Terschelling - Liebe auf den ersten Blick

von Tamara Kohring | mehr Artikel von | 4. Juli 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Obwohl wir eigentlich eingefleischte Texel-Liebhaber sind, haben wir uns diesmal entschlossen unseren geplanten Kurzurlaub auf der zweitgrößten westfriesischen Insel „Terschelling“ zu verbringen. Die Fährüberfahrt von Harlingen dauert, je nachdem ob man das Auto mit nimmt oder nur als Passagier reist, ca. 1 – 2 Stunden. Da wir lieber mit unseren eigenen Fahrrädern die Insel erkunden wollen und auch der Hund mit möchte, haben wir uns dazu entschieden das Auto mitzunehmen. Da im Gegensatz zu Texel die Fährüberfahrt schon wesentlich teurer ist, sind wir gespannt ob sich die Mehrkosten wirklich lohnen…

Schon bei der Ankunft im Hafen von Terschelling werden wir von dem majestätischen Leuchtturm Namens „Brandaris“ begrüßt. Dieses 400 Jahre alte Wahrzeichen (Brandaris ist der älteste Leuchtturm der Niederlande) ist hoffentlich ein Vorbote für einen garantiert gelungenen Urlaub.

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Nach Ankunft im Hafen fahren wir in unsere ca. 500 Meter entfernte Unterkunft, der Hotel-und Apartmentanlage Westcode Residence Boschrijck. Für diejenigen, die ohne Auto nach Terschelling reisen stehen im Hafen Busse bereits, die man kostenlos benutzen kann wenn man eine Unterkunft auf der Insel gebucht hat. Einige Hotels bieten ihren Gästen auch einen kostenlosen Transfer an.

Die von uns gebuchte 4-Sterne Anlage Westcode Residence Boschrijck liegt ruhig, mitten in der Natur und bietet großzügige, gut eingerichtete Appartements, sowie Doppelzimmer mit Frühstück an. Auch der Hund ist gegen eine geringe Gebühr herzlich willkommen. Für Kinder gibt es einen Spielplatz, ein Kinderspielzimmer, ein Trampolin und sogar ein Hallenbad kann kostenlos benutzt werden.

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgedehnten Frühstück starten wir gut gelaunt und voller Tatendrag, um die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. Terschelling gilt aufgrund seiner 70 km langen Fahrradwege und der vielfältigen Landschaft als Fahrradparadies! Wir sind gespannt ob es wirklich so ist. Da wir zuerst den Strand sehen möchten, entschließen wir uns dazu die Westküste zu erkunden und starten unsere Tour direkt von unserem Hotel aus.

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Das die Fahrradwege fast alle asphaltiert und für Autos nicht zugänglich sind empfinden wir als sehr angenehm, zumal unser Tochter gerne selber mit ihrem Fahrrad fahren möchte und auch der Hund lieber nebenher läuft anstatt im Anhänger zu sitzen.

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Schon nach wenigen Kilometern tauchen wir in eine beeindruckende Naturlandschft ein, die geprägt ist von Heidelandschaften, Wäldern, Sümpfen und Süßwasserseen. Wir fahren durch Poldergebiete auf deren Acker- und Weideflächen Kühe und Pferde friedlich grasen und vielleicht ab und zu mal den Weg versperren – und immer im Blick die atemberaubende Dünenlandschaft.

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Da es so gut wie keine Steigungen gibt und wir total überwältigt von der üppigen Natur sind, fährt sich das Fahrrad fast von alleine und somit erreichen wir nach ca. 20 km das Naturschutzgebiet „Boschplaat“ im östlichen Teil der Insel. Dieses 4400 ha große Gebiet ist eines der reichsten Naturschutzgebiete der Niederlande und bietet Brutvögeln, wie z.B. Möwen, Kormorane, und Löffler ideale Voraussetzungen um ihre Brut groß zu ziehen.

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Wir entschließen uns hier am Strand eine Pause einzulegen und mit unseren Füßen den Kältegrad des Meeres zu testen bevor wir die rund 20 km zurück zu unser Wohnung antreten.

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Heute am Tag 2 wollen wir die Südseite der Insel kennen lernen. Direkt in West-Terschelling fahren wir auf den Deich der uns bis nach Oosterend führt.

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Die Landschaft hier ist das komplette Gegenteil zur Nordseite und wird geprägt durch das Watt und die grünen Wiesen mit seinen Schafen. Fahrrad zu fahren macht hier wirklich Spaß, zumindest wenn man keinen Gegenwind hat. Hier und da kann man immer mal wieder Möwen oder andere Seevögel bei der Rast oder beim fischen beobachten und mit ein bisschen Glück kann man sogar das ein oder andere Lämmchen auch mal streicheln.

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In Oosterend angekommen fahren wir auf kürzestem Weg zu dem berühmten Strandpavillon „ Haertbraeke Hotel“ um uns eine Kaffeepause zu gönnen und ein bisschen einzutauchen in die Zeit von „Elvis Presley“. Zurück nach West-Terschelling nehmen wir die Route quer durch die Insel. Wir wollen uns ein bisschen die Dörfer angucken und ein wenig shoppen.

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Midsland bietet neben West-Terschelling die idealen Voraussetzungen dafür. Die beiden Orte strahlen eine gemütliche und angenehme Atmosphäre aus und bieten neben kleinen Geschäften nette Cafe`s, Restaurant und Kneipen an.

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Gerade in den Sommermonaten kann man überall draußen sitzen und etwas von den einheimischen Produkten probieren, wie z.B. einen leckeren Cranberrywein oder ein Stück Pondkoek, den typischen Terschellinger Blechkuchen.

Am letzten Tag unseres Kurzurlaubes fahren wir mit unseren Rädern nochmal zum Strand und genießen einfach die Ruhe und die unglaubliche Weite des Strandes.

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Eins ist sicher – Terschelling hat uns nicht zum letzten Mal gesehen, wir kommen wieder. Denn es war wirklich… Liebe auf den ersten Blick!

 
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