Montenegro: Die schönste Seite des Balkans

von Reiseblog-Redaktion | mehr Artikel von | 20. September 2018 | Aus der Nähe | Keine Kommentare

Reißende Flüsse, romantische Fischerdörfer und einsame Strände: Das Reiseland an der Adria steigt zum Top-Ziel für Europa-Urlauber auf – Montenegro! Dort gibt es so Einiges zu entdecken und bewundern, nicht um sonst ist das Land so beliebt. Von Kultur über wunderbare Landschaften bis hin zu tollen Stränden und Partylocations – für jedes Reiseherz ist etwas dabei. Also lasst euch inspirieren und verliebt euch in das tolle Land!

Die reißende Tara – ein Paradies für Rafting-Sportler

Mit aller Kraft stemmt sich Miki Pentec gegen die fünf Meter lange Ruderstange. Weiße Gischt schwappt über die Fichtenstämme, bedrohlich nähert sich rechts ein Felsblock mit messerscharfen Spitzen, links drohen Geröllbänke das Floß auflaufen zu lassen.

Zu zwölft sitzt unsere Reisegruppe in der Mitte des Gefährts, dass vom Strom getrieben an den Felsen zu zerschellen droht. „Jetzt wäre Zeit für ein Gebet“, sagt der 65-Jährige mit einem breiten Grinsen, doch mit einem schnellen Manöver hat der erfahrene Flößer uns aus der Gefahrenzone gelenkt. Die eben noch reißende Tara beruhigt sich, das Wasser wird klarer, der tosende Lärm der Stromschnellen weicht der Stille. Sie ist 140 Kilometer lang und ein Paradies für Rafting-Sportler: Dutzende Kaskaden und Wasserfälle säumen den Fluss, der sich an manchen Stellen 1300 Meter tief in das umliegende Gebirge gegraben hat. Pentecs Vater hat als Holzfäller noch Fichtenstämme auf dem Wasser transportiert. Der Sohn nimmt Adrenalin-Junkies auf einen Teufelsritt durch Europas letzten ungezähmten Fluss mit.

Nach Abenteuern zur Kultur

Doch das erst 2006 unabhängig gewordene Land ist nicht nur eine Destination für Abenteurer. Auch Kulturinteressierte und Strandurlauber kommen auf ihre Kosten. Vor allem am Ufer der Bucht von Kotor boomt der Tourismus: Zahlreiche Hotels haben in letzter Zeit in den umliegenden Fischerdörfern eröffnet. Im Sommer dringen bis frühmorgens heiße Clubsounds aufs spiegelglatte Pflaster der mitunter mehr als 2000 Jahre alten Gemeinden.

Wer keine Lust auf ausgiebige Partys hat, wandert durch die alles umringenden Berge und Täler, pilgert zu malerischen Klöstern und Kirchen oder sucht im Süden des Landes die schönsten Strände der Adria. Beispielsweise in Petrovac. Das kleine Städtchen etwa 50 Kilometer vor der albanischen Grenze war schon zu früheren Zeiten ein beliebter Ferienort. Rund um den 600 Meter langen Sandstrand warten Restaurants, Hotels und Souvenirläden.

Die wunderschöne Bucht von Kotor mit Blick auf die umliegenden Berge.
Die malerische Kapelle des heiligen Johannes auf dem Berg der Stadt Kotor.
Das kleine Städtchen Petrovac von Pinien und Zypressen umgeben.

Köstlichkeiten an langen Stränden

Umgeben von Pinien, Zypressen, Feigenbäumen und Olivenhainen geht es hier dennoch angenehm ruhig zu, m Vergleich zu den italienischen oder kroatischen Zielen an der Adria. Die Köche in den Restaurants am Strand bereiten fangfrische Fische und Meeresfrüchte zu und haben dazwischen immer Zeit für ein Schwätzchen mit den Gästen.

Wer noch ein wenig weiter fährt, wird in Ulcinj reich belohnt. Die südlichste Stadt des Landes rühmt sich einer Besonderheit: den mit 13 Kilometern längsten Strand der östlichen Adria. Zahlreiche Hotels und Pensionen warten in der Altstadt oder säumen die Uferpromenaden, am Strand finden sich Angebote zum Windsurfen, Kiten oder Jet-Skiing. Und Tauchschulen bieten Exkursionen zu havarierten Handelsschiffen aus der Zeit an, als die montenegrinischen Kaufleute mit ihren venezianischen Kollegen um die Vorherrschaft in der Adria buhlten.

Ulcinj - die südlichste Stadt des Landes mit ihrem 13 Kilometer langen Strand. 
Der Blick vom Strand auf die Altstadt von Ulcinj. 
Der Kite Beach von Ulcinj - voll mit Kitern und Zuschauern. 
 

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