Tokyo: Sushi, Soba, Sumo-Eintopf

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 16. November 2017 | Aus der Ferne | Keine Kommentare

Mehr Sterne als Paris: Tokyos Gastro-Szene gehört zur besten der Welt. Mehr als 100.000 Restaurants machen die Stadt zu einem Paradies für Foodies und Gourmets. Doch trotz Michelin-Auszeichnungen bietet die Gourmet-Metropole der Welt erstklassiges Essen nicht nur zu hohen Preisen an.

Tokyo – die Gourmet-Hauptstadt in Asien

Auch wenn es die Pariser nicht gerne hören: Die Stadt mit den meisten Sterne-Restaurants weltweit ist Tokyo. 217-mal verliehen die Tester des renommierten Gastroführers Michelin die begehrte Auszeichnung in der japanischen Hauptstadt, 13-mal gab es mit drei Sternen gar die höchste Auszeichnung. Gut essen kann man aber nicht nur in den teuren Gourmetlokalen.

Das beste Sashimi der Stadt, manche behaupten gar der Welt, gibt es im berühmten Tokyoter Fischmarkt Tsukiji. Wo täglich an die 2000 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte den Besitzer wechseln, hat das Sushi Dai seine Zelte aufgestellt. Thunfisch, Makrele oder Red Snapper für die kleinen Reishäppchen bekommt der Sushimeister frisch von den Marktständen. Das ist so geschmacksintensiv, dass man auf Sojasauce gern verzichtet.

Dem ultimativen Sushi-Erlebnis sind allerdings zwei Hürden gesetzt. Der kleine Laden hat nur 13 Sitzplätze – Wartezeiten von zwei Stunden sind keine Seltenheit. Und: Die Marktleitung gewährt nur 120 Touristen pro Tag Einlass, weswegen Fischverrückte sich bereits um 4 Uhr morgens in die Schlange reihen.

Lange auf einen Tisch warten muss man auch im Tsuta im Stadtteil Sugamo. Die Nudelbar von der Größe einer Imbiss-Stube serviert, durchaus üblich in Japan, ausschließlich Ramen-und Soba-Suppen – mit Schweinefleisch und Bambussprossen, mit Tofu und Algenblättern oder mit Shrimps und Thaispargel. Die neun Sitzplätze sind durchgehend belegt, erst recht seitdem die Suppenküche mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde.

Der Tokyo Tower, welcher mit seinem markanten Aussehen die Skyline Tokyos prägt, wurde nach dem Vorbild des Eiffelturms errichtet. Auf der Aussichtsplattform des Towers in 250 Meter Höhe bietet sich ein atemberaubender Ausblick über die Dächer der Stadt.

In Shibuya ist immer was los. Der Stadtbezirk zählt zu den buntesten und lebhaftesten Teilen Tokyos und bietet unzählige Shoppingmöglichkeiten und Nachtclubs - Langeweile kommt hier garantiert nicht auf.
Die japanische Küche ist viel mehr als nur roher Fisch. Wer nach Japan reist sollte sich Ramen, ein japanisches Nudelsuppen-Gericht, auf keinen Fall entgehen lassen!

Photo by j on Unsplash

Tokyo ist der größte Ballungsraum der Welt - im Ballungsraum der Stadt leben 37 Millionen Menschen. Doch nicht nur die Größe der Stadt ist beeindruckend, auch ihr enormer Facetten-Reichtum macht eine Tokyo-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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Wollen Japaner nach der Arbeit etwas trinken und eine Kleinigkeit essen, führt sie ihr Weg in aller Regel in ein Izakaya – zu erkennen an der roten Laterne vorm Eingang. Die einfachen Restaurants bieten Dutzende von Gerichten, die die Köche in der Mitte des Raums vor den Augen der Gäste zubereiten.

Das Ikkon im Ausgeh-Viertel Akasaka ist bekannt für seine Tempura-Spezialitäten: Fische, Pilze und Gemüse werden in einem dickflüssigen Teig aus Reismehl gewendet und goldgelb frittiert. Zur fetthaltigen Speise gibt es Reiswein – und zur fortgeschrittenen Stunde Karaoke-Einsätze der Gäste.

Essen wie die Sumo-Ringer

Gelten Tempura als fettig, dann ist Chanko-Nabe eine wahre Kalorienbombe. Der herzhafte Eintopf aus Geflügel, Meeresfrüchten und Gemüse, angereichert mit kohlenhydrathaltigen Kartoffeln, Nudeln und Reis, ist die bevorzugte Speise der Sumo-Ringer. Die Top-Stars leeren davon zehn Teller pro Mahlzeit, um auf ihr Kampfgewicht zu kommen. Im Kapo Yoshiba hat der Inhaber – selbst ehemaliger Sumo-Kämpfer – aber nichts dagegen, wenn sich auch Touristen um den Eintopf versammeln.

Die Tische des Restaurants am Yokoamicho Park gruppieren sich um den Dohyo, den Sumo-Ring, wo während des Mahls traditionelle Lieder vorgetragen werden. Basis des Chanko-Nabe ist eine Hühnerbrühe, die mehr als zehn Stunden gekocht hat. Gewürzt wird mit Salz, Sojasauce, Miso oder scharfem Miso.

Voll im Trend sind in Tokyo auch Themenrestaurants – je schriller, desto besser. Das Alcatraz macht da keine Ausnahme: Wer hier den Kellner rufen will, schlägt mit dem Napf gegen die Gitterstäbe. Das Restaurant sieht aus wie der Todestrakt in Alcatraz. Die Gäste sitzen in Handschellen auf dem Boden der kargen Zellen – und die Kellner tragen Uniform und Schlagstöcke. Das Essen ist international – und die Qualität wie aus einer Gefängnisküche.

 

 

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