La Réunion - Faszinierende Landschaften am südlichsten Zipfel Europas

von Jens-Jochen Lauff | mehr Artikel von | 7. Oktober 2013 | Aus der Ferne | Keine Kommentare

Mitten im Indischen Ozean – irgendwo hinter Madagaskar – liegt die kleine Insel La Réunion, die zu Frankreich gehört und somit ein Teil Europas ist. Irgendwie schon drollig, wenn man nach fast 12 Stunden Flug um die halbe Welt dort aussteigt und nur mit dem Personalausweis einreisen kann. Die Insel beeindruckt vor allem durch ihre atemberaubenden Landschaften und Bergpanoramen. In der Mitte der Insel thront der über dreitausend Meter hohe Piton des Neiges. Um seine Flanken gruppieren sich die drei erloschenen Vulkankrater Cirque de Salazie, Cirque de Cilaos und Cirque de Mafate, von denen letzterer immer noch ohne asphaltierte Verbindung zur Außenwelt ist und nur mit dem Hubschrauber oder zu Fuß erreicht werden kann.

Mafate vom Cap Noir  Mafate vom Col de Boef

Überhaupt ist La Réunion ein Wanderparadies, nur so eröffnen sich einem die spektakulärsten Einblicke in die bizarre Landschaft. Besonders sehenswert ist der Blick vom Piton Maido, vom Cap Noir oder vom Col de Boef nach Mafate. Ebenso spektakulär, wenn auch nicht ganz preisgünstig ist ein Hubschrauber-Rundflug über die Insel.

Hubschrauberflug   Piton de lEau

Die beiden anderen Cirques sind inzwischen jeweils durch Serpentinenstraßen erschlossen. Die Hauptorte Cilaos bzw. Hell-Bourg sind kleine, bezaubernde creolische Städtchen. In Cilaos lohnt z.B. der Besuch in der kleinen Markthalle, wo unter anderem von den Bauern der Umgebung selbstgemachte Marmeladen und Pfefferpasten verkauft werden. In Hell-Bourg, ausgezeichnet als schönstes Dorf Frankreichs, ist der Besuch im Garten der Familie Folio ein Muss – Creolisches Leben aus dem Bilderbuch.

Garten Folio   Cilaos

Ganz im Gegensatz dazu der noch aktive Vulkan Piton de la Fournaise im Südosten der Insel, der in regelmäßigen Abständen ausbricht. Über die Vulkanstrasse nähert man sich dem aktiven Zentrum des Berges. Die Landschaft wird immer karger bis man über einen der äußeren Kraterrände fährt und die Plaine de Sables wie eine Mondlandschaft vor einem liegt.  Vom inneren Kraterrand gibt es einen steilen Abstieg hinunter in die letzte Caldera. Von hier sind es noch ca. 2 Stunden zu Fuß bis zum eigentlichen aktiven Kraterrand. Früh aufstehen ist Pflicht, sonst trüben die Passatwolken das beeindruckende Erlebnis. Aber auch bei einer Autofahrt durch die Grand Brûlé – das sind die Stellen an denen die Lava bei den Ausbrüchen ins Meer fließt – lässt sich erahnen, wie der Vulkan das Aussehen die Insel verändert hat.

Formica Leo  Plaine des Sables

Weniger schwindelerregend ist eine Fahrt entlang der Küstenstraße, die rund um die Insel verläuft. Endlose Zuckerrohrfelder, deren Blüten im Sonnenlicht silbern leuchten, säumen die Strasse. Während der Erntesaison im August/September empfiehlt sich die Besichtigung einer Zuckerfabrik. Neben Zucker ist Vanille allgegenwärtig, nicht umsonst trägt La Réunion den Beinamen Bourbon-Insel. Der herrliche Duft beim Besuch einer Vanille-Farm ist überwältigend.

Vanille  LUX_Eingang

Die meisten Hotels befinden sich an der Westküste. Die bekanntesten Badeorte sind Boucan Canot und St.Gilles-les-Bains. Hier schützt ein vorgelagertes Korallenriff vor der starken Brandung und lässt entspannte Badefreuden in der flachen Lagune zu. Meine Empfehlung ist das LUX* Resort de la Réunion in Saline-les-Bains, einem Vorort von St.Gilles. Die komfortablen Zimmer verteilen sich auf mehrere Gebäude im weitläufigen Garten. Sowohl im Buffet-Restaurant als auch in den a-la-carte-Restaurants isst man hervorragend. Besonders lecker ist das creolische Essen, das man sich direkt aus dem Topf in der offenen Showküche schöpfen darf. Vielleicht stolpert man auch über eine Flaschenpost und darf sich auf dem darin enthaltenen Gutschein über eine Massage oder eine Flasche Wein freuen. Witzig auch die „secret bar“. Ein verschlossener Schrank mit leckeren Getränken drin, die man geniessen kann – vorausgesetzt man bekommt das Rätsel gelöst, welches die Zahlenkombination am Schloss verrät.

Share on Google+0Share on Facebook0Tweet about this on TwitterPin on Pinterest0Email this to someone
 
Jens-Jochen Lauff

Jens-Jochen Lauff [Mitarbeiter]

Produktmanager Asien, Arabien, Indischer Ozean bei Thomas Cook AG
Seit 1995 bei Neckermann/Thomas Cook in verschiedenen Positionen, u.a. Auslandseinatz in Thailand, im Produktmanagement Kreuzfahrten und seit über 10 Jahren im Produktmanagement Fernreisen.
Jens-Jochen Lauff

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 
Optimization WordPress Plugins & Solutions by W3 EDGE