Ein Hoch auf die Azoren

von Manuela Mergle | mehr Artikel von | 16. Oktober 2014 | Aus den Reisebüros | 2 Kommentare

Das „Azorenhoch“ und „Azorentief“ ist in aller Munde, aber nicht nur das Wetter wird auf den Azoren „gemacht“ – es ist viel mehr: ein Naturparadies und berauschend schön!

Nonstopp geht es für uns von Frankfurt auf die Hauptinsel Sao Miguel. Nach einem angenehmen 4 stündigen Flug mit der SATA landen wir in Ponta Delgada. Der Mietwagen am Flughafen steht schon für uns bereit. Wir haben viele Ausflüge geplant, aber um Abends auch mal das Auto stehen lassen zu können, übernachten wir im Herzen Ponta Delgadas im 3 Sterne Hotel Sao Miguel Park.

Sao Miguel – die Größte der Inselgruppe

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Jardim Antonio Borges

 

Die Hauptstadt der Azoren ist ein kleines schnuckeliges Städtchen direkt am Meer. Ja, wir sind in Portugal! Das erkennt man an den weißen Häuschen und Kirchen. Gut, dass unser Hotel einen Parkplatz hat, die Einbahnstraßen können einen doch sehr verwirren. Die Stadt ist bunt und tagsüber herrscht Leben in den Straßen. Dennoch ist der Ort überschaubar und zu Fuß leicht zu erlaufen. Die schöne Gartenanlage Jardim Antonio Borges stimmt uns auf das Naturschauspiel ein, welches uns noch erwartet. Wow, was für ein rieeeesiger Baum hier steht. Die Pflanzen scheinen uralt und sind es wahrscheinlich auch.

Wir freuen uns schon auf den Abend: erst lecker Essen im Restaurant „Rotas Veg“, danach gibt es ein kleines Fest mit Livebands am Yachthafen.

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Sete Cidades

 

Der Riesenkrater Sete Cidades mit den sagenumwobenen Zwillingsseen ist spektakulär.

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Badespaß im Terra Nostra Park

 

Zum Glück hat es Morgens aufgehört zu nieseln – regnen kann es auf den Azoren bekanntlich immer. Aber warum auch nicht?! So grünt und blüht die Landschaft und die Luft ist rein und frisch. Im Tal von Furnas dampft das Land. Die heißen Quellen brodeln und hier und da wird in den dortigen Erdlöchern der tradizionelle Eintopf „Cozido“ rein durch die Hitze im Boden gegart. Zum Entspannen fahren wir in den Botanischen Garten Terra Nostra mit seiner heißen Thermalquelle. Zugegeben, den Schwefel riecht man schon von weitem aber das Wasser ist herrlich warm. Hoteltipp: hier liegt das erst kürzlich renovierte 4 Sterne Spa Hotel Terra Nostra Garden. Bei Übernachtung erhält man freien Eintritt in den Park.

Auf Sao Miguel kann man außerdem eine der letzten beiden Teeplantagen Europas und eine Ananasplantage besuchen. Wunderschön ist ebenfalls das 4 Sterne Hotel Caloura in Agua de Pau. Es liegt ruhig an einer Felsküste mit atemberaubenden Panoramablick. Dürfen wir bitte hier bleiben??? 🙂

Mit der SATA Air Acores nach Pico und Faial – locker mit der Fähre kombinierbar

Capelinhos - das neue Land

Capelinhos – das neue Land

 

Unter Seglern schon lange bekannt ist Horta, die kleine Inselhauptstadt Faials. Hier ankern dutzende Boote und Yachten. Das internationale Flair zieht uns hier besonders in seinen Bann. Auf dem Boden und an den Kaimauern am Horta Cais verewigen sich in Form von selbstgemalten Bildern seit Jahrzehnten Atlantik-Überquerer. Junge und alte Seebären mit sonnengegertber Haut prägen das Bild und wir können uns nicht satt sehen. Im Peter Cafe Sport lassen wir uns den berühmten Gin Tonic schmecken und beobachten das Treiben. Wo sonst, wenn nicht im Peter Cafe Sport können wir Leute aus Guadeloupe, aus Brasilien und Einheimische kennen lernen? Die Stimmung am Abend ist ausgelassen und wir spüren: Faial ist besonders! Mit dieser Einschätzung liegen wir goldrichtig. Am nächsten Tag besuchen wir das „neue Land“ Capelinhos. Es entstand bei dem letzten Vulkanausbruch 1957/58 und hat die Insel weiter wachsen lassen. Naturgeschichte hautnah!

Ein nahezu unberührtes Biotop ist auch die Caldeira auf Faial – leider zieht das Wetter nun zu und Nebel versperrt uns die Aussicht. Auch gut, das Abendessen ruft und auch unser gemütliches Bett im 4 Sterne Hotel do Canal mit tollem Blick auf die Bucht von Horta und die Nachbarinsel Pico. Der nächste Morgen startet mit blauem Himmel. Perfekt, um noch ein bisschen am Strand von Porto Pim zu relaxen bevor es mit der Fähre nach Pico geht. Auf Faial ist der Pico – der höchste Berg Portugals – auf der gleichnamigen Insel Pico allgegenwärtig und die Vorfreude steigt. Der Seegang ist gut und nach 30 Minuten kommen wir nur ganz leicht durchgeschaukelt im kleinen Hafenstädtchen Madalena auf Pico an. Auch hier haben wir selbstverständlich einen Mietwagen und wollen gleich die Insel erkunden, bevor wir im 4 Sterne Hotel Aldeia da Fonte bei Lajes einchecken. Da das Wetter gut ist, fahren wir in die Hochfläche des Berges. Hier gedeiht eine Reihe endemischer Pflanzen. Staunend begutachten wir das Grasland. Dutzende Vulkankegel sind hier aneinander gereiht. Dazwischen breiten sich Wiesen, Weiden und kleine Seen aus. Auch die Kühe scheinen sich hier wohl zu fühlen.

Kuh auf Pico

Pico ist die Insel der ehemaligen Walfänger. In Lajes gibt es hier ein Museum zur Geschichte des Walfangs – viele Schwarzweißaufnahmen und alte Geräte zeugen davon. Heute werden die Tiere vor den Küsten der Azoren zum Glück geschützt. Sanfte Annäherung ist daher auch bei den Wal- und Delfinbeobachtungen oberstes Gebot. Den Spaß schmälert es aber nicht im Geringsten! Aufgeregt können wir uns gegenseitig von Begegnungen mit einer Delfinschule und einem Beluga vorschwärmen. Gib mir die Flosse Genosse!! 🙂 Ein letzter Abstecher in die Weinberge, die zum UNESCO Welterbe gehören, samt Weinverkostung darf natürlich nicht fehlen, bevor es weiter geht nach Terceira.

Terceira – UNESCO Weltkulturerbe und geheimnisvoller Vulkanschlot

Algar do Carvao

Algar do Carvao

Angra de Heroismo ist wahrlich ein Paradebeispiel für die Baukunst der Renaissance und zurecht UNESCO Weltkulturerbe. Wir schlendern durch die Altstadtgassen und lassen alles auf uns wirken. Fehlt nur noch ein Panorama auf die altehrwürdige Stadt. Recht einfach kommt man von hier aus auf den Monte Brasil und Angra liegt einem zu Füßen. Auch die übrige Insel ist etwas anders als alles, was wir bis dahin gesehen haben. Hier gibt es fast nur Viehweiden, die leicht hügelige Landschaft wirkt weich und die Rinder haben hier wohl das Sagen. Einen Abstecher zu den Schwefelquellen der Furnas do Enxofre ist fast schon Pflichtprogamm. Unser Highlight auf Terceira ist aber zweifelsohne die Höhle von Algar do Carvao. Welch ein Glück, sie hat geöffnet und welch ein Glück, wir haben einen warmen Pulli im Gepäck… Wir lernen, dass es weltweit nur noch auf Java solch einen Lavatunnel gibt, der mit einem „Blubb“ aus heißer Magma entstand. Die Stalaktiten und Stalagmiten sind über 2000 Jahre alt. Einfach nur WOW.

Wir müssen jetzt unbedingt das Gesehene verarbeiten. Wo geht das besser als am Sandstrand von Praia da Vitoria. Zum Baden ist es uns leider zu kühl, aber einen Zeh kann man schon ins glasklare Wasser stecken. In einem netten mexikanischem Restaurant mit Blick über die Szenerie und einem leckeren Cocktail in der Hand lassen wir es uns noch einmal richtig gut gehen, bevor wir mit einer Zwischenübernachtung in Ponta Delgada zurückfliegen. Auf Terceira beschließen wir, das nächste Mal unbedingt im Hotel Terceira Mar zu übernachten. (4 Sterne, tolle Lage und Parkplatz direkt vor der Tür).

Oh wie schön sind die Azoren! 4 von 9 Inseln haben wir in 14 Tagen erkundet. Wir kommen wieder! Es gibt noch so vieles zu sehen und zu erleben!

 
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