Paradies im Indischen Ozean (Teil I): Grün, grüner, Mauritius

von Hanna E. | mehr Artikel von | 6. September 2016 | Aus der Ferne | Keine Kommentare

Rauschend bricht der Wasserfall über die felsige Kante und ergießt sich donnernd in die Tiefe. Ringsum ein dichter Wald mit sattgrünen Sträuchern, Farnen und blassblauen Blätterpalmen, an deren Verästelungen die silbrige Regentropfen haften: Ich habe es gefunden, das grüne Paradies, hier im Vallée de Ferney im Südosten Mauritius. Unser Guide Sandy bleibt an einer kleinen Lichtung stehen. Mit einem Buschmesser sticht sie eine palmenähnliche Pflanze an – und fängt das aus ihr rinnende Wasser in einem Becher auf! „Der Baum der Reisenden wird diese Strelitzienart genannt“, erklärt sie uns, „weil sich in ihr trinkbares Wasser sammelt“. Auch die darunter wachsenden Guaven sind essbar und schmecken wahnsinnig erfrischend!

Seit fünf Jahren steht das einstige Jagdgebiet auf Mauritius unter Schutz. Umweltaktivisten arbeiten täglich an dessen Aufforstung und dem Erhalt als Ausflugsziel. Zur Finanzierung tragen auch wir Touristen bei: Zum Beispiel mit Hilfe einer Patenschaft. Für umgerechnet rund 25 Euro bin ich nun Pate für einen stattlichen Ebenholzbaum! Jetzt stellen die Ranger sicher, dass mein „Patenkind“ zehn Jahre lang gehegt und gepflegt wird und ich es auch bei späteren Inselbesuchen sehen kann.  

Von türkisblau zu den verschiedensten Grün-Tönen: Mauritius bietet sowohl Strand- als auch Naturliebhabern an jeder Ecke fantastische Aussichten.
Die süß-sauer schmeckenden Guaven können auf Mauritius direkt vom Baum gepflückt werden!
Atemberaubende Momente mitten im Dschungel der grünen Insel Mauritius.
Bunt, bunter, Strelitzie! Die farbenfrohe Blume findet sich fast überall auf Mauritius. 
Der Black River Gorges Nationalpark liegt auf einer Höhe zwischen 300 und 800 Metern über dem Meeresspiegel und beherbergt den höchsten Berg Mauritius: den 828 Meter aufragenden Piton de la Petite Noire.
Natürlich bietet Mauritius nicht nur grüne Landschaften, sondern auch paradiesische Strände und türkisblaues Wasser - es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.

Sandy nimmt uns mit ans Ufer eines kleinen Baches. „Setzt Euch einen Moment hin und genießt einfach nur die Stille“, schwärmt sie, während der Blick über üppige Wiesen und Wälder schweift. Tatsächlich: Nach wenigen Minuten nehme ich nur noch das Plätschern des vorüber fließenden Wassers und das Zwitschern der Vögel im Gebüsch war.

Auch der Black River Gorges Nationalpark, den wir nach ein paar entspannenden Strandtagen besichtigen, bietet dafür beste Bedingungen. 1995 gegründet, bleibt hier der Urwald als Refugium seltener Pflanzen- und Vogelarten erhalten, menschliches Eingreifen ist verboten. Enge Trampelpfade schlängeln sich an seinem Fuß durch den Urwald, oft derart zugewachsen, dass wir durch das flache Flussbett des Black River waten oder von Stein zu Stein hüpfen müssen. Auf einem Felsen am Fluss packt Sandy Waldbeeren und Guaven aus für ein Picknick. Doch vorher wollen wir uns abkühlen – unter einem ein paar Meter entfernt rauschenden Wasserfall. Aber anders als im Vallée de Ferney fällt dieser sanft in ein knietiefes Naturbecken: Ein erfrischende Dusche inmitten des Tropenwalds.

 
Share on Google+0Share on Facebook167Tweet about this on TwitterPin on Pinterest0Email this to someone
Hanna E.

Hanna E. [Administrator]

Seit Februar 2016 verantworte ich bei Thomas Cook als Online Redakteurin im Bereich Content Marketing die Blogs des Unternehmens. Doch mit dem Reisen verbindet mich nicht nur meine Arbeit, sondern auch meine private Leidenschaft für fremde Kulturen, atemberaubende Landschaften und exotische Gerichte. Obwohl ich bereits in China, Italien und England gelebt habe, nutze ich auch heute noch jede Möglichkeit um Neues zu entdecken.
Hanna E.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Optimization WordPress Plugins & Solutions by W3 EDGE