Barcelona - Spaß und "Gaudi" in Kataloniens Stadt der Wunder

von Manuela Mergle | mehr Artikel von | 25. April 2015 | Aus den Reisebüros | 2 Kommentare

Mit dem Aerobus kommt man am Einfachsten vom Flughafen El Prat in die Innenstadt von Barcelona. Wir fahren bis Endstation „Placa Catalunya“ und sind bereits mitten im Getümmel. Das gebuchte Hotel direkt an der Rambla liegt phänomenal. La Rambla ist die Pracht- und Flaniermeile und super zentral. Empfehlen kann ich hier das Hotel Arc La Rambla.

Markttreiben, Meer und ein Mammut

Neben vielen Geschäften, Souvenierläden und Restaurants ist das Highlight an der Rambla unumstritten die La Boqueria St. Josep. Einer der wohl schönsten Märkte in Europa (O-Ton meiner Schwester. Ich stimme ihr zu.) bietet neben frischen Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Gewürze, Süßigkeiten, tolle Smoothies und andere Leckereien. Gleich am Eingang liegt bereits die berühmte „pinotxo bar“, mittlerweile eine Institution mit ihrem alteingesessenen Betreiber. Neben einem guten Mittagstisch bietet pinotxo hervorragenden Kaffee. Wir nehmen uns die Zeit für einen Café con Leche sowie einen Espresso am Tresen und beobachten die Hektik, aber auch die Gelassenheit der Marktleute und hören dem Stimmengewirr der vielen Besucher zu.

Nach der kleinen Stärkung geht es nun zu Fuß zum ersten kleinen Rundgang durch die Stadt. Nur ein paar Meter und die Columbus-Statue weist uns schon den Weg zum Hafen. Endlich das Meer sehen! Und was für tolle Segelschiffe hier liegen.

Durch mein Lieblingsviertel Barri Gótic geht es Richtung Parc de la Ciutadella. Die Parkanlage ist kostenfrei und lädt zum Relaxen an der Sonne ein. Aber auch ein prächtiger Brunnen sowie ein…. äh, tatsächlich…Mammut gilt es zu Entdecken. Wir begeben uns auf den Rückweg und nach dem Mammut herrscht wieder kurz so etwas wie Verwirrung. Sind wir jetzt in Paris?

Arc de Triomfe

Arc de Triomfe

Ach nein! Der Arc de Triomfe von Barcelona sieht doch ein wenig anders aus. Eher orientalisch und aus rotem Backstein. Noch ein markanter Unterschied: diese Straße zum Arc de Triomfe ist flankiert von nichts geringerem als Palmen, Palmen, Palmen. 1:0 für Barcelona!
Apropos 1:0 – wie wäre es am Abend mit einem Fußballspiel im Camp Nou? Selbst ich, die nur alle vier Jahre Fußball schaut, bin überwältigt von der Stimmung und noch mehr von den gigantischen Ausmaßen des größten Stadion Europas. Barça vor, noch ein Tor!

Olé, olé!

Olé, olé!

In Barcelona kann man sehr viel zu Fuß erlaufen, trotzdem sollte man sich ein 10er Ticket für die Metro kaufen, um bequem auch zu weiter entfernten Plätzen zu kommen. Der gesamte Stadtbezirk ist Zone 1. Das T10 ist übertragbar und kostet zur Zeit weniger als 10 Euro.

Also auf zum Hausberg Tibidabo. Metrostation ist Vallcarca. Wer fußlahm ist, kann die blaue Straßenbahn Tramvia Blau für die letzte Etappe hoch auf den Berg nutzen. Wir entscheiden uns das Erfrischungsgetränk im Restaurant Mirablau zu verdienen und laufen hoch. Oben erwartet uns am Panoramafenster des kleinen Restaurants die wunderschöne Skyline mit Blick übers offene Meer. Auch hier nehmen wir uns Zeit, um die Kulisse zu genießen. Nirgends sonst liegt einem die Stadt so zu Füßen. Wer noch Lust hat, kann mit der Zahnradbahn ganz auf den Berg fahren. Der gleichnamige alte Vergnügunspark kommt einem bekannt vor? Vielleicht aus einem Videoclip der deutschen Musiker Ich & Ich! Wer mag, kann auch noch die Kirche Sagrat Cort besichtigen, die der pariser Basilika Sacre Coeur sehr ähnlich sieht.

UNESCO-Weltkulturerbe Parc Güell & Sonne, Strand und noch mehr Meer

Ein wichtiger Programmpunkt steht nun auf dem Plan. An der Metrostation Vallcarca gibt es die ersten Wegweiser zum Parc Güell.  Dies ist meiner Meinung nach die beste Route um in den Park zu gelangen. Damit der Weg bergauf nicht zu beschwerlich ist, war die Stadt so nett und hat einfach ein paar Rolltreppen in den Gassen angebracht. Ein kurzer Gedanke an San Francisco übermannt mich, wenn ich mich auf der Rolltreppe umdrehe und die lange und steile Straße unter mir hinabsehe. Gemächlich nähern wir uns also einem hinteren Eingang des Parc Güell. So heben wir uns die Highlights bis zum Schluss auf. Am Haupteingang befinden sich nämlich einige der meistfotografierten Skulpturen des genialen Künstlers und Architekten Antoni Gaudí. Wer kennt nicht den bunten Salamander und den Terrassenplatz aus Keramikmosaik?

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Der Park beherbergt zudem das Wohnhaus Gaudís, in dem er bis zuletzt lebte. Mittlerweile sind diese Highlights leider kostenpflichtig. Dieser Teil des Parks kostet 8 Euro Eintritt. Die restliche Grünanlage ist kostenfrei.

Nach so viel Kultur haben wir uns eine kleine Auszeit verdient und fahren mit der Metro nach Barceloneta. Dieser Stadtteil liegt direkt am Meer und bietet einen feinsandigen Strand. Die Kulisse ist super: Im Rücken hat man die Strandpromenade mit angrenzender Stadt, vor einem liegt das weite Meer und rings herum findet man Strandbars und entspannte Menschen. Nicht zu übersehen ist das W Barcelona. Ein 5-Sterne Hotel mit avantgardistischer Architektur in erstklassiger Lage. Ich stecke meine Füße in den Sand und bestelle: Señor, un Caipirinha por favor!

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Like ice in the sunshine

Die unvollendete Schönheit

Was wäre eine Reise nach Barcelona ohne Antoni Gaudís berühmtestes Bauwerk gesehen zu haben? Es ist schlicht nicht vorstellbar, die Sagrada Familia zu ignorieren und es wäre eine Schmach!

Ein Audioguide oder eine Führung ist keine Pflicht, aber sehr empfehlenswert um die vielen genialen Einzelheiten und Symboliken der immer noch unvollendeten Kirche zu erfassen. Die Außenfasade der Passion Christi ist zum Beispiel dem Westen zugewandt und symbolisiert das Sterben – wie auch die Sonne im Westen ihre letzten Strahlen schickt und letztendlich „stirbt“, um am nächsten Tag im Osten erneut aufzugehen. Also sehen wir uns auch die Ostfassade genau an. Sie wird auch Fassade des Lebens, des Glücks und Weihnachtsfassade genannt. Wir nehmen uns an diesem wichtigen Bauwerk mehr als 2 Stunden Zeit. Denn besonders das helle, innere Farbenspiel ist gigantisch.

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Es wird fleißig gebaut, gehämmert und gearbeitet und wir drücken die Daumen, damit die geplante Fertigstellung im Jahr 2026 realisiert werden kann… das wären genau 100 Jahre nach dem Tod Gaudis. Bevor er mit dem Bau der Sagrada Familia beauftragt wurde, hatte er bereits weitere imposante Bauten in der gesamten Stadt wie Casa Batlló und Casa Milá geschaffen.

Das Gotische Viertel

Die alten Gassen im Barri Gótic sind wundervoll. Überall gibt es tolle Tapas Bars, Restaurants, kleine Geschäfte, Eisdielen und altehrwürdige Gebäude. Wer ein Hotel in super Lage sucht, ist mit dem einfachen 3-Sterne Hotel Suizo gut beraten.

Morgens spazieren wir noch einmal die Gassen entlang. Schließlich möchten wir noch die Kathedrale La Seu besichtigen. Mein Tipp: Es gibt Zeiten, in denen der Eintritt frei ist. Diese änderen sich allerdings ständig. Wir haben Glück und können die alten Gemäuer (aus dem 13. bis 15. Jahrhundert) kostenfrei betreten. Toll ist der Innenhof mit Garten, in dem schon seit dem Mittelalter Gänse leben und es sich gut gehen lassen.

In Barcelona haben wir es uns mindestens doppelt so gut gehen lassen wie die Gänse in La Seu! Lecker Tapas, tolles Wetter, freundliche Menschen, Entspannung pur am Strand und in den netten Bars sowie märchenhafte Architektur – das alles ist die katalanische Stadt der Wunder.

 
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