Französischer Charme der Extraklasse in Monaco

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 25. Oktober 2018 | Aus der Nähe | Keine Kommentare

Der unabhängige Stadtstaat an der französischen Côte d‘Azur glänzt mit Dekadenz und Prestige. Bekannt für seine luxuriösen Casinos, Yachthäfen und den Großen Preis von Monaco in der Formel 1 wird jeder schon mal vom zweit kleinsten Staat Europas gehört haben. Wenn du jetzt aber noch mehr von dem tollen Fleckchen Erde wissen möchtest, an dem sich gerne die Reichen und Schönen aufhalten, das Meer gerne mit prachtvollen Yachten erkundet wird und der französische Charme überall zu spüren ist – dann lass dich überraschen!

Glücksspiel

„Rien ne va plus“, ruft der Croupier – und wirft die Kugel in Gegenrichtung zum sich drehenden Rad. Im besten Anzug und mit Schweißperlen auf der Stirn sitze ich am Tisch und beobachte abwechselnd den kleinen silbernen Ball, wie er an den Nummern vorbeitanzt. Und das Tableau, wo meine Jetons auf der 12 und der 7 liegen – mein Geburtstag.

„Vingt-cinq“ – „fünfundzwanzig“ – ruft der Spielleiter und streicht mit seinem Schieber die Jetons ein. Mein Nachbar erhält ein paar Plastikmünzen zurück, ich stehe auf und verlasse den Roulettetisch: „Nichts geht mehr“.

Schillernde Welt der Dekadenz

Das Casino in Monte Carlo ist wohl die bekannteste Spielbank der Welt und eine der Hauptattraktionen im Fürstenturm Monaco. Ein Prachtbau im Stile der Belle Époque, die noch immer den Hauch von Luxus atmet. Für den Eintritt hatte ich 17 Euro hingelegt, zweimal zehn Euro gesetzt und so in nur 20 Minuten 37 Euro verprasst. Nicht viel, um einmal in die schillernde Welt der Dekadenz einzutauchen.

Die gibt es aber auch umsonst zu bestaunen: Draußen am Casinoplatz. Gegen Abend fahren hier Dutzende von Bentleys, Rolls-Royce oder Lamborghinis vor – und entlassen die Reichen und Schönen in ihren Roben und Anzügen. Oder am Hafen Port Hercule, wo die strahlendweißen Yachten in der Abendsonne glänzen. Manche von ihnen sind bis zu 70 Meter lang, da dürfen die Liegegebühren pro Nacht schon mal um die 1200 Euro kosten. Monaco – Europas kleinster Staat mit der größten Bevölkerungsdichte -ist noch immer einer der Hotspot des Internationalen Jet Sets.

Das Casino in Monte Carlo ist die Hauptattraktion im Fürstentum Monaco. 
 Im Casino kann man nicht nur am Roulettetisch sein Glück herausfordern. 
Der schöne Port Hercule - immer dicht bestückt mit weißen Yachten.

Der Fürst trägt Hugo Boss

Das merke ich auch beim Besuch des Métropole Shopping Centers – gleich gegenüber dem Casino gelegen. Auch dieser Bau stammt aus der Belle Époque. Intarsien aus grauem Marmor schmücken die große Eingangshalle, an der Decke schwebt ein gigantischer Kronleuchter, Treppen und Geländer sind kunstvoll verziert mit Schmiedearbeiten. In den 80 Boutiquen finden sich die bekanntesten Brands der Welt: Alessi und Allude, Brioni und Baccarat, Mascaró und Maxmara. Und auch die Kunden sind illuster: Gestern, so versichert mir die Bedienung im Café im Erdgeschoß, habe sie Fürst Albert durch die Halle schreiten sehen. „Ganz normal, ohne Bodyguard, aber mit zwei vollgepackten Tüten von Hugo Boss“. Kein Wunder: Auf die Volkstümlichkeit ihres Monarchen sind die Monegassen mächtig stolz.

Dessen Vater, Fürst Rainier III. ist verantwortlich für eine Sehenswürdigkeit, die am nächsten Tag auf meinem Programm steht: Ein Besuch des Rosengartens von Gracia Patricia, der 1984 in Gedenken an die verstorbene Fürstin und Ex-Hollywoodstar errichtet wurde. Auf 5000 Quadratmetern blühen im Frühjahr und Sommer 6000 Rosenstöcke, eingerahmt von Jahrhunderte alten Olivenbäumen. Der Garten strahlt eine besondere Ruhe aus – ungewöhnlich für die quirlige Metropole. Und noch etwas anderes ist ungewöhnlich: Das Vergnügen ist kostenlos, Eintritt wird nicht erhoben.

Der Blick auf den Yachthafen - ein Ausdruck der Dekadenz des Ortes. 
Der Fürsten Palast Monacos oder auch das Schloss Grimaldi genannt, ist nur eine von vielen Sehenswürdigkeiten, die in Monaco bewundert werden können. 
 

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