Singapur: Von Stop-Over Destination zu Traumreiseziel

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 20. September 2017 | Aus der Ferne | Keine Kommentare

Nicht nur Multi-Kulti-Metropole. Auch Stadt der 1000 Sehenswürdigkeiten: Der kleine Inselstaat Singapur gehört zu den großen Touristenmagneten Südostasiens. „Wow, was für ein Ausblick“. Die Kapsel des Singapore Flyers ist gerade am höchsten Punkt des Riesenrades angelangt und wir können uns kaum satt sehen: Die Wolkenkratzer des Central Business Districts, die Formel 1-Strecke, die Brücken über den Singapore River, der Merlion Park, der Hafen – eine Attraktion nach der nächsten rückt ins Blickfeld.

Schneller, bequemer und spektakulärer lässt sich eine Sightseeingtour durch die Millionenmetropole kaum durchführen: Statt mit dem Panoramabus durch verstopfte Straßen geht es mit dem Riesenrad gen Himmel – 37 Minuten dauert die Umrundung des 165 Meter hohen Stahlkolosses. Dann haben wir wieder festen Boden unter den Füßen – und ein neues Ziel im Auge: Singapurs hochgelobte Street-Food-Kultur.

Im kleinsten Staat Südostasiens haben Reisende viel zu entdecken und bestaunen.
In den lebendigen Gassen Chinatowns können Besucher in den Garküchen kulinarische Highlights entdecken.
Der Clarke Quay im Zentrum Singapurs ist vor allem für seine Vielzahl an Bars, Clubs und Restaurants bekannt. 
Das berühmte Raffles Hotel ist die Heimat des Singapore Sling - dieser Cocktail gilt mittlerweile als Nationalgetränk Singapurs. Er wurde hier Anfang des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal gemixt.

Garküche mit Michelin-Stern

Das kulinarische Angebot des Stadtstaates ist enorm. Currys in Little India, Nudelspezialitäten in Chinatown, Thai-Gerichte am Hafen, malayische Straßenküchen – an jeder Ecke duftet es anders. Die vielleicht beste Adresse: Das Hawker Centre in Chinatown. Hier kocht Chan Hong Meng in einer Garküche von der Größe einer Besenkammer sein berühmtes Hong Kong Soya Sauce Chicken.

Umgerechnet 1,70 Euro kostet das köstliche Gericht, das – kein Scherz – dem renommierten Michelin-Gastroführer einen Stern Wert war. Seitdem sind die Schlangen vor dem Stand mit der Nummer 126 aberwitzig lang geworden. Wer sich nicht wie wir schon am frühen Mittag einreiht, hat kaum eine Chance, noch bedient zu werden.

Nach zwei Stunden Wartezeit sind auch wir an der Reihe. Mit ein paar flinken Schlägen mit dem Beil hat der 51-Jährige das knusprig gebratene Huhn zerteilt, etwas Eiernudeln und eine Kelle aromatische Soyasauce über alles gegossen. Mit etwas Glück ergattern wir auch noch einen freien Platz auf einem der vielen, am Boden festgeschraubten Tischen. Links und rechts von uns wird geschmatzt und geschlürft – ein Gourmeterlebnis, wie es wohl nur in Singapur möglich ist.

Das 2010 eröffnete Marina Bay Sands begeistert mit spektakulärer Architektur. Mittlerweile gehört das Luxushotel zu den Wahrzeichen Singapurs.
Wer eine Auszeit vom Sightseeing nehmen möchte, ist auf der kleinen Insel Sentosa 10km südlich von Singapur genau richtig.
In fast 200 Metern Höhe können Gäste des Marina Bay Sands während eines Bads im Infinity-Pool die einzigartige Aussicht auf die Skyline Singapurs genießen.

Nach dem Essen ist Shoppen angesagt, auch das kann man im südostasiatischen Stadtstaat hervorragend. Mein Tipp: Weg von der Orchard Road mit ihren vielen Filialen der weltbekannten Nobelmarken – stattdessen besuchen wir Bugis Junction. Das aus Malls und Hotels bestehende Areal nahe der Victoria Street ist ein Mekka für Kleidung und Accessoires jeder Art und Stilrichtung. Eine gute Adresse für Männer ist die Seragoon Road mit ihren vielen günstigen indischen Schneidern. Feilschen ist hier wie dort Pflicht – und tut der Reisekasse gut.

Flaggendrongo und Feuerrückenspecht

Nach dem Einkaufstrubel suchen wir Entspannung in der Natur. Und auch hier hat Singapur viel zu bieten. Die Stadt besitzt zahlreiche „Grüne Lungen“ – wie etwa den Merlion Park am Hafen oder den das Bukit Timah Reservat, ein Dschungel mitten in der Stadt mit ausgedehnten Wander- und Mountainbike-Wegen. Das Naherholungsgebiet beherbergt zudem unzählige exotische Vogelarten wie den blau gefiederten Flaggendrongo oder den Feuerrückenspecht, den man an seinem leuchtend roten Schopf erkennt.

Auch der Marina Sand Park mit seinen Palmen und Panoramen lohnt einen Besuch. Dort geht es für uns am Abend wieder hoch hinaus – auf den 340 Meter langen Dachgarten des Marina Bay Sands. Der Komplex besteht aus drei miteinander verbundenen, 191 Meter hohen Hoteltürmen mit einem Infinity-Pool, bei dem man glaubt, das Wasser stürze über 55 Stockwerke in die Tiefe. Dort genießen wir an der Bar einen Mai Tai – und erneut einen 360-Grad-Ausblick auf die spannende Millionenstadt. Es gibt wohl kaum einen besseren Platz um den perfekten Tag in dieser wunderbaren Stadt ausklingen zu lassen.

 
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