frau Lehmann feststellt, als ihre Freundin aus Bozen mit sonderbaren Gesten das genüssliche Pasta-Essen unterbricht:

„Plötzlich grinst sie breit und dreht die Spitze ihres Zeigefingers an der Wange, als wolle sie eine Tür aufschließen. Verschluckt? Zahnschmerzen? Nudelschock? Oder einfach durchgeknallt? Nichts dergleichen! Diese Geste ist italienisch und heißt einfach: richtig lecker!“

Bleiben wir in Italien: Auf der Urlaubsinsel Sizilien (Sizilien Urlaub) ist das Nacktbaden bei Palermo kein Problem. Aber nur für Frauen! Männer, die sich die Badehose abstreifen, riskieren nicht nur böse Blicke, sondern auch Bußgelder. In Sachen Ästhetik sind die Italiener eben immer eine Nasenlänge voraus – nur bei der Gleichberechtigung hapert es noch ein wenig…

5. Das mache ich doch (besser nicht) mit links im Urlaub

In arabischen Ländern gilt die linke Hand als unrein, weil diese zur Toilettenhygiene genutzt wird (ja, genau das…). Aus diesem Grund (be)grüßen Sie nie jemanden mit der linken Hand! Reichen Sie Geld und erst recht Speisen ausschließlich mit rechts. Gilt leider auch für Linkshänder…

Rülpsen, Spucken und gleich danach geräuschvoll die Nase hochziehen – damit sprengen Sie in Deutschland garantiert jedes festliche Abendessen. In China (China Urlaub) dagegen ist das öffentliche Ausspucken ein Ausdruck von Gesundheit. Und in Vietnam „ziehen Sie einfach an“, wenn die Nase läuft. Fragen Sie bitte nicht nach Taschentüchern, die gelten als unhygienisch. Ein gutes Mahl wird in Indien von einem herzhaften „Bäuerchen“ abgeschlossen. Erinnert irgendwie an Luther.

6. Urlaubserlebnisse mit klebrigen Affen und angriffslustigen Fischen

Tiere sind die besten Freunde des Menschen – sofern sie geräuschlos im Aquarium schwimmen oder an kalten Winterabenden mit ihrem Fell als Fußwärmer herhalten. Ganz so beschaulich geht es beim Kontakt zwischen Tier und Mensch im Ausland nicht immer zu.

Ischta Lehmann vom Blog Frau Lehmann hat keine guten Erinnerungen an die „tierische Attraktion“ auf Gibraltar, den Affenfelsen:

„Kaum waren wir aus dem Wagen gestiegen, sind schon drei der kleineren Berberaffen auf mich zugestürmt, um nach Obst oder Keksen zu betteln. Hatte ich nicht dabei. Aber die Affen mit ihren fettig-schwarzen Pfoten wollten sich selber überzeugen und haben großflächige Muster auf meiner weißen Hose und Bluse hinterlassen. Als sich dann noch der stattliche Affenpapa auf den Weg machte, um nachzuschauen, ob meine Taschen wirklich leer sind, hatte ich plötzlich das dringende Bedürfnis, mir im Auto eine kalte Cola zu gönnen.“

Noch mehr Affentheater hat Stefanie Dietz von Smile4Travel in Südafrika (Urlaub Südafrika) erlebt:

„Vor allem auf der viel befahrenen Straße von Kapstadt zum Kap der Guten Hoffnung sind die Paviane, Baboons genannt, an Menschen gewöhnt und somit alles andere als scheu. Wer seine Autotüren nicht abschließt, muss mit ungebetenen Fahrgästen rechnen. Genau das ist mir passiert. Ein fast menschengroßer Baboon hockt auf dem Beifahrersitz. Ungeniert und mit geschickten Pfoten durchsucht er erst das Handschuhfach, dann den Rucksack meiner Freundin. Er findet Gummibärchen und fällt sofort darüber her. Wir nutzen den Überraschungsmoment, um den Affen aus dem und uns in das Auto zu schieben. Der glotzt nun von außen rein und rüttelt an der Tür. Pech. Dieses Mal ist sie verschlossen!“

Eine nächtliche Begegnung der dritten Art mit Fischen hatte Jutta Ingala von 6 Grad Ost in Brasilien (Brasilien Urlaub):

„Piranhas? Im Kanu geht es über einen Nebenarm des Amazonas. Beim Gedanken an die räuberischen Fische schaudere ich. Irgendwo hier im Trüben lauern sie, warten auf Beute – wie mich! Während uns die nächtlichen Geräusche des Dschungels einlullen, beginnt der Fluss zu brodeln: heraus schießen Fischleiber, klatschen ins Kanu, mir in den Schoss. Ich schreie, überhöre das „¡Baje la cabeza!“ – „Kopf einziehen!“ – und werde von einem herabhängenden Ast beinahe über Bord geworfen. Im Schein der Taschenlampe entpuppen sich die blinden Passagiere zum Glück als höchst harmlose Flussbewohner.”

3 skurrile Sitten und Bräuche, die Sie noch nicht kennen

Grieche spuckt auf Baby

Könnte so als Schlagzeile die Bild-Zeitung zieren. Ist aber tatsächlich ein alter Brauch in Hellas und alles andere als eine Beleidigung. Mit dem dreimaligen (angedeuteten) Spucken sollen böse Geister vertrieben werden. Ist doch nett, oder?

„Zu Weihnachten bekommst du was geschissen“

Deutsche Kinder würden eine solche Ankündigung mit Tränen und Alpträumen quittieren. In Katalonien (Spanien) ist das ein Grund zur Freude. Dort ist der „Caga Tió“ fester Bestandteil der Adventszeit, ein weihnachtlich verzierter Baumstamm, der unter Anfeuerungsrufen und Gesängen der ganzen Familie Leckereien wie Nüsse, Bonbons oder Plätzchen „hinten rausdrückt“. Ah ja…

Die Nackten und die Toten

Wer in China einer Beerdigung beiwohnt, kommt vielleicht in den Genuss einer heißen Stripper-Darbietung. Kein Scherz! Hintergrund: Das Ansehen des Toten wird an der Größe der Trauergemeinde abgelesen. Und ein nacktes Playmate – so die Logik – lockt auch die entfernten Verwandten und Bekannten an, um dem sentimental-frivolen „Treiben“ beizuwohnen.

Unsere Reiseblogger

Jutta Ingala
Jutta Ingala
muss sich nachts auf dem Amazonas gegen angriffslustige Fische wehren. Alle haben überlebt.
Ischta Lehmann
Ischta Lehmann
macht in Italien jetzt auch komische Sachen mit dem Zeigefinger, wenn es ihr schmeckt. Also eigentlich immer, wenn sie da is(s)t.
Jannis Riebschäger
Jannis Riebschäger
würde jederzeit gerne wieder ins Baltikum reisen, im Restaurant aber nur noch Rind oder Huhn bestellen.
Janine Domnick
Janine Domnick
verrät, warum Sie Ihre Kaugummis noch im Flieger heimlich entsorgen sollten, wenn Sie nach Singapur reisen.
Claudia Ottilie
Claudia Ottilie
steckt an den Hotelrezeptionen fremder Länder ab sofort immer einen Packen Visitenkarten ein. Aus gutem Grund.
Stefanie Dietz
Stefanie Dietz
sollte 2007 in Südafrika einen Pavian chauffieren. Der ist mal eben ins Auto gehüpft und wollte mit. Seitdem prüft die Bloggerin im Urlaub einmal mehr, ob die Autotüren auch tatsächlich geschlossen sind.

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