Top 10 Sri Lanka: Was man gesehen haben muss

von Jens-Jochen Lauff | mehr Artikel von | 7. Juli 2014 | Aus der Ferne | Ein Kommentar

Sri Lanka vereint wie kaum ein anderes Land Natur und Kultur zu einem harmonischen Gesamtbild. Unglaubliche Landschaften, mit hoch aufragenden Bergen von denen sich tosende Wasserfälle stürzen, immergrüne Hügel der Teeplantagen im Hochland, schier undurchdringlicher Regenwald mit seiner tropischen Blütenpracht oder die endlosen Sandstrände an den Küsten. Ferner faszinierende, jahrtausendealte Monumente aus Stein, die ein reiches kulturelles Zeugnis der weltlichen und religiösen Vergangenheit der Insel ablegen und alle zum UNESCO Welterbe zählen. Dazu kommt die allgegenwärtige Gastfreundschaft und die warme Herzlichkeit der Bevölkerung. Sri Lanka verdient zu Recht den Beinamen: “Perle im Indischen Ozean”.

Hier meine persönliche Top 10 Liste der orte, die man in Sri Lanka unbedingt besucht haben muss:

Top 10: Elefantenhort Pinnawela

Alte Arbeitselefanten, die hier ihr Gnadenbrot genießen oder auch Elefanten-Waisenkinder finden hier ein geschütztes Zuhause. Regelmäßig finden in der Aufzuchtstation Fütterungen der kleinen Elefanten mit der Flasche statt. Zweimal täglich – gegen 10 Uhr und gegen 14 Uhr – wird die große Herde zum nahen Fluß, einer der Quellflüsse des Maha Oya, getrieben um zu Baden. Beeindruckend, wie die Mahuts gemeinsam mit den Dickhäutern im Wasser planschen. Man kann den Tieren ansehen, wie sie das Bad genießen und besonders die kleinen Elefanten tollen übermütig herum. In einer kleinen Manufaktur am Wegesrand gibt es etwas ganz Besonderes zu entdecken und zu kaufen, was es nur hier gibt: Handgeschöpfte Papierprodukte, die mit einem aufwändigen Prozess aus dem faserhaltigen Elefantendung hergestellt werden.

Sri_Lanka_Pinnawela_©by-JJL

Top 9: Höhlentempel von Dambulla

Fünf nebeneinanderliegende, in den Felsen gehauene Höhlen beherbergen 153 unterschiedliche Buddhastatuen, die ältesten sind über 2000 Jahre alt und gehen auf einen aus der alten Hauptstadt vertriebenen König zurück, der sich hier versteckt hielt. Eine der weltlichen Statuen in der Höhle zeigen den Herrscher selbst. Die Höhlen sind mit wertvollen Wandmalereien verziert. Die Höhlenanlage oberhalb der kleinen Stadt Dambulla ist über eine breite Treppe zu erreichen. Vom Vorplatz der Höhlen hat man einen wunderbaren Ausblick über die Landschaft aus Wald, Feldern und kleinen Dörfern bis hin zum Kandalama-See. Am Fuß des Berges liegt der dazugehörige Tempelkomplex, der von einem großen, goldenen Buddha überragt wird.

Sri_Lanka_Dambulla_©by-JJL

Top 8: Zahntempel in Kandy

Hier wird das höchste buddhistische Heiligtum Sri Lankas aufbewahrt, ein Zahn Buddhas. Jeden Abend wird im Rahmen einer Zeremonie, die von murmelnden Gebeten und lauten Trommelschlägen begleitet wird die Türe zum innersten Schrein des Tempels geöffnet und gibt den Blick frei auf eine goldene Stupa, die mit Perlen und Edelsteinen reich verziert ist und in dessen Innerstem sich der Zahn befindet. Alljährlich zum Vollmond im August findet hier vom Zahntempel aus die prächtige Kandy Perahera statt, eine Prozession, bei der die Reliquie von geschmückten Elefanten, begleitet von Tänzern in traditionellen Kostümen und von Mönchen durch die Stadt getragen wird. Dies ist das größte und wichtigste religiöse Fest in Sri Lanka, und wer die Gelegenheit hat, sollte dann nach Kandy kommen um sich das Spektakel anzusehen.

Sri_Lanka_KandyZahntempel_©by-JJL

Top 7: Yala Nationalpark

Dieser größte Nationalpark Sri Lankas liegt im Südosten der Insel und hat weltweit die höchste Dichte an Leoparden. Die Chancen stehen also gut, eine der scheuen Raubkatzen zu Gesicht zu bekommen. Die eleganten Jäger liegen gerne auf einem der großen Felsen in der Abendsonne oder dösen in einer Astgabel eines Baumes. Aber auch zahlreiche andere Säugetiere, wie wilde Elefanten, Büffel, Hirsche, Bären, u.v.m. kann man hier beobachten. Besonders erwähnenswert ist auch die reiche Vogelwelt. Erfahrene Wildhüter begleiten die Jeeps während der Safari. Wer gerne innerhalb des Parks übernachten möchte, für den empfiehlt sich das Cinnamon Wild Yala, mit seinen komfortablen Bungalows und einem Aussichtsturm für die Tierbeobachtungen.

Sri_Lanka_Yala_©by-JJL

Top 6: Anuradhapura

Die Überreste der ersten Hauptstadt des alten Königreiches, die bereits vor 2.450 Jahren gegründet wurde. Wie in einer verzauberten Welt sind manche Ruinen auf dem 20 qkm großen Areal noch von dichtem Dschungel überwuchert, andere wiederum wurden bereits freigelegt und sind den Besuchern zugänglich. Besonders sehenswert sind natürlich die großen Dagobas, oder der Pool des alten Königspalastes. In Anuradhapura steht auch der mit 2200 Jahren älteste Baum der Welt. Der Legende nach ein direkter Ableger des Bodhi-Baumes in Indien, unter dem Buddha meditiert hat und schliesslich die Erleuchtung fand. Empfehlenswert ist auch ein Abstecher ins benachbarte Kloster Mihintale mit seiner weithin sichtbaren großen weissen Dagoba.

Sri_Lanka_Anuradhapura_©by-JJL

Top 5: Horton Plains und World’s End

Der etwas holprige Wanderweg über die Hochebene Horton Plains geht vorbei an uralten Rhododendren und im dichten Wildgras versteckten Wasserläufen. Mit etwas Glück kann man Affen durch die Baumwipfel turnen sehen, Schmetterlinge tanzen in der Luft und seltene Sambal-Hirsche stehen auf einer Lichtung. Auf halber Wegstrecke der insgesamt vier bis fünf Stunden dauernden Rundwanderung liegen zwei spektakuläre Aussichtsplateaus: „World’s End“ und „Little World’s End“. Beide Male geht es fast senkrecht in den Abgrund und man genießt einen phantastischen Ausblick, bei guter Sicht sogar bis zum Gipfel des Adams Peak. Je nach Wetterlage ist man sogar über den Wolken. Der Rückweg führt vorbei an den wildromantischen Wasserfällen „Baker Fall’s“, wo sich eine kurze Rast lohnt.

Sri_Lanka_HortonPlainsWorldsEnd_©by-JJL

Top 4: Polonnaruwa

Im Jahr 1070 wurde nach der Zerstörung Anuradhapuras die Inselhauptstadt hierher verlegt. Die Überreste der Paläste und Tempel zeugen von der Größe und Macht des alten Königreiches, obwohl Polonnaruwa nur gut 200 Jahre als Königssitz genutzt wurde. Besonders beeindruckend sind die meterdicken Mauerreste des Palastes und der heilige Gal Vihara mit seinen vier riesigen Buddhastatuen, die in einem Stück aus dem Granitfelsen herausgeschlagen wurden. Die ca. 5 qm große Gesamtanlage kann am besten mit dem Fahrrad erkundet werden. Etwas außerhalb am großen Wasserreservoir ist ein kleines Museum, in dem ein Modell des Königspalastes steht, das einen Eindruck vermittelt von der Größe der Gesamtanlage.

Sri_Lanka_Polonnaruwa_©by-JJL

Top 3: Hiriwaduna

Ganz in der Nähe von Habarana liegt dieses bäuerliche Dorf an einem kleinen See. Hier kann man Land, Leute und Natur hautnah erleben. Mit einem kleinen Katamaran-Paddelboot gleitet man fast lautlos durch die Sumpflandschaft und kann dabei u.a. Seeadler und Krokodile beobachten. Dann geht es zu Fuß weiter durch Reisfelder, wo Bauern mit dem Ochsenkarren pflügen und an Feldern vorbei, wo Obst und Gemüse angebaut wird. Zu Gast bei einer der dort ansässigen Familien hat man dann Gelegenheit lokale Gerichte zu kosten und zu sehen, wie die Landbevölkerung lebt.

Sri_Lanka_Hiriwaduna

Top 2: Sigiriya:

Der Fels-Monolith, auf dessen Gipfel sich die Ruinen eines Königspalastes befinden, ragt gut 200 Meter aus dem umgebenden Dschungel hervor. Über unzählige Treppen und eine Galerie am Fels erreicht man auf halber Höhe die berühmten Fresken der Wolkenmädchen. Diese Wandmalereien sind ca. 1.500 Jahre alt. Oberhalb, auf einem kleinen Plateau markieren zwei riesengroße Löwentatzen den eigentlichen Aufgang zum Palast. Dies verlieh der Anlage auch den geläufigen Beinamen „Löwenfelsen“. Der anstrengende Aufstieg bis ganz hoch zum Gipfel lohnt sich auf alle Fälle, ist allerdings nur etwas für schwindelfreie und konditionierte Besucher. Der 360° Ausblick ist allerdings außerordentlich spektakulär und entschädigt für die Anstrengung.

Sri_Lanka_Sigiriya_©by-JJL

Top 1: Zugfahrt ins Hochland

Spektakulär windet sich der Zug über Viadukte und vorbei an kleinen Dörfern durch die immergrünen Teeplantagen ins Hochland. Zwischen den in Reihen gepflanzten Teebüschen leuchten wie schillernd bunte Blüten die kräftig roten, blauen und gelb gemusterten Saris der tamilischen Teepflückerinnen. Der Zug fährt von Kandy (Bahnhof Peradeniya) bis zur Endstation in Badulla. Die Strecke von Nawalapiriya über Hatton bis nach Nanu-Oya ist am beeindruckendsten. Wer jedoch die Zeit hat, sollte es sich nicht nehmen lassen die komplette Fahrt zu unternehmen. Eine gelungene Abrundung der Eisenbahnfahrt bildet eine kleine Wanderung durch die Teefelder in der Nähe von Nuwara Eliya. Ein paar luxuriöse Tage im Luftkurort lassen sich ideal im Hotel Heritance Tea Factory verbringen, wie der Name schon verrät: Eine zum Luxus-Hotel umgebaute Teefabrik und einer meiner Lieblingsorte in Sri Lanka.

Sri_Lanka_Zugfahrt_©by-JJL

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Jens-Jochen Lauff

Jens-Jochen Lauff [Mitarbeiter]

Produktmanager Asien, Arabien, Indischer Ozean bei Thomas Cook AG
Seit 1995 bei Neckermann/Thomas Cook in verschiedenen Positionen, u.a. Auslandseinatz in Thailand, im Produktmanagement Kreuzfahrten und seit über 10 Jahren im Produktmanagement Fernreisen.
Jens-Jochen Lauff

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