Frühlingsküche: Leckere Rezepte aus dem sonnigen Süden

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 8. März 2018 | Einblicke | Keine Kommentare

Drei Gerichte um gedanklich der Kälte zu entfliehen. Denn wie das Sprichwort „Liebe geht durch den Magen“ ganz passend beschreibt: Positive Gefühle – Frühlingsgefühle – löst gutes Essen definitiv aus. Also nichts wie los, kocht euch etwas Vorfreude auf besseres Wetter!

1. Genießen, wie in Marokko

Berge von Kurkuma, orange leuchtend, intensiv duftende Rosenblätter oder knallroter Safran. Schon der Anblick eines Gewürzstands in einem Souk, den traditionellen Märkten des Maghreb, lässt Frühlingsgefühle aufkommen. Und die aromatischen Gerichte, die marokkanische Hausfrauen aus den exotischen Zutaten kreieren, wärmen Körper und Seele – erst recht, wenn sie in einer bunt bemalten Tajine serviert werden. Eine Tajine ist ein rundes, aus Lehm gebranntes Schmorgefäß mit gewölbtem Deckel, die traditionell in der nordafrikanischen Küche verwendet wird. Verantwortlich für das wohlige Gefühl ist der beherzte Einsatz von wärmenden Gewürzen. Diese können Zimt, Ingwer oder Kreuzkümmel sein, gepaart mit süßen Früchten wie Aprikosen, Datteln oder Orangen und frischen Kräutern als Topping. Sehr beliebt ist frischer grüner Koriander.

Tajine mit Hähnchen, Zimt und Aprikosen

Butter und Öl in einer Tajine erhitzen. Sieben gewürfelte Schalotten und drei gepresste Knoblauchzehen zugeben und glasig anschwitzen. Etwa ein Kilo zarte Hähnchen-Teile kurz mit anbraten und mit geriebenem Ingwer, getrockneten Aprikosen, Safran und  250 Milliliter Geflügelbrühe auffüllen.

Salzen, pfeffern und 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend den Zimt sowie die Mandeln ergänzen und zugedeckt weitere 15 Minuten gar köcheln lassen. Eventuell Brühe nachgießen, mit frischem Koriandergrün und Couscous servieren.

Als Tajine wird sowohl das runde, aus Lehm gebrannte Schmorgefäß mit gewölbtem Deckel bezeichnet, als auch das darin gekochte Gericht
Marokko ist bekannt für zahlreiche Märkte mit frischem Gemüse und Obst          Photo by Annie Spratt on Unsplash 

2. Der Geschmack der Algarve

Wenn Anfang des Jahres die Temperaturen bei uns in den Minus-Bereich fallen, steigt das Thermometer an der Küste Südportugals schon auf über 15 Grad. Die ersten Restaurants servieren zum Mittagessen dann auf windgeschützten Terrassen bereits frisch gegrillten Fisch. Feinschmecker pfeifen an der Algarve meist auf alles, was den Eigengeschmack der Speisen verändert. Aus diesem Grund würzen Köche Sardinen, Kabeljau oder Thunfisch am liebsten nur mit Meersalz, etwas Knoblauch und Pfeffer. So einfach zubereitet schmeckt der Fisch auch im kalten Deutschland richtig nach Frühling – und erst recht, wenn  frische Petersilie und ein paar Scheiben Zitrone mit auf dem Teller liegen.

Thunfisch mit Petersilie

Vier Thunfisch-Steaks mit etwas Zitronensaft beträufeln. Drei Knoblauchzehen und ein halbes Bund Petersilie in einem Mörser zerstoßen, tröpfchenweise Olivenöl zugeben und unterrühren. Nach Geschmack mit Piri-Piri, portugiesischen Chilischoten, und Pfeffer abschmecken.

Die Steaks mit der Masse einstreichen und im Kühlschrank zwei Stunden ziehen lassen. Danach mit Meersalz bestreuen und auf beiden Seiten zwei bis fünf Minuten grillen. Mit reichlich frisch gehackter Petersilie und Zitronenscheiben servieren.

Frisches Thunfisch-Steak mit Zitrone
Traumhafte Küsten an der südlichsten Region Portugals - die Algarve (Foto von Pierre Fontaine auf Unsplash)

3. Schlemmen, wie an der Türkischen Riviera

In Antalya an der türkischen Riviera gehören Essen und gute Gesellschaft unzertrennlich zusammen. Man trifft sich am Abend in einem Restaurant am Hafen mit Bekannten, Freunden, Nachbarn oder Verwandten – und sitzt mitunter bis spät in der Nacht am Tisch. Besonders beliebt sind Meze-Gerichte, kleine Appetithäppchen, die mal warm, mal kalt serviert und in dutzenden Varianten in der Mitte der Tafel platziert werden. Zucchini-Frikadellen mit Minze, ein feurig-scharfer Paprika-Dipp oder kleine Linsenbällchen auf einem Salatblatt. Jeder nimmt sich, was er mag und der Wirt achtet stets darauf, dass leere Teller sofort aufgefüllt werden. Viele der Gerichte lassen sich gut vorbereiten – und auch in einer deutschen Küche.

Zucchini-Frikadellen

30 Gramm Zucchini und eine Zwiebel raspeln und das Wasser ausdrücken. Mit je 30 Gramm Mehl, Paniermehl und geriebenen Käse, etwas Backpulver sowie gehackter Minze, Petersilie und einem Ei vermengen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen, kräftig kneten und mit einem Löffel kleine Bällchen formen.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen bei mittlerer Hitze zwei bis drei Minuten anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Tsatsiki servieren.

Fleischbällchen auf vegetarisch: Super lecker, einfach mit Zucchini.
Sonne satt: An der türkischen Riviera ist es nie weit zum nächsten Sandstrand (Foto von Nejat Akıncı auf Unsplash).
 
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