Das ist Luxus (Teil I): Willkommen im Hotel Danieli

von Hanna E. | mehr Artikel von | 10. März 2017 | Citytrips, Einblicke | Keine Kommentare

Was ist überhaupt Luxus? Kaviar satt im Fünf-Sterne-Hotel? Champagner-Dusche unter Palmen? Oder einfach nur das warme Gefühl von Sonnenstrahlen auf der Haut? Vögelzwitschern oder völlige Stille mitten in der Natur? Eines ist sicher, das Gefühl von Luxus bedeutet für jeden von uns etwas anderes. In unserer „Das ist Luxus“-Serie stellen wir euch daher fünf verschiedene Orte vor, an denen wir dem Luxus-Gefühl auf unterschiedliche Art und Weise begegnet sind. Und Teil I führt uns direkt nach Italien, an einen der Orte an dem Luxus besonders durch seine Opulenz und seine Pracht zu finden ist: 

Benvenuti a Venzia!

Sachte dockte das Wassertaxi an, freundliche Gesichter lächelten mich am Pier an: Alles geht wahnsinnig schnell und wenig später war das Gepäck auf dem Zimmer. Aber was heißt schon Zimmer: Es war ein Gemach mit  echten, ausgesuchten Antiquitäten, hohen Decken mit üppig vergoldeten Stuckleisten und blauen Vorhängen an den mehr als mannshohen Fenstern – die einen Blick auf den Canal Grande, dem Herzstück Venedigs, öffneten, der lebenslang haften bleibt.

„Der Check-in kann später erfolgen“, hatte Concierge Filippo an der kunstvoll vertäfelten Rezeption gesagt. „Wann immer Sie es wünschen.“ Man möge ruhig gleich nach oben gehen. Gehen? Nein: Ich wandelte durch diese prachtvolle Lobby mit ihren wertvollen Teppichen, großen Blumensträußen und Wänden aus Marmor. Unbezahlbare Kostbarkeiten, die ich mich kaum traue anzufassen.

Kleine Boote, große Schiffe: Die Aussicht aus dem Zimmer des Hotels vergisst man so schnell nicht wieder.
Durch die prachtvolle Lobby des Hotel Danielis sind auch schon George und Amal Clooney gewandert - und zwar zu ihrer Hochzeit, die sie in dem luxuriösen Hotel gefeiert haben.
Luxus-Pur!
Wo sich die Prominenz zur Biennale nur so tummelt!

Dann war der Durst da. Ich ging wieder runter, in das „Dandolo“, nahm dort um 16 Uhr den Afternoon Tea, wollte die Rechnung unterschreiben – doch das war nicht vorgesehen „Wir kennen alle unsere Gäste, egal wer sie sind“, schmunzelte Bar-Keeper Alessandro. „Eine Unterschrift ist nicht nötig.“ Ein Gefühl der Wichtigkeit macht sich in mir breit. Diese zuvorkommende Art verschafft dem Satz „der Gast ist der König“ gleich nochmal eine ganz andere Bedeutung. Dabei spielt es keine Rolle, welchen Namen man trägt, obschon es in dem Palazzo aus dem 14. Jahrhundert stets vor Prominenz wimmelt – und nicht nur zur Biennale, den Operntagen oder zu Karneval. Kaum ein Hotel weltweit sah wahrscheinlich mehr Berühmtheiten, als das Hotel Danieli: Schon Goethe war hier, Wagner oder George Sand.

Luxus unter Freunden

Und auch im Film machte das Haus immer wieder Bella Figura – zuletzt in „The Tourist“ mit Johnny Depp und Angelina Jolie. Die beide Stars schätzten – wie fast alle Gäste – vor allem auch die weltberühmte Freilichtbühne hoch oben über den 210 Zimmern: Die „Terrazza Danieli“, bereits von Giuseppe Dal Niel eingerichtet, dem Gründer des 1822 eröffneten Hauses, das noch immer seinen Spitznamen trägt – Danieli.

Wer Venedig ohne die großen Touristenmassen sehen will, sollte einen Spaziergang kurz nach Sonnenaufgang machen!
Vorbei an den prachtvollen Palazzos und Basilicas Venedigs.
Durch die kleinen Gassen über die zahlreichen Kanäle der Stadt.

Heute hat im dem weit gerühmten Terrassen-Restaurant Dario das Sagen. Der Küchenchef verblüfft bereits mit seiner Burrata mit Eiscreme aus Zucchini-Blüten, Wassermelone und Croutons – und verhilft erst recht mit seinem in grünem Pesto schwimmenden Octopus-Ende jedem Gaumen zu Freudensprüngen. Einmalig auch: Die Ozean-Riesen, die vor den liebevoll eingedeckten Tischen fast in Augenhöhe der bis zu 120 Gäste träge durch den Giudecca-Kanal schleichen – und dennoch mit ihren gewaltigen Schrauben die Fundamente des Palastes attackieren. Vorgestern habe sich Chiara Mastroianni, die Tochter des berühmten Mimen, an der Brüstung ablichten lassen, ist vom Personal zu hören, das mit den Namen seiner prominenten Gäste allerdings nicht haussiert. „Das ist verboten“, hatte bereits am Mittag Barkeeper Allesandro betont. Und so fühle auch ich mich als Normalsterblicher in diesem prachtvollen Hotel wie in einem kleinen Märchen mit Stars und Sternchen. Ein Ausflug wie im Film.

 

 
Hanna E.

Hanna E. [Administrator]

Seit Februar 2016 verantworte ich bei Thomas Cook als Online Redakteurin im Bereich Content Marketing die Blogs des Unternehmens. Doch mit dem Reisen verbindet mich nicht nur meine Arbeit, sondern auch meine private Leidenschaft für fremde Kulturen, atemberaubende Landschaften und exotische Gerichte. Obwohl ich bereits in China, Italien und England gelebt habe, nutze ich auch heute noch jede Möglichkeit um Neues zu entdecken.
Hanna E.

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