Reine Geschmackssache: Süße Stopps im Elsass und den Vogesen

von Hanna E. | mehr Artikel von | 28. Juli 2016 | Aus der Nähe | Keine Kommentare

Ein wahrer Traum für Naschkatzen und Genießer! Von Schokolade über Marmelade zu süßen Lebkuchen – es gibt alles auf der Route du Chocolat et des Douceurs d’Alsace, der Route der Schokolade und der Genüsse im Elsass. Rund 40 Stationen  lassen sich auf der 200 Kilometer langen Strecke, die von Bad Bergzabern in der Südpfalz, über Straßburg und Colmar, bis nach Retzwiller an der französisch-schweizerischen Grenze reicht, besichtigen und verkosten.

Kleine Familienbetriebe, die ihr Naschwerk noch handwerklich produzieren sind ebenso darunter, wie große Fabriken. Unser Geheimtipp für echte Genießer, die gar nicht genug von Schokolade bekommen: Unterwegs warten sogar Schokoladenmassagen und Schokoladenbäder. Aber auch Bäckereien und Patisserien oder Museen wie das Musee du chocolat bei Straßburg oder das Lebkuchenmuseum in Gertwiller hängen an Route.

Mehr als nur Wein und Sauerkraut: Seit ein paar Jahren führt die Route du Chocolat et des Douceurs d’Alsace durch die Region zwischen Rhein und Vogesen
Eine belebende und wohltuende Erfahrung: Eine Massage mit heißer Schokolade.
Wie die Kakaobohne nach Europa kam. Oder aus der bitteren Frucht süße Schokolade wird. Und wie Chocolatiers diese zu kunstvollen Figuren und sündhaft leckere Pralinen verarbeiten: All das zeigt das Schokoladenmuseum bei Straßburg. Neben Exponaten wie alten Kakaomühlen oder Conchiermaschinen gibt es regelmäßige Vorführungen der Schokoladenmeister.

Ein Blick hinter die Kulissen

Fabrice Krencker fischt mit einem Holzlöffel einen kaminroten Klecks aus dem kupfernen Kessel und streicht ihn auf das Glasblättchen. „65 Prozent Zuckergehalt“ stellt er beim Blick durch den Refraktometer zufrieden fest. „Genau richtig“.
Ist der Anteil zu hoch, schmecke die Konfitüre zu süß, ist er zu niedrig, dann hält sie sich nicht lange, erklärt der 56-Jährige den Besuchern seiner kleinen Marmeladenküche Les Confitures du Climont.

Vor rund 30 Jahren hat der Franzose seine Anstellung als Lehrer an den Nagel gehängt – und seine Leidenschaft für den süßen Brotaufstrich zum Beruf gemacht. Mit Erfolg: Für seine „entkernte Himbeere“ heimst er 2010 die Auszeichnung „Bester Confiteur Frankreichs“ ein. Heute produziert der kleine Familienbetrieb in Ranrupt in den Vogesen 200 Kilogramm Konfitüre täglich.

Marmeladenmacher Fabrice Krencker (c) Luca Rahn
Vorsicht! Ab 180 Grad karamellisiert die Marmelade - und bekommt einen leicht bitteren Geschmack. (c) Luca Rahn

Neben den klassischen Fruchtsorten gibt es auch Ausgefallenes wie Faschingsmarmelade mit Konfetti aus Fruchtstücken. Die Hälfte wird im eigenen Geschäft verkauft, 100 weitere Läden – fast alle im Elsass – bieten die handwerklich produzierten Leckereien an.

Die Masse – ein Teil Frucht, ein Teil Zucker – kocht in zwei 100 Jahre alten doppelwandigen Kesseln, der durch Öl erwärmt wird, das zwischen den Wänden fließt. „So gewährleisten wir immer die optimale Temperatur, die zwischen 115 bis 120 Grad liegt“. Das Endprodukt können die Gäste nebenan im hübsch geschmückten Verkaufsraum erstehen. Etwa 35 verschiedenen Sorten hat Krencker im Angebot: Himbeeren und Heidelbeeren, Weißdorn und wilder Apfel, Löwenzahnblüten und Hagebutten.

 

Für alle, die jetzt Hunger bekommen haben, gibt es natürlich auch noch ein Rezept für eine simple, aber sehr leckere Himbeermarmelade:

1 Kilo Himbeeren
1 Vanilleschote
1 Kilo Gelierzucker

Himbeeren und Zucker in einen großen Topf geben und gut vermengen. Anschließend Vanilleschote einschneiden und das Mark herauskratzen. Mark und Schote in den Topf geben. Die Himbeermasse unter ständigem Rühren aufkochen lassen und dann drei Minuten sprudelnd aufkochen. Die Vanilleschote entfernen und die Konfitüre randvoll in vorbereitete saubere Schraubdeckelgläser füllen. Gläser fest verschließen und für zehn Minuten auf den Kopf stellen. Dadurch entsteht ein Vakuum, das die Marmelade länger haltbar macht.

 

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Hanna E.

Hanna E. [Administrator]

Seit Februar 2016 verantworte ich bei Thomas Cook als Online Redakteurin im Bereich Content Marketing die Blogs des Unternehmens. Doch mit dem Reisen verbindet mich nicht nur meine Arbeit, sondern auch meine private Leidenschaft für fremde Kulturen, atemberaubende Landschaften und exotische Gerichte. Obwohl ich bereits in China, Italien und England gelebt habe, nutze ich auch heute noch jede Möglichkeit um Neues zu entdecken.
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