Côte d'Azur - Roadtrip zu den Schönen und Reichen

von Miriam Bender | mehr Artikel von | 20. Februar 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Im Sommer 2014 habe ich meinen Urlaub in der Ferienanlage „Camping les Prairies de la Mer“ in Frankreich an der Côte d’Azur verbracht.

Unser „Roadtrip zu den Schönen und Reichen“ ging am späten Abend los. Wir fuhren mit dem Auto von Deutschland aus in das rund 1.050 km entfernte Port Grimaud an der Côte d’Azur. Wir haben uns für eine Nachtfahrt entschieden, um den starken Verkehr und die Staus zu umgehen. Am nächsten Morgen, nach einer anstrengenden Nacht mit viel Kaffee und kleinen Pausen, sind wir an der Ferienanlage angekommen. Nach ca. einer Stunde Wartezeit durften wir dann bereits unser Mobilheim beziehen und waren direkt angetan von der wunderschönen Anlage und dem kleinen, süßen Mobilheim. Nachdem wir unser Auto ausgeladen und uns ein wenig im Mobilheim eingerichtet hatten, ging auch schon unsere Entdeckungstour durch die Anlage los.

Die Anlage befindet sich in Port Grimaud, einem kleinen Örtchen ganz in der Nähe von Saint-Tropez. Port Grimaud entzückt mit seinen vielen kleinen Wasserstraßen und wird deshalb auch gerne Klein-Venedig genannt. Der Ort ist deshalb auch nur für Anwohner auf bestimmten Straßen mit dem Auto zu befahren. Die Besucher Port Grimauds müssen ihr Auto auf den großen Parkplätzen am Rande des Ortes abstellen.

Port Grimaud_Cote d'Azur

Port Grimaud – „Klein-Venedig“ – mit seinen Wasserstraßen

Die Campinganlage „Les Prairies de la Mer“ liegt direkt neben Port Grimaud und gehört zu den Ferienanlagen der Gruppe Riviera Villages. Sie ist ausgezeichnet mit vier Sternen und hat diese meiner Meinung nach auch eindeutig verdient. In der großzügigen Anlage gibt es verschiedene  Mobilheim-Typen sowie Stellplätze für Wohnwägen. Zudem bietet die Anlage ein Restaurant, Bars mit kleinen Speisen, Supermärkte und zwei Bäckereien. Natürlich gibt es dort auch eine Creperie, die in Frankreich selbstverständlich nicht fehlen darf.

Sonnenuntergang_Camping les Prairies de la Mer

Restaurant der Ferienanlage direkt am Strand bei Sonnenuntergang

Die Ferienanlage ist mit viel Liebe gestaltet und man fühlt sich durch den weißen Sand und die Palmen überall wie in der Karibik. Die Mobilheime sind teilweise einfach gestaltet, viele sind jedoch mit Holz verkleidet und sehen aus wie kleine Häuschen. Sie sind alle in Gruppen mit der Terrasse nach innen angeordnet, sodass kleine „Wohnsiedlungen“ entstehen. Innerhalb der kleinen Siedlungen sind Sitzgelegenheiten sowie Liegen und viele Palmen zu finden. Außerdem gibt es stellenweise kleine Wasserstraßen.

Unser Mobilheim war sehr modern ausgestattet und hat über ein kleines Bad, extra WC, ein Schlafzimmer mit begehbarem Kleiderschrank sowie einen Wohn- und Essbereich verfügt. Über die großzügige Terrasse aus Holz mit Sitzgelegenheiten und Wäscheständer gelangt man in das „Häuschen“. Daneben gibt es direkt einen kostenlosen Parkplatz pro Mobilheim.

Mobilheim_Cote d'Azur

Unser Mobilheim an der Cote d´Azur

Meine persönlichen Ausflugstipps

  • Saint-Tropez

Die Umgebung an der Côte d‘ Azur ist perfekt um verschiedene Ausflüge zu unternehmen. So bietet sich natürlich das 7 km entfernte Städtchen der High Society, Saint-Tropez, zu einem Besuch an. Besonders schön ist dies am späten Nachmittag, wenn sich die Straßen füllen und die Sonne langsam untergeht. Dann ist der Blick von der Hafenmauer auf den Hafen St. Tropezs sowie auf die Bucht von St. Tropez und damit auch auf Port Grimaud besonders schön. Zu erreichen ist Saint-Tropez von der Ferienanlage schnell mit dem Auto, wobei man besonders am späten Nachmittag mit viel Verkehr rechnen muss. Alternativ gibt es kleine Boote, die Fahrten von Port Grimaud nach Saint-Tropez anbieten.

Saint-Tropez_Frankreich

Hafen von Saint-Tropez

Saint-Tropez_Sonnenuntergang

Sonnenuntergang im Hafen von Saint-Tropez

  • Monaco

Als weiteres Ausflugsziel ist Monaco ein Muss, wenn man Urlaub an der Côte d‘ Azur macht. Den Stadtstaat kann man gut über die Küstenautobahn, vorbei an Cannes und Nizza, erreichen. Lediglich in Monte-Carlo muss man mit viel Verkehr rechnen und sollte sein Auto im nächstgelegenen Parkhaus abstellen. Monaco bietet sich neben Sightseeing besonders gut zum Shoppen an. Es gibt viele Luxusläden, in denen man sämtliche Marken kaufen kann, allerdings lässt es sich auch mit einem kleineren Geldbeutel gut einkaufen. Besonders interessant ist es am Place du Casino vor dem berühmten Casino Monte-Carlo zu stehen und sich sowohl von der historischen Architektur des Casinos, des berühmten Hotel de Paris und der umliegenden Gebäude als auch von den schicken Autos, von denen es dort nur so wimmelt, beeindrucken zu lassen.

Läuft man von dort hinunter zum Hafen und an der „Promenade“ entlang, kann man auf der anderen Seite wieder bergauf nach Monaco-Ville laufen oder mit dem Bus fahren. Dort kann man durch die schöne Altstadt bummeln, Souvenirs kaufen und sich in eines der vielen kleinen Restaurants setzen und bewirten lassen. Ist man durch die Altstadt gelaufen, steht man direkt vor dem Fürstenpalast, welcher sich in voller Breite über den sogenannten Fürstenfelsen erstreckt und den man für 8 € pro Person mit einem Audioguide besichtigen kann. An der Spitze des Fürstenfelsen hat man einen wunderschönen Ausblick auf Monaco.

Monaco_Aussicht

Panoramaaussicht vom Fürstenfelsen über Monaco

Mein Geheimtipp

Als besonderen Tipp kann ich einen Ausflug ins Hinterland der Provence-Alpes-Côte d‘ Azur empfehlen. Dort befindet sich der Lac de Sainte-Croix, der zweitgrößte Stausee Frankreichs, welcher durch die Aufstauung des Flusses Verdon 1973 entstanden ist. Der Fluss Verdon entspringt in den Seealpen und mündet dann in den Lac de Sainte-Croix.

See_Frankreich

Aussicht auf den Lac de Sainte-Croix

Der 21 Kilometer lange Abschnitt des Flusses vor dem Stausee wird als der landschaftlich schönste Abschnitt des Flusses bezeichnet. Dort hat sich nämlich eine der gewaltigsten und eindrucksvollsten Schluchten Europas gebildet – die Verdonschlucht (franz. Gorges du Verdon). Sie wird auch häufig „Grand Canyon du Verdon“ genannt, da es sich hier um bis zu 700 Meter tiefe Schluchten handelt, durch die sich der Verdon mit seinem türkisfarbenen Wasser schlängelt. Entlang der Schlucht führt eine sehr enge Ringstraße, die mit dem Auto befahrbar ist und an der es immer wieder Aussichtspunkte gibt, von denen man in die Tiefe schauen kann.

Verdon_Frankreich

Aussicht auf die Verdonschlucht „Gorges du Verdon“

Entlang dieser Straße gibt es mehrere Tunnel sowie die Brücke Pont de l’Artuby, auf der sich jede Menge Menschen tummeln um die Bungee-Jumper, die von der Brücke in die Tiefe springen, zu bejubeln. Hier ist ein Zwischenstopp auf jeden Fall empfehlenswert!

Brücke_BungeeJump_Frankreich

Brücke „Pont de l’Artuby“, von der die Bungee-Jumper springen

Nach sieben wunderschönen und abwechslungsreichen Tagen an der Côte d’Azur hieß es dann am achten Tag Abschied nehmen. Durch die Abwechslung zwischen Strand- und Ausflugstagen verging die Zeit wie im Flug und es fiel uns nicht einfach, am achten Tag wieder unser Auto zu beladen und uns am frühen Mittag auf den Heimweg zu machen. Unsere Entscheidung, die Hinfahrt auf die Nacht zu legen, erwies sich dann als absolut richtig. Durch die Abreise am Morgen war unsere Rückreise tagsüber sehr stressig mit viel Verkehr und einigen Staus. Deshalb empfehle ich jedem, der mit dem Auto nach Südfrankreich reist, die Fahrten wenn möglich als Nachtfahrten durchzuführen.

Wir haben unsere Entscheidung, mit dem Auto in Urlaub zu fahren, nicht bereut. Die Flexibilität vor Ort, die unbegrenzte Mitnahme von Gepäck und das entspannte Gefühl, mit dem eigenen Auto vor Ort unterwegs sein zu können, ist einfach unbeschreiblich!

 
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