Unterwegs auf den Malediven: Ein Tag im Paradies für Genießer

von Hanna E. | mehr Artikel von | 28. September 2016 | Aus der Ferne | Ein Kommentar

Schnell wächst sich das Geräusch zum Gedröhn aus. Dann rollt das kleine Wasserflugzeug zum Start. Tom, der Pilot im strahlendweißen Hemd mit messerscharfen Bügelfalten, kontrolliert nochmals die Armaturen – und die Maschine hebt ab. „Hier ist es einmalig auf der Welt“, sagt der Kapitän nach der ersten großen Luftschleife. Ich halte die Kamera bereit.

Tom weiß, wovon er spricht: Tausende von Touristen hat der graumelierte Mittfünfziger schon vom Internationalen Flughafen der Hauptstadt Malé zu ihren Ferieninseln auf den Malediven gebracht. Wahrscheinlich kennt er jeden Quadratmeter da unten in der grünen Gischt. 26 Atolle mit rund 1200 Inseln verteilen sich über mehr als 800 Kilometer. Sommersprossen des Indischen Ozeans, die kaum mehr als einen Meter über den Wasserspiegel hinausragen. Aus der Luft bestaune ich die weltweit einmalige Klarheit der Farben: Schneeweiß die Strände, türkis das Wasser – dazwischen moosgrüne Inselchen.

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Im Tiefflug gleitet das Flugzeug über dichte Palmen und Brotfruchtbäume. Dann wassert die zweimotorige Maschine vor Baa – einer der 120 erschlossenen Inseln. Hinter den Palmen ist mein Bungalow vom Vakkaru Maldives nur schwer auszumachen. Laut Gesetz dürfen die Anlagen die höchste Palme einer Insel nicht überragen – weswegen die meisten der Resorts unter dem dichten und sattgrünen Blätterdach der Bäume nahezu verschwinden. Einige von ihnen ruhen auch auf Stelzen über der See, wie die Wasservillen des Vilamendhoo Island Resorts. Die Idylle ist perfekt: Auf meiner Privatterrasse blubbert der Whirlpool im Chor mit dem Meer, eine Leiter führt direkt in das badewannentemperierte Wasser.

Überdies ist das kristallklare Gewässer nicht nur bei Badeurlaubern aus Europa, Asien oder den USA beliebt. Die Riffe und Korallenbänke der Malediven sind bevölkert von mehr als 1000 Fischarten. Gleich auf meiner ersten Schnorcheltour entdecke ich ein paar Rochen, die über den sandigen Meeresboden schweben – und eine vielköpfige Barschfamilie flitzt zwischen bunten Korallen und Seeanemonen hin und her. Kurzum ein Revier für Taucher und Schnorchler, wie es kein zweites auf der Welt gibt.

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Ferner sind die Malediven weltweit auch als Spa- und Wellness-Oase kaum zu schlagen. Deshalb lockt mich, nach einem langen Badetag, eine Massage an einem abgeschiedenen Strandabschnitt unter freiem Himmel. Das Wellness-Repertoire, wie im Summer Island Maldives, ist riesig: Sanfte Ayurveda-Massagen lösen jeden meiner verkrampften Muskel. Body-Peelings sorgen für zarte Haut – und Natur-Liftings mit Papaya-Wirkstoffen zaubern ein Dauerlächeln in mein sonnengebräuntes Gesicht.

Am Abend dann umrunde ich mein Ferieneiland im Schlendergang – mehr als 20 Minuten braucht es kaum. Beim Dive Shop reinigen die zurückgekehrten Taucher ihre Geräte und am Beachvolleyball-Netz kämpfen noch zwei Teams. Währenddessen bereiten die Kellner auf der Restaurant-Terrasse mein Abendessen vor. Und zwar Langusten, Papayas und Krabben – serviert unterm Sternenhimmel. Luxus pur – im Inselparadies.

 

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