Riviera Maya in Mexiko: Alte Kulturen im dichten Dschungel (Teil II)

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 18. November 2016 | Aus der Ferne | Keine Kommentare

Die Vergangenheit lässt grüßen und das schon wenige Kilometer hinter dem bunten Strandleben entlang der Riviera Maya. Schnell tauchen Reisende in die geheimnisvolle Welt der Mayas ein. Wie etwa in Cobá, eine der ältesten und größten Maya-Siedlungen, die man auf der gut ausgebauten Carretera 307 in gut 30 Minuten erreicht. Die in Cobá erst teilweise freigelegten Pyramiden und Tempel seien zwar noch nicht „soweit restauriert wie die berühmteren Maya-Stätten in Chizén Itzá oder Uxmal“, erklärt Guide Angel bereits während der Fahrt. Doch gerade deswegen beeindruckt diese frühe Siedlung aus dem Zeitraum 900 bis 600 vor Christus: ihre Ursprünglichkeit überrascht genauso, wie die Tatsache, dass die Mayas schon vor Hunderten von Jahren ihr mathematisches und astronomisches Wissen in ihre Architektur haben einfließen lassen.

Am Zielort angekommen, geht es auf die mit 42 Metern höchste Maya-Pyramide Yucatáns, Nohuch Mul. „Nichts für Menschen mit Höhenangst“, lacht Angel und mahnt gleichzeitig zu Vorsicht, denn die Jahrhunderte alten Stufen sind rutschig. 118, 119, 120 – geschafft. Nach den letzten steilen Treppenstufen stockt einem der Atem: Rings herum ein Teppich von dichtem, satten Grün des Dschungels, der sich flach wie eine mexikanische Tortilla bis zum Horizont erstreckt. Nur die Spitze einer anderen Pyramide, der Iglesia, sticht in einiger Entfernung aus dem Dickicht hervor. Was für eine Aussicht – da lohnt sich wirklich jede einzelne Stufe!

Unglaublicher Ausblick von der Nohuch Mul Pyramide.
120 steile Treppenstufen müssen Urlauber erklimmen, bevor sie den wunderschönen Ausblick genießen können.
Hungrige Besucher in Coba.
Einmalige Sonnenuntergänge findet man hier garantiert.

Etwas weiter ist ein See auszumachen. „Von dort haben die Mayas ihr Trinkwasser bezogen“, weiß Angel, „bereits vor fast 3000 Jahren“. Heute tummeln sich Krokodile in dem Gewässer. Meine Trinkflasche fülle ich daher lieber nicht auf. Noch sind längst nicht alle Zeitzeugnisse der Maya erschlossen, die von der Natur nach dem Untergang der Hochzivilisation um 1450 zurück erobert wurden und teilweise noch immer im Dschungel auf ihre Wiederentdeckung harren. Selbst für Angel hält das rund 65 Quadratkilometer großes Areal, in dem zu Hochzeiten an die 50 000 Menschen gelebt haben, immer wieder Überraschungen parat: „Hier lernt man nie aus.“.

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