Budapest eine Perle an der Donau

von Berit Straßberger | mehr Artikel von | 27. Oktober 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Ungarns Hauptstadt präsentiert sich perfekt im Lichterglanz und liegt traumhaft an der Donau. Im Sommer trifft man sich am Flussufer oder in den unzähligen Restaurants, Cafés und Bistros, die über die Stadt verteilt sind. Budapest ist nicht groß, sodass man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen kann.

Meine Hotelempfehlung: 5* Iberostarhotel Grand Budapest in der October 6 utca – direkt am Freiheitsplatz, eines der schönsten Plätze von Budapest, umgeben von stolzen Stadtpalästen im Jugendstil, wie dem Gresham Palast und der Akademie der Wissenschaften. Hier kann man am Abend zwischen unzähligen Restaurants und Bistros jeden Geschmacks wählen. Das Parlament und die Kettenbrücke sind zu Fuß 5 min entfernt, die St. Stefans Basilika 2 min. Ein kleines stylisches Hotel mit 50 großzügigen Zimmern, sogar Lothar Matthäus habe ich hier getroffen.

Iberostar Grand Hotel

Iberostar Grand Hotel

1. Tag

Pünktlich werden wir im Hotel zur gebuchten deutschsprachigen Stadtrundfahrt mit Parlamentsführung abgeholt. Die Tour führt uns als erstes auf die Budaseite auf den Burgberg. Hier lernen wir den ehemaligen Königspalast kennen, in denen heute 3 Nationalmuseen untergebracht sind (Ungarische Nationalgalerie, Historisches Museum der Stadt Budapest und die Nationalbibliothek). Auf dem Berg liegt das Sandor Palais, Residenz des ungarischen Ministerpäsidenten. Direkt daneben die Siklo Seilbahn, die den Weg von der Innenstadt auf den Burgberg verkürzt. Auf der kurzen Fahrt für 4,- Euro eröffnet sich ein toller Blick auf die Kettenbrücke. Wir laufen über den Burgberg zu einem der Wahrzeichen von Budapest – der Fischerbastei. Sie wurde 1899 zur Jahrtausendfeier errichtet. Der Name leitet sich von der Zunft der Fischer ab, die im Mittelalter an dieser Stelle für die Verteidigung der Stadtmauer verantwortlich waren. Von der beliebten Aussichtsterrasse mit ihren 6 weißen runden Türmen bietet sich ein atemberaubender Blick über Donau, Parlament und Innenstadt. Die Fischerbastei bildet eine Einheit mit der Matthiaskirche, die im 13. Jahrhundert entstand.

Matthiaskirche

Matthiaskirche

Der gotische Bau war die Krönungskirche der ungarischen Könige. Blickfang der Kirche ist das bunte Keramikdach, ein typischer aber seltener Schmuck für budapester Kirchen und Gebäude. Die Tour geht weiter zum Gellertberg mit Zitadelle. Eines der schönsten Aussichtspunkte der Stadt, besonders im Licht der untergehenden Sonne. Man wird mit einer zauberhaften Aussicht auf die Donau, das Parlament und den Burgberg belohnt. Bischoff Gellert stammt aus Italien und sollte auf Wunsch König Stefans Ungarn reformieren. Er bezahlte seine missionarischen Bemühungen mit dem Leben, wurde heilig gesprochen und ist heute der Schutzpatron der Stadt. Am Fuße des Gellertberges befindet sich das berühmteste Bad der Stadt – das Gellertbad. Das wohl fantasievollste und erotischste Bad der Stadt wurde in den bewegenden Formen des Wiener Jugendstils errichtet. Der Besuch in einem der Thermalbäder der Stadt ist Pflicht.

Meine Empfehlung: Szechenyi – Thermalbad im Stadtwäldchen mit 3 großen Außenbecken und viel Platz.

Thermalbad im Stadtwäldchen

Thermalbad im Stadtwäldchen

Wir fahren zur Pester Seite und lernen die Highlights dieses Stadtteiles kennen.  Abschließend erfolgt eine Führung durch das imposante Gebäude des Parlamentes – ein weiteres Wahrzeichen von Budapest. Es besitzt 365 Türme, für jeden Tag des Jahres einen und ist ein aktives Parlamentsgebäude. Das Innere wurde mit viel Prunk und Gold ausgestattet, der ungarische Architekt Steindl orientierte sich am englischen Neogotikstil. Von innen und außen sehr beeindruckend.IMG_6646a

Eingang des Parlamentes

Eingang des Parlamentes

2. Tag

Ein Bummel durch die Innenstadt führt uns über die Einkaufsstraße Vaci utca mit vielen Geschäften und Restaurants bis zur großen Markthalle. Auf dem Rückweg sehen wir uns die Freiheits- und Elisabethbrücke an, besuchen eines der traditionsreichsten und bekanntesten Kaffeehäuser der Stadt – Café  Gerbeaud. Cafés haben in Budapest Tradition, unzählige säumen die Straßen.

Meine Empfehlung: Das kreative Café Cake Shop Budapest auf der Joszef Attila utca – mega lecker. Auf dem Weg zum Hotel besuchen wir noch die Basilika St. Stefan, die größte Kirche Budapests. Die üppige Ausstattung unterstreicht die erhabene Kuppelarchitektur, es erinnert uns an Teile des Petersdomes in Rom

St. Stefans Basilika

St. Stefans Basilika

3. Tag

Besuch der Margareteninsel, die direkt auf der Donau liegt. Die grüne Insel im Herzen der Stadt ist benannt nach der heiligen Margareta von Ungarn, der Tochter von König Bela IV. Die Prinzessin lebte hier in einem Dominikanerinnenkloster, von dem noch Fundamente erhalten sind. Man erreicht die Insel zu Fuß über die Margaretenbrücke, per Bus oder Fahrrad. Auf der Insel kann man sich Elektroautos oder Zweiräder in diversen Formen mieten, mit dem Bummelzug fahren oder per pedes alles erkunden.

mit dem Fahrrad auf der Margareteninsel unterwegs

Mit dem Fahrrad auf der Margareteninsel unterwegs

Die Parkanlagen sind hübsch angelegt mit Rosengarten, Skulpturenpark und japanischem Garten. Es gibt zwei Hotels im Norden der Insel mit Thermalbad, ein Strandbad mit vielen Rutschen, Restaurants, Cafés und einen kleinen Zoo. Das perfekte Ziel für einen entspannten Tag. Das absolute Highlight der Insel ist das Wasserspiel am Eingang zur Insel. Täglich um 18 Uhr erlebt man ein traumhaftes musikalisches Arrangement mit vielen Farben und Wasser. Ein absolutes Muss!

Wasserspiele auf Margareteninsel

Wasserspiele auf Margareteninsel

4. Tag

Wer noch Zeit hat kann gern mit dem Zug von der Betany ter nach Szendendre fahren. Ein hübsches Kleinod an der Donau gelegen, im barocken Stil errichtet, mit vielen Kirchen, Museen und hübschen kleinen Läden. Wer mehr auf Süßes steht besucht das Marzipanmuseum. Einmalige Kreationen aus Marzipan werden hier geschaffen. Kosten und Kaufen erlaubt.

Das besondere Highlight von Budapest sind die abendlichen stimmungsvollen Bilder der Stadt. Eine spektakuläre Beleuchtung verzaubert die Stadt in ein Lichtermeer. Es macht Spaß durch die Stadt zu laufen und die o.g. Aussichtspunkte noch einmal zu besuchen. Am Wochenende wird die Kettenbrücke für den Autoverkehr gesperrt und man kann als Fußgänger an den vielen kleinen Ständen vorbei bummeln.  Ein einmaliges Erlebnis!   IMG_6839a

Mein Fazit: Budapest lohnt sich auf jeden Fall im Frühjahr und Sommer, wenn viele Konzerte und Festivals stattfinden. Es gibt immer was zu entdecken, die Donau übt eine besondere Faszination aus und ich empfehle die Stadt uneingeschränkt. Die Nebenkosten sind sehr günstig. Falls man nicht so viel Zeit hat erkundet man Budapest vom Flussschiff aus. Ich berate euch gern!

 
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