Das ist Luxus (Teil II): Tierische Abenteuer in Südafrika

von Hanna E. | mehr Artikel von | 17. März 2017 | Einblicke | Keine Kommentare

In Teil II unserer „Das ist Luxus“ – Serie entführen wir euch mitten in die Natur Südafrikas. Raus aus dem tristen Alltag, rein in die Natur mit ihren wilden Elefanten, Löwen und Co. Denn genau dieses Gefühl, wenn man das erste Mal diese majestätischen Tiere hautnah erlebt, ist für uns ein weitere Art von Luxus:

Luxus, ein Gefühl der Nähe

Die Warnung war unmissverständlich. „Nachts nicht alleine raus!“ Es sei einfach „zu gefährlich“. Dann brachte Cindy ihre wenigen Übernachtungsgäste, einen nach dem anderen, vor die Zimmertür der picobello ausgestatteten Chalets des Phinda Zuka Private Game Reserve in Südafrika – und mahnte, noch immer mit dem ernsten Blick, mit dem sie zuvor vor den frei laufenden wilden Tieren warnte: „In einer halben Stunde geht es los, seid pünktlich.“

Der Jeep war schon da. Matt nahm seine Kommiss-Kappe ab, bevor er die Passagiere mit kräftigem Handschlag und breitem Grinsen begrüßte: „Hi, heute könnt‘ Ihr was erleben.“ Und er hatte definitiv nicht gelogen: Nashörner schleppten sich, voller Argwohn, träge durchs Gras, und drei junge Geparden zeigten, verspielt aber aggressiv, was sie drauf haben – bis zu 93 km/h.

Selbst für die Ranger sind Löwen oft nur schwer in den Steppenlanschaften zu erkennen.
Die dürren Steppenlandschaften bieten einen traumhaften Blick in die Ferne.
Wer träumt nicht von einer Safari, um Giraffen und Antilopen in ihrem gewohnten Umfeld zu beobachten?

Dann kamen zwei Elefanten in Streit: Erst standen sie stoisch Schädel an Schädel – bevor sie mit ihren Stoßzähnen aufeinander los gingen und der Staub sie in großen Wolken halb einhüllte. Mucksmäuschenstill war die kleine Reisegruppe, hielt fast die Luft an, nicht wegen des Staubes – nur etwa hundert Meter trennten den Geländewagen vor den Rüsseltieren, einer vielleicht drei, und der größere, der mit der Kerbe, „bestimmt vier Tonnen schwer“, wie Volker schätzte.

Dann gab Matt sachte Gas – und ließ den Toyata weiter rollen. „Löwen sind schwer zu sehen“, sagte der Guide – und setze zum ersten Mal das Fernglas an. Eigentlich brauche er es nicht, doch bei Löwen sei das anders. Vor dem Kühler lag die regungslose Vegetation der Ubombo-Berge: Köcherbäume, Fynbos, Rotbusch. Doch dann, dann bewegte sich plötzlich etwas im hohen Gras: Zwei Löwen standen gemächlich auf, gähnten ausführlich – und schauten fortan minutenlang in unsere Richtung, extrem gelangweilt.

Frühstück mit Elefanten

„Good morning, Sir. How are you doing today?“ Cindy hatte frühmorgens auf der kleinen Veranda, mit Blick auf das Wasserloch, gutgelaunt ein Frühstück aufgebaut. Und die Aussicht war wirklich wie aus einem Bilderbuch: Gnus, Antilopen und Hyänen säumten das Gewässer, auch ein paar Impalas, die Matt gestern als „Big Macs der Natur“ bezeichnet hatte, löschten voller Andacht ihren Durst. Was für ein Einblick für einen Morgenmuffe, wie mich. Der Toast war knusprig und warm, der Obstsalat hatte Biss und die Eier, sunny side up, gerade richtig. Ich saß allein da – und beobachtete das eindrucksvolle Schauspiel 50 Meter vor mir.

Die Aussicht in der Zuka Lodge ist einfach überall atemberaubend.
Aufwachen und ins Grüne blicken - das ist Luxus!
Die Zuka Lodge ist ideal für Familien oder kleinere Gruppen - ausgestattet mit Restaurant, Bar, Terrasse, Boma, Swimming Pool oder privatem Plungepool.
Nach der Safari wartet ein unvergessliches Abendessen in der Boma - einem typisch afrikanischer Platz in einer Lodge, der mit Baumstämmen oder Zäunen umgeben ist.

Dann setzen sie ein: Trompetenlaute, lauter als der Dieselmotor des schwersten LKWs, aber ähnlich klingend – „Töröö, töröö“, ein Elefant. Da stellte der Riese seine Ohren auf, flatterte mit den zwei Meter langen Hörgeräten – doch nicht um sich, wie sonst, Luft zuzufächeln. Es war, zusammen mit den gewaltigen Tönen, das unmissverständliche Zeichen für alle anderen Tiere, einfach abzuhauen. Blitzschnell.

Wir kannten uns, nein ich ihn – es war der Bulle mit der Kerbe, der in dem 23 000 Hektar großen Reservat genau diesen Luxus-Ort mitten im Nichts ausgesucht hatte. Ich nippte am Cappuccino, und er am Wasserloch: Zug für Zug verschwanden durch den muskulösen Rüssel mindestens acht Liter im mächtigen Leib meines neuen Freundes. Dann hatte er genug – und verschwand so plötzlich, wie er gekommen war.

 
Hanna E.

Hanna E. [Administrator]

Seit Februar 2016 verantworte ich bei Thomas Cook als Online Redakteurin im Bereich Content Marketing die Blogs des Unternehmens. Doch mit dem Reisen verbindet mich nicht nur meine Arbeit, sondern auch meine private Leidenschaft für fremde Kulturen, atemberaubende Landschaften und exotische Gerichte. Obwohl ich bereits in China, Italien und England gelebt habe, nutze ich auch heute noch jede Möglichkeit um Neues zu entdecken.
Hanna E.

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