Schwarzer Sand & weiße Tiger - Unterwegs auf Lanzarote

von Silvia Bellmann | mehr Artikel von | 20. August 2015 | Aus den Reisebüros, Hoteltipps | 3 Kommentare

Im April 2015 reiste ich mit meiner Familie auf die Vulkaninsel Lanzarote. Mir war bekannt, dass Lanzarote eine polarisierende Insel ist. Die Einen lieben sie und die Anderen wiederum nicht. Also habe ich mich selbst einmal überzeugt.

Ein kleiner VW Polo war unser treuer Begleiter in dieser Woche. Insgesamt fuhren wir ca. 700 km quer über die Insel. Bei Dieselpreisen von 99 Cent pro Liter ist dies ein relativ preisgünstiges Fortbewegungsmittel.

Untergebracht waren wir in einem schönen Bungalow des Iberostar La Bocayna Village. Diese kleine Anlage befindet sich im Süden der Insel an der Playa Blanca. Schöne Bungalows mit einer großen Terrasse und teilweise mit Grill und Whirlpool laden auch am Abend zum Verweilen ein.

Iberostar La Bocayna Village

Zu Fuß kann man über die Hügel in ca. 20 Minuten die berühmten Papagayo Strände besuchen. Unweit der Anlage auf den Felsen über dem Meer hat man einen wunderschönen Ausblick auf die gesamte Südküste.

Playa Blanca

Immer wieder Sonntags findet in der alten Hauptstadt Teguise ein Wochenmarkt statt. Bereits vor dem Ortseingang wird man von freundlichen Einweisern auf riesige Parkplätze geleitet auf denen man kostengünstig seinen Mietwagen abstellen kann. Ein paar hundert Meter vom Parkplatz beginnt das bunte Markttreiben in den vielen kleinen Gassen. Auf dem Kirchenvorplatz sorgt eine Band und eine Flamenco Tänzerin für die Unterhaltung der Marktbesucher. An jeder Ecke gibt es einheimische Köstlichkeiten sowie jede Menge Kunsthandwerk. Auch für die kleinen Marktbesucher gibt es einen großen Spielplatz. Auch sehr gepflegte öffentliche Toiletten stehen den Besuchern zur Verfügung.

Wir haben an einem anderen Tag diese schöne Stadt erneut besucht und uns in einer gemütlichen, kleinen Bodega ein typisch kanarisches Mittagessen gegönnt. Ein einheimischer Maler gesellte sich an den Nachbartisch. Wir kamen ins Gespräch und kauften eines seiner kleinen Bilder mit Impressionen der Insel. Wie ich finde, ein sehr schönes Souvenir.

César Manrique

An diesem Mann führt bei einem Urlaub auf Lanzarote kein Weg vorbei. Er hat mit seiner Kunst die Insel und deren Architektur nachhaltig geprägt. Natürlich durfte ein Besuch der „Fundation César Manrique“ nicht fehlen. In dem ehemaligen Wohnhaus des Künstlers beeindruckt die Harmonie zwischen der rauen Vulkanlandschaft und wohnlicher Architektur. Es lohnt sich der Kauf eines Kombitickets für die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Insel. In den „Chameos del Agua“ kann man mit etwas Glück die kleinen Albinokrebse bewundern. Sonst kommen diese Krebse nur in ozeanischen Tiefen von ca. 2000 m  vor.

Chameos del Agua

Fährt man weiter in Richtung Norden, gelangt man an den, ebenfalls von César Manrique geschaffenen Aussichtspunkt „Mirador del Rio“. Von hier hat man einen fantastischen Ausblick auf das Meer und die vorgelagerte Insel La Graciosa.

Timanfaya Nationalpark

Ein Muss ist ebenfalls der Timanfaya Nationalpark. Es ist zwar Massenabfertigung, jedoch sehr interessant. Den Mietwagen muss man auf dem Parkplatz abstellen. Von dort fahren große Busse für ca. 30-45 Minuten durch die bizarre Vulkanlandschaft der Feuerberge. Erklärungen gibt es auf Englisch, Deutsch und Spanisch. Neben der einzigartigen Landschaft sind auch die Fahrkünste der Busfahrer sehr beeindruckend. Hier wird einem einmal mehr bewusst, das der Mensch gegenüber den Naturgewalten nur wenig Einfluss hat. Wer Hunger bekommt, kann über dem Vulkanfeuer gegrillte Köstlichkeiten im Restaurant „El Diabolo“ genießen. Auch hier hat bei der Gestaltung wieder César Manrique gewirkt. Wer es etwas individueller und ruhiger mag, gönnt sich den Ritt auf einem Dromedar durch die Feuerberge.

Dromedare in den Feuerbergen

Rancho Texas Parque

Für Familien mit Kindern sowie Tierliebhaber kann ich den Rancho Texas Parque in der Nähe von Puerto del Carmen empfehlen. Hier kann man zum Beispiel zwei weiße Tiger bewundern. Eine Raubvogelshow, Lassoshow, Seelöwenshow und eine Papageienshow sorgen für Abwechslung bei den großen und kleinen Besuchern. Ein Wasserpark ist ebenfalls integriert, dieser sorgt an heißen Tagen für die nötige Abkühlung.

Rancho Texas Parque

In Puerto del Carmen gibt es wunderschöne, helle Sandstrände und eine Uferpromenade die zum Bummeln und Flanieren einlädt.

Puerto del Carmen

Spielplätze gibt es ebenfalls zur Genüge. Also sind auch mit Kind viele Ausflüge und Besichtigungen kein Problem. Bei einem Ausflug in die Hauptstadt Arrecife konnten wir zufällig an dem Fest der spanischen Kulturen teilnehmen. Hier feierten spanisch sprachige Völker miteinander ein großes Fest bei dem jeder seine regionalen Köstlichkeiten und Spezialitäten anbot. Musik durfte natürlich  auch nicht fehlen.

Ich finde, Lanzarote ist eine sehr abwechslungsreiche Insel mit schönen Sandstränden, die für jeden Geschmack etwas hat.

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3 Kommentare

  • Ramona Richter sagt:

    Als wir das letzte mal auf den Kanaren waren, war Lanzarote zwar eine Insel ohne großen Sehenswüridkeiten, aber die Strände und Restaurants sind dort echt super! Und es ist ehrlich gesagt ziemlich gut mal einen Kontrast zu den anderen kanarischen Inseln zu haben, ist mal was anderes 🙂

    Liebe Grüße
    Ramona

  • Ute Effenberger sagt:

    Lanzarote die Insel der Gegensätze….Mal Kilometer weiter breiter Strand dann wieder kleine Badebuchten oder Steile Klippen…Weisser Sand, schwarze Strand ….wunderbare saubere Badewasserqualität
    wüst und öd wie in der Wüste dann wieder fruchtbar und grün bewachsen und mitten drin ein Mondlandschaft und Vulkane…einfach unvergesslich- unvergleichbar. Weinberge (allerdings nicht wie gewohnt) Kakteen, Palmen es gibt viel zusehen. und dann die(zwar wenigen)aber unvergleichlichen Ausflugziele Mirador del Rio ,Jameos del Aqua, Cueva es los Verde ,El Golfo die Feuerberger usw.Ue

  • Peter sagt:

    Dafür kann man auf Lanzarote, genauso wie auf Teneriffa, super angeln gehen. Und der Tourismus auf Lanzarote ist nicht so groß wie auf Teneriffa, was nochmal einen Pluspunkt ausmacht 🙂

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