1000 Jahre alt und doch so lebendig: Norwegens Hauptstadt Oslo

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 2. Dezember 2016 | Aus der Nähe | Keine Kommentare

Eine weiche Schneedecke ziert die Vorgärten und Plätze der Stadt. Oslo ist in der Vorweihnachtszeit der Städte-Tipp schlechthin, denn dann entfaltet die Hauptstadt Norwegens ihren besonderen Reiz – etwa bei einem Bummel durch einen der vielen Weihnachtsmärkte: Im Julemarked im Freilichtmuseum bieten über 100 Marktstände Glühwein und Gebäck, Kerzen und Silberschmuck, Textilien und Weihrauch an. Einige Hütten zeigen Weihnachtstraditionen aus den verschiedenen Regionen Norwegens. Für ein Geschenk für die Freunde daheim eignet sich jedoch vielleicht eher der Weihnachtsmarkt in den Hallen des Norwegischen Design- und Architekturzentrums. Junge Designer aus ganz Skandinavien verkaufen ihre neusten Designprodukte wie Kleidung, Schmuck, Taschen, Keramik, Glas oder Leder. Und das Talent skandinavischen Designer ist wirklich nicht umsonst weltweit bekannt!

Apropos Design! Ein wahres Jahrhundertbauwerk und neues Wahrzeichen der Stadt ist die 2008 errichtete Oper am Hafenbecken: Wie riesige, übereinander geschobene Eisschollen ragt das Gebäude aus 38 000 einzelnen Marmorblöcken aus dem Hafenbecken empor. Die Glasfront erscheint dem Betrachter wie eine riesige Gletscherwand – Wirklich beeindruckend, wenn man sich im Ausflugsboot über den Oslofjord dem Hafenbecken nähert.

Die Skyline von Oslo im Winter.
Der Julemarked im Freilichtmuseum. (c) Visit Oslo
Das Barrestaurant Rorbua an der neuen Marina. (c) Rorbua
Winterpark im Ski-Resort Holmenkollen. (c) Visit Oslo

Danach bietet sich ein kleiner Spaziergang entlang der Hafenpromenade Aker Brygge an. Und das nicht nur, weil hier im Edvard Munch-Museum mit „Der Schrei“ eines der weltberühmtesten Gemälde besichtigt werden kann. Das ehemalige Fischerviertel hat sich mit seinen unzähligem Restaurants und Bars zu einem absoluten Trendviertel gemausert. Ein heißer Tipp ist das Rorbua an der neuen Marina. Das im Stil einer Fischerkate eingerichtet Barrestaurant kredenzt in lockerer Atmosphäre modern interpretierte nordische Gerichte wie herzhaften Fischpudding oder Lutefisk – ein Dorsch in einer Beize aus Birkenasche. Wirklich außergewöhnlich!

Auch wenn die Osloer Nächte kürzer sind als anderswo, haben sie einiges zu bieten. Im Nordosten liegt das Viertel Grünerløkka, früher ein Arbeiterquartier, heute ein begehrter Szenetreffpunkt. Mit der größten Cafestuhl-Dichte der Stadt verströmt das Quartier mit seinen Bars und Cafes, Musikclubs und Second-Hand-Läden, Souvenirshops und frechen Designerboutiquen ein hippes, alternatives Flair. Ein absoluter Pflichtstopp ist das Thorvald Meyers Gate. An der Hauptschlagader des Quartiers reiht sich Bar an Bar, darunter auch The Nighthawk Diner des Musikers, Kochs und Filmregisseurs Jan Vardøen, dessen Salbei-Chili-Würstchen ein Genuss sind. Den Lokalmatador trifft man abends im Cross Road Club an der Bar bei einem Glas Bier oder auf der Bühne mit seiner Country-Band.

Neben dem ganzen Städtebummel bleibt in Oslo der Wintersport aber auch nicht auf der Strecke. Das Ski-Resort Holmenkollen erreicht man vom Stadtzentrum bequem in 30 Minuten mit der U-Bahn. Dort warten kilometerlange und abends beleuchtete Langlaufpfade. Wer es rasanter mag, der stürzt auf Skiern, Snowboard oder Schlitten die Hänge des Tryvann Winterparks hinunter oder wagt einen Sprung von der berühmten 60 Meter hohen Schanze am Holmenkollen – natürlich nur im Sprungsimulator.

 

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