#ThomasCookLocalStory: Mit Michael in Havanna

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 14. Oktober 2015 | Aus der Ferne | Ein Kommentar

 

In unserer neuen monatlichen Serie #ThomasCookLocalStories stellen wir einheimische Instagramer vor. Nachdem uns Arthur in unserer ersten Local Story nach Paris entführt hat, Marco uns seine Lieblingsplätze auf Sardinien gezeigt hat und die Urlaubsinsel Kreta von der gebürtigen Griechin Eleni vorgestellt wurde, entführt uns Michael @low843 nach Kuba.

Hola! Mein Name ist Michael Petit und ich bin geboren und aufgewachsen auf der Isle of Palms, einer kleinen Düneninsel außerhalb von Charleston, South Carolina in den Vereinigten Staaten. Momentan lebe ich in Mt. Pleasant, South Carolina, einer schönen Stadt nicht weit entfernt von Charleston.

Um es im Vorfeld zu sagen, ich bin weder ein Kubaner, noch ein kubanischstämmiger Amerikaner. Obwohl ich in den Vereinigten Staaten geboren und aufgewachsen bin, hat mich Kuba, und vor allem die Hauptstadt Havanna (La Habana) schon immer fasziniert. Wie auch immer, wegen des vor kurzem beendeten Embargo gegen Kuba (Reisebeschränkungen, die vom US- Finanzministerium verhängt wurden), konnte ich fast mein ganzes Leben lang nicht nach Kuba reisen. Meine Leidenschaft und Liebe für Kuba verschwand jedoch nie. Kuba war immer in meinen Gedanken. So sehr, dass ich eines Tages entschied, dass ich einen Weg finden muss um (legal) nach Kuba reisen zu können. Im Jahr 2012 fand ich dann heraus, wie ich dies von den Vereinigten Staaten aus tun konnte. Ich bin dabei über die „People-to-People“ (PTP) Touren gestoßen. Dies sind kulturelle Austauschprogramme, die mit einer Lizenz des US-Finanzministeriums das legale Einreisen nach Kuba erlauben. Es ist unnötig zu erwähnen, dass ich begeistert war als ich herausgefunden habe, dass ich endlich (und legal) nach Kuba reisen konnte. Sofort schrieb ich mich und meinen älteren Bruder für eine PTP Wochenend-Tour in Havanna ein. Nur um das einmal festzuhalten, ich musste meinen Bruder nicht überreden, mit mir nach Havanna zu reisen. In der Sekunde, als er die Wörter „Reisen nach Kuba“ hörte, unterbrach er mich und sagte „Sprich nicht weiter, ich bin dabei.“ Ich denke, man merkt, dass eine wahre Liebe und Leidenschaft für Kuba in unserer Familie existiert.

„Für uns Amerikaner war Kuba genauso fremd wie der Mond“

Es war der 30. Mai 2012 als ich das erste Mal meinen Fuß auf kubanischen Boden setzte. Ich werde diesen Moment nie vergessen. Es war nicht genau wie damals, bei der Mondlandung von Neil Armstrong, aber es hätte für mich genauso gut so sein können, denn für uns Amerikaner war Kuba genauso fremd wie der Mond. Dieser erste Wochenendtrip nach Havanna war wie ein Wirbelwind und ich glaube, ich habe während des Trips nicht ein einziges Mal aufgehört zu lächeln. Es war eine wunderbare Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Nach diesem ersten Ausflug habe ich Havanna nur mit einem Gedanken verlassen….Ich war mir absolut sicher, dass ich so schnell wie möglich und so oft wie möglich zurückkehren würde. Also bin ich stolz sagen zu können, dass mein letzter Trip nach Havanna (im August 2015) mein bereits elfter Besuch war. Ich bekomme einfach nicht genug von dieser wunderschönen Stadt und ihren wunderbaren Menschen.

Es gibt so viele wundervolle Dinge, die ich an Havanna liebe. Angefangen bei der Geschichte, über die wundervolle Architektur, bis hin zu den alten amerikanischen Autos, für die Havanna berühmt ist. Das, was ich an Havanna am meisten liebe, sind die einzigartigen kubanischen Menschen. Die Bewohner Kubas, die ich kennenlernen durfte, waren bei weitem die authentischsten, liebenswürdigsten und leidenschaftlichsten Menschen, die ich je getroffen habe. Bis heute, empfinde ich größte Hochachtung für die aufrichtige Gastfreundschaft und Liebenswürdigkeit, die mir, als amerikanischen Tourist und Gast in ihrem Land, entgegengebracht wurde. Außerdem bin ich bei allen meinen Reisen nach Havanna, noch nie als Außenseiter behandelt worden – außer in einer scherzhaften Ausnahme, als ich den Anfängerfehler machte, mit Kubanern über kubanischen/amerikanischen Baseball zu diskutieren). Aber ernsthaft, vom ersten Tag an, haben die Leute aus Havanna, mich willkommen geheißen und mir das Gefühl gegeben, zu Hause zu sein. Nach so vielen Reisen nach Havanna, kann ich ehrlich sagen, dass ich mich in Havanna genauso zuhause fühle, wie in meiner „echten“ Heimatstadt Mt.Pleasant in den USA. Mein größter Wunsch ist es, eines Tages ein Haus in Havanna zu besitzen, so dass es tatsächlich meine Heimatstadt ist, wenigstens auf einer Teilzeit-Basis. Ich erzähle immer: „Mein Zuhause ist in South Carolina aber mein Herz ist in Havanna“. Und ich könnte mir nicht sicherer sein.

Vor ungefähr vier Jahren kaufte ich mir meine erste Kamera und habe mir selbst das Fotografieren beigebracht. Bald danach begann ich Bilder bei Instagram zu posten, die ich bei verschiedenen Trips in Paris, Barcelona, Bogota und Mailand aufgenommen hatte. Dann, in 2012, begann ich meine Havanna Bilder auf Instagram zu posten. Das Feedback und die Rückmeldung der Instagram Community war überwältigend. Ich war hin und weg von dem ehrlichen Interesse und der positiven Unterstützung, ausgelöst durch meine Bilder. Bis heute reagiere ich sehr bescheiden auf das Feedback und die Unterstützung, die ich von meinen Freunden in der Instagram Community bekommen habe. Mittlerweile poste ich regelmäßig Bilder. Meine wahre Liebe und Leidenschaft ist vor allem die „Street Photography“. Ich kann behaupten, dass es für Street Photography keine geeignetere Stadt als Havanna gibt.

Jetzt hoffe ich, dass ihr die Orte und Bilder Havannas genießt, die ich für diesen Beitrag ausgesucht habe. Die Plätze sind vielfältig und für jeden sollte etwas dabei sein. Wenn ihr daran interessiert seid, mehr von meinen Havanna Bildern zu sehen, könnt ihr sie entweder auf Instagram unter meinem Profil @low843 oder auf meiner Webseite www.cubagraphy.com finden. Ich hoffe wirklich, dass es euch gefällt, Havanna durch meine „Linse“ zu erleben – aber noch wichtiger, durch mein Herz.

1. El Malecón
Streng genommen ist „El Malecón“, auch bekannt als Avenida de Maceo, eine breite Fahrbahn und Ufermauer, die acht Kilometer lang am Wasser von Havanna entlangführt. Aber ich war noch nie jemand für Formalitäten, deshalb bevorzuge ich es, El Malecón als das wahre Herz von Havanna zu beschreiben. Wenn die Nachbarschaften von La Habana Vieja, wie Centro Habana, El Vedado und andere, den Körper von Havanna ausmachen, ist das Herz der Stadt El Malecón. Ich habe und werde immer wieder viele Vormittage und Nachmittage mit Spaziergängen und Fotografieren an der Malecón verbringen. Egal, ob ich die einheimischen Kinder beobachte, die vom Ufer ins Wasser springen oder den schönsten Sonnenuntergang genieße, den ich je gesehen habe – wenn ich nur für einen Stop in Havanna Zeit hätte, würde ich mich jedes Mal dafür entscheiden, zum Malecón zu fahren.

1 El Maleco¦ün

2. Centro Habana
Während die große Mehrheit der Touristen in Havanna eher nach „La Habana Vieja“ strömen, bevorzuge ich es, in „Centro Habana“ zu fotografieren. Zugegeben, Centro Habana ist keine typische, touristische Gegend und auch nicht die schönste Nachbarschaft Havannas, aber wenn man das echte Havanna sehen und fotografieren möchte, ist es dort zu finden. Centro Habana repräsentiert alles, was ich an Havanna liebe. Hier gibt es mehr als genug Architektur und alte Autos zu fotografieren, das Wichtigste für mich sind jedoch die aufrichtigen, intelligenten und leidenschaftlichen Menschen. Ich werde immer wieder gefragt, was ich am meisten an Havanna liebe. Diese Frage ist für mich sehr einfach zu beantworten: Es sind die wunderbaren Menschen, die diese Stadt so schön machen.

2 Centro Habana

3. Paseo del Prado
Der „Paseo del Prado“ ist eine Allee in Havanna, die als Trennlinie zwischen Centro Habana und La Habana Vieja dient. Einfach gesagt, Paseo del Prado ist Havanna in seiner schönsten Form. Von der mit Bäumen umgebenen Promenade bis hin zur schönsten Architektur ganz Havannas,  ist der Paseo del Prado ein absolutes Muss in jedem Havanna-Urlaub. Am schönsten ist hier ein Besuch an einem Samstag, denn dann verwandelt sich die Promenade in einen lokalen Kunst- und Handwerksmarkt.

3 Paseo del Prado (2nd image)

4. El Capitolio und dessen Umgebung
„El Capitolio“, Havannas nationales Regierungsgebäude, war bis zum Ende der Kubanischen Revolution in 1959 Sitz der kubanischen Regierung. Das Gebäude wurde im Jahr 1929 fertiggestellt. Als Vorbild galt das Regierungsgebäude der Vereinigten Staaten in Washington, D.C. Heute befindet sich Kubas „Academy of Sciences“ in diesem Gebäude. Auch wenn es aktuell noch renoviert wird, ist es ein Must-See in Havanna.

4 El Capitolio

5. Calle San Lázaro
Es ist nicht wirklich ein Geheimnis, dass Kuba für seine klassischen, amerikanischen Autos bekannt ist. Man kann sie in fast jeder Straße Havannas finden. Um diese Schmuckstücke zu fotografieren, gehe ich in meine Lieblingsstraße, die „Calle San Lázaro“ im Zentrum Habanas. Sie ist nicht wirklich das, was ich unter einem typischen Touristenschauplatz verstehe, aber definitiv mein erster Halt, um diese wunderschönen Autos zu fotografieren.

5 Calle San La¦üzaro

6. Plaza de La Revolución
Der „Plaza de la Revolución“ ist ein weiteres Highlight Havannas. Hier wurden einige der historischsten Reden, darunter auch viele von Fidel Castros, gehalten. Erst kürzlich sprach hier auch Papst Franziskus vor hunderttausend, applaudierenden Kubanern. Der Platz ist von Statuen der zwei  beliebtesten Revolutionshelden,  Che Guevara und Camillo Cienfuegos, flankiert.

6 Plaza de le Revolucio¦ün

7. Morro Festung/Morro Turm (Leuchtturm)
Auch bekannt als „Castillo de los Tres Reyes Magos del Morro“ bewacht die Morro Festung den Eingang nach Havanna Bay. Hier befindet sich wohl Havannas bekanntestes Wahrzeichen, der „El Morro“ Leuchtturm. Man hat die Stadt nicht richtig erlebt, wenn man nicht mit mindestens einem Foto von El Morro nach Hause käme. Man sollte unbedingt einen Ausflug zu der Morro Festung einplanen. Wenn der kurze Aufstieg an die Spitze des El Morros geschafft ist, wird man mit einem einzigartigen und atemberaubenden Ausblick auf Havanna belohnt, den der durchschnittliche Tourist nicht oft zu sehen bekommt.

7 Morro Castle (2nd Option)

8. Barrio Chino
Das „Barrio Chino“ ist Havannas Chinatown. Viele Menschen wussten nicht, dass Havanna einst Heimat für Lateinamerikas größte chinesische Gemeinschaft war. Das Viertel besteht aus etwa zwei Blöcken in Centro Habana. Es ist nicht nur für die besten chinesischen Restaurants bekannt, sondern auch für die interessante Architektur, insbesondere Havannas Flatiron Gebäuden.

8 Barrio Chino

9. Plaza de la Catedral
Der „Plaza de la Catedral“ in der Altstadt Havannas ist einer von fünf Hauptschauplätzen der Stadt und Standort der berühmten „Catedral de San Cristóbal de La Habana“. Sie ist oft einer der erster Stops für Touristen, die ihren Urlaub auf Kuba verbringen. Hier kann man das kubanische Leben erleben und ein Bild mit Havannas Einheimischen erhaschen.

9 Plaza de la Catedral

10. Calle Obispo
Die „Calle Obispo“ in La Habana Vieja hat einfach alles… Architektur, Geschichte, Restaurants, Unterhaltung, Shopping und vieles mehr. Hier befinden sich zwei weitere berühmte Touristen-Stops in Havanna: El Floridita (berühmt für seine Daiquiris) und das Hotel Ambose Mundos (Ernest Hemingways Zuhause für sieben Jahre in den 1930ern.). Die Calle Obispo vereinigt ganz Havanna. Je weiter die Sonne untergeht, desto mehr erwacht die Calle Obispo zum Leben.

10 Calle Obispo

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Ein Kommentar

  • Traveler Story sagt:

    Das sind wirklich tolle Bilder! Ich selbst bin seit einem halben Jahr unterwegs und erzähle auf meinem Reiseblog davon. Leider hat die Zeit diesmal für Kuba nicht gereicht, aber da würde ich wirklich sehr gern mal hin – obwohl es für einen Geheimtipp leider schon zu spät ist, fürchte ich. Wie man hört haben vor allem die Europäer Kuba als ihre letzte Abenteuer-Bastion auserkoren!

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