10 funkelnde Orte für Sternegucker und Hobby-Astronomen

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 20. Juli 2017 | Aus der Ferne | Ein Kommentar

Oftmals liegen die schönsten Dinge im Leben direkt vor unseren Füßen – oder wie in diesem Fall, über uns. Sobald es dunkel ist, reicht schon ein kurzer Blick nach oben und eines der spektakulärsten Naturschauspiele ist zu erblicken: Sterne – und zwar überall! Eine Fülle an Himmelskörpern, die seelenruhig am Nachthimmel funkeln. Da heute internationaler Tag der Weltraumforschung ist, stellen wir dir 10 Orte vor, an denen du den Sternenhimmel und die Milchstraße noch nie klarer gesehen hast!

Schon gewusst? Der Mond ist – ironischerweise - besser erforscht als die Ozeane unserer Erde. Doch die Faszination des Weltalls packt nicht nur Astronomen. Immer häufiger sind (Hobby-)Fotografen auf der Suche nach idealen Plätzen, um die Milchstraße und andere Himmelskörper für die Ewigkeit festzuhalten. Die Herausforderung: Es muss absolute Dunkelheit herrschen ohne jegliche bzw. geringe Lichtverschmutzung, um die Sterne möglichst klar abzulichten. Einer dieser Orte ist die Karoo Wüste in Südafrika, in der oft weit und breit keine Menschenseele ist.

Im Herzen von Down Under: Mitten im Zentrum des Uluru-Kata-Tjuta-Nationalparks liegt eines der wohl bekanntesten Wahrzeichen Australiens – der Ayers Rock oder auch Uluru. Schon während dem Sonnenuntergang beeindruckt der 350 Meter hohe Inselberg inmitten des australischen Outbacks in strahlenden Rottönen. Wer in der trockenen Wüstenlandschaft noch länger verweilt, kann in der Nacht den funkelnden Sternenhimmel über dem Berg in atemberaubender Kulisse genießen. Aber vorsicht - hier kann es nachts ganz schön abkühlen!

Es wird eisig! In den Wintermonaten lassen sich im nord-finnischen Lappland gleich zwei Spektakel am Nachthimmel erleben. Neben dem von Sternen übersäten Himmelszelt bietet sich die Chance Polarlichter zu sehen! In einer meist gelbgrünen Farbe flackert das Licht am Firmament in klaren Nächten auf und begeistert jedes Jahr aufs Neue eine Vielzahl an Besuchern. Lappland eignet sich außerdem perfekt für eine Hunde- und Motorschlittentour oder einer Übernachtung im Iglu.

Auch auf den kanarischen Inseln lassen sich die Sterne bewundern – und das in faszinierender Umgebung. Neben Observatorien auf Teneriffa bietet sich auf der Nachbarinsel La Palma auf dem über 2.400 Meter hohen Roque de los Muchachos ein unvergesslicher Blick in den Nachthimmel. Am Hang des Berges sammelt sich bereits eine Vielzahl an Sternwarten die zum Forschungsinstitut European Northern Observatory gehören. Wer eine Auszeit vom Strand braucht, kann die Sternwarten bei einer Führung besichtigen.

Wusstest du, dass es rund um den Globus verschiedenste Sternenparks gibt? Sie sind zu Forschungszwecken und gegen die Lichtverschmutzung extra ausgewiesen. So lässt sich auch auf der Südinsel von Neuseeland am türkisfarbenen Lake Tekapo das Ende der Milchstraße erkennen. An der beliebten Anlaufstationen für Hobbyastronome und Astro-Fotografen bietet sich ein umfangreicher Blick in den glasklaren Sternenhimmel. Für ein besonderes Szenenbild in der Nacht ist vor allem die Church of the Good Shepard am südlichsten Punkt des Sees ein beliebtes Fotomotiv.

Der Berg ruft: In den französischen Pyrenäen ist der Pic du Midi de Bigorre ein beliebtes Ausflugsziel bei Touristen. Das 2.877 Meter hohe Bergmassiv bietet schon tagsüber ein beeindruckendes Panorama über die Bergketten von denen mehrere Dreitausender hoch in den Himmel ragen. Ein weiterer Grund für einen Ausflug auf den Gipfel: Die dort stationierte Sternwarte lädt zu Beobachtungen durch professionelle Teleskope ein. Erreichbar ist die Station ganz einfach mit der Seilbahn. In jeder Jahreszeit, egal ob Tag oder Nacht, Sonnenauf- oder Sonnenuntergang – dieser Ausflug wird unvergesslich!

Warum leuchten eigentlich Sterne?! Kaum vorzustellen, aber sie sind eigentlich Sonnen, die einfach nur extrem weit von der Erde entfernt liegen. Und in der Atacama Wüste in Chile kannst du mehr funkelnden Himmelskörper als jemals zuvor ohne Probleme erkennen. Als eine der trockensten, einsamsten und höchstgelegensten Orte weltweit herrschen hier die perfekten Bedingungen zum Sternegucken. Doch auch am Tag bietet die Region weitere spannende Ausflugsziele. Wie wäre es mit einem Bad in den Wüstenoasen von Puritama oder einer Wanderung zu einem Salzsee auf 4.000 Metern?

Der hellste Stern: Nein, wir reden nicht vom Polarstern! Dieser ist nämlich nur der Hellste in seinem Sternbild – dem kleinen Wagen. Der hellste Stern am Nachthimmel ist Sirius, der im Sternbild Großer Hund mit bloßem Auge zu erkennen ist. Auf dem Kitt Peak in Arizona in den USA befinden sich auf 2.095 Metern Höhe mehrere Teleskope, durch die Besucher bei einer abendlichen Tour die Galaxie ausgiebig beobachten können. Auch tagsüber lohnt sich ein Ausflug auf den Kitt Peak. Von hier hast du einen fantastischen Blick auf die Sonora Wüste, die bis nach Mexiko reicht.

„Only the sky is the limit!“ – Wusstest du, dass es einen höheren Berg gibt, als den Mount Everest? Vorausgesetzt der Meeresspiegel wird ignoriert… Der 4.205 Meter hohe Vulkan Mauna Kea auf Hawaii kommt so nämlich auf eine Höhe von über 10.000 Metern. Bereits vom Visitor Center auf 3.700 Metern legt sich einem der Nachthimmel in seiner schönsten Form zu Füßen. Wer sich hier akklimatisiert, kann sogar noch weiter: Am Gipfel des höchsten Berges von Hawaii befindet sich eine Gruppe von Sternwarten, die zu den bedeutendsten der Welt zählen. Aufgrund der Höhe und schwarztiefen Dunkelheit sind die Sterne hier besonders deutlich zu erkennen.

Selbst während dem Strandurlaub an der Algarve im südlichen Portugal lässt sich der Nachthimmel vielerorts perfekt bewundern. Ein beliebter Ort ist zum Beispiel die private Sternwarte Centro de Observação Astronómica no Algarve (COAA). Hier können Hobby-Astronome durch professionelle Teleskope die Sterne einmal ganz nah sehen. Das Observatorium liegt bei Portimão, nahe Lagos und ist am besten per Mietwagen zu erreichen. Da die Küste nicht weit entfernt ist, lässt sich die freie Zeit tagsüber am Besten an einer der unzähligen kleinen Buchten verbringen, die zur Abkühlung einladen!

 
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Ein Kommentar

  • Markus sagt:

    Ich hatte meine beste „Sternengucken“ Erfahrung in der Nähe von Lake Tekapo, in Queenstown auf dem Coronet Peak. Dort kann man mit viel Glück manchmal Polarlichter entdecken! Die Milchstraße sieht man auch dort an jedem Wolkenlosen Abend/Nacht. Ich finde die Einrichtung solcher „Parks“ wirklich klasse. Dort kann man sogar campen 🙂

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