Scharfe Sache: Gewürze aus aller Welt als Mitbringsel

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 2. Juli 2015 | Aus der Ferne | Keine Kommentare

Gewürze stehen bei Urlaubern als Souvenirs für Freunde und Familie hoch im Kurs – aber auch zum Gebrauch in der eigenen Küche. Wo was herkommt, verraten wir hier. Die beliebtesten Gewürze und ihre Herkunftsländer von A bis Z:

Anis: Brot oder Kuchen, Likör oder Süßigkeiten – das wahrscheinlich aus Ägypten stammende Gewürz ist bei Bäckern sehr beliebt. Wichtigste Anbaugebiete sind heute Spanien und die Türkei.

Arganöl: Flüssiges Gold Marokkos. Das Öl ist bei Spitzenköchen weltweit heiß begehrt. Der Arganbaum gedeiht nur im Südwesten des Landes und seine Mandeln werden für die Ölgewinnung handgepresst. Aus fünf Kilo Mandeln lässt sich ein Liter Öl gewinnen. Der hohe Aufwand und der geringe Ertrag machen es zu einem raren Gut. Der Literpreis liegt bei etwa 60 Euro.

Chili: Bei Chili denken viele Reisende an Indien oder Thailand. Weit gefehlt. Die scharfe Schote stammt aus Mittelamerika und wurde von Christoph Columbus aus Mexiko nach Europa gebracht. Die Portugiesen wiederum exportierten das Paprikagewächs nach Asien, wo es heutzutage überall angebaut wird.

Markt_Gewuerze

Ingwer: Die kleinen Knollen stammen ursprünglich aus Indien und Indonesien, werden heutzutage aber auch in Vietnam, Thailand, Australien oder Marokko gepflanzt.

Koriander: Besonders Portugiesen und Tunesier schätzen den Geschmack von Koriander für Soßen, Füllungen oder zur Garnierung. Für den Heimgebrauch muss niemand weit fahren: Das einjährige Kraut gibt es wie Petersilie oder Schnittlauch in jedem Blumen-Großhandel.

Kreuzkümmel: Seit biblischen Zeiten wird Kreuzkümmel – auch Cumin genannt – im südlichen Mittelmeerraum angebaut und geschätzt. Für asiatische und türkische Gerichte unentbehrlich!

Minze: Ohne ein Blatt frische Minze ist kein arabischer Tee komplett. Die robuste Pflanze wächst wild in ganz Kontinentaleuropa, kultiviert wird sie vor allem in Tunesien und Marokko.

Oregano: Der „Schmuck der Berge“, so die Bedeutung im griechischen, ist eines der bekanntesten Gewürze weltweit. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, wächst das Küchenkraut in warmen Gefilden rund um den Globus. Besonders beliebt ist es in Italien – keine Pizza ohne Oregano.

Oregano Pizza

Pfeffer: Wird jemand „ins Land, wo der Pfeffer wächst“ gewünscht, bedeutet das eine lange Reise. Die kleinen scharfen Kugeln stammen aus Südindien und Sri Lanka. Pfeffer war einst ein Luxusgut und einer der Gründe für Columbus’ Suche nach dem Seeweg nach Indien. Guter Pfeffer kommt heutzutage aber auch aus Marokko.

Safran: Das teuerste Gewürz der Welt. Ein Gramm Safran kostet zwischen vier und 15 Euro. Für das Gewürz werden nur die Blütenstempel einer bestimmten Krokusart genutzt. Die Ernte ist reine Handarbeit: Für ein Kilo Safran werden bis zu 150 000 Blüten gezupft. In Europa sind Spanien und die Türkei die größten Produzenten. Aber – die beste Qualität kommt aus der schweizerischen Gemeinde Mund.

spices on a marcet in Bedoin

Sumach: Gewürzsumach wächst wild in Sizilien und der Türkei. Dort wird er besonders gerne über Salate oder Fleischgerichte gestreut.

Grill_Fleischspieß

Vanille: Columbus brachte die Vanille von Mittelamerika nach Europa. Perfekte Anbaubedingungen und dadurch gute Qualitäten gibt es aber auch in tropischen Gegenden wie beispielsweise Bali.

Zimt: Eines der ältesten Gewürze der Welt, seit 5000 Jahren verwendet. Der beste Zimt kommt aus Ceylon – Vasco da Gama brachte das Lorbeergewächs 1502 nach Europa.

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