"Ein Schiff wird fahren" - die Fortsetzung von "Ein Schiff wird kommen"...

von Andrea Dalstein | mehr Artikel von | 12. Dezember 2014 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Was zuvor geschah: Regelmäßige Blogleser wissen mehr ;).  Beim Start in die wohlverdienten Kurzferien, dies in Form einer Mini-Cruise ab Miami in Richtung Bahamas, haben wir leider wegen einer 4,5-stündigen Flugverspätung nicht nur unser Schiff in Miami, sondern auch die Chance auf eine Bahamas-Cruise verpasst. FAST. So leicht gehen uns die Ideen nicht aus und so leicht geben wir uns nicht geschlagen. (Komplette Vorgeschichte zum nachlesen hier)

In der Not der Stunde freundeten wir uns spontan mit Bob und Sarah an, die mit uns im selben Flieger gewesen waren und die das gleiche Schicksal ereilt hatte. Von meiner Idee, dem Schiff „vorweg“ zu fliegen, um am nächsten Morgen in Nassau an Bord zu gehen, waren sie spontan begeistert. Wir buchten also 4 Tickets mit Bahamas-Air, holla, und verbrachten im Melia Nassau Beach einen entspannten Restabend, genossen die ersten karibischen Rhythmen nebst karibischem Flair und Drinks und verabredeten uns für den nächsten Morgen, 07:45 Uhr.

Sonnenaufgang

08:00 Uhr: Die Sonne brennt. Im Hafen liegen bereits 3 große Pötte. In Scharen strömen uns Menschen entgegen. Um 8 Uhr morgens? Sind die Betten an Bord so schlecht? Gibt es nichts zu essen? Was machen die Menschen so früh auf so einer kleinen Insel? I have no idea. Denn wie sich später herausstellte waren sowohl die Betten als auch das Essen perfetto großartig. Muss an der amerikanischen Mentalität liegen, vielleicht nichts verpassen zu wollen…?

Nassau

Farbgewaltig empfängt uns die Hauptstadt. Blaues Meer, weiße Ozeanriesen, bunte Häuser, dunkelhäutige freundliche Gesichter und hellgelbe Sonne am strahlenden Himmel. Die Menschen sind mehr als farbenfroh gekleidet, ihre weißen Zähne blitzen in der Sonne und bilden den perfekten Kontrast.  Weiße Zahnreihen strahlen um die Wette und verbreiten gute Laune. Und sie schlagen wie wild rhythmisch auf ihre Steel Pans und untermalen die Idylle mit typisch karibischer Musik. Diesen Klang bringt man sofort mit Karibik, Sonne und Sandstrand in Verbindung. Macht mal kurz die Augen zu,dann hört ihr es…

Kurze Exkursion: Steel Pan heißt übrigens wörtlich übersetzt „Stahlpfanne“ – und nicht mehr als das ist es. Aus Feinblech hergestellt handelt es sich um einen runden Resonanzkörper, bratpfannen-ähnlich, in den verschiedene Tonfelder eingearbeiet werden, die wiederum verschiedene Tonhöhen erzeugen. Bei uns heißt sowas Wok-Topf und verrückte Menschen fahren in ihm eine Bob-Bahn hinunter. Da es mangels kalter Temperaturen und Schnee auf den Bahamas unmöglich ist im Wok Bob zu fahren, hat man das Gerät hierzulande zum Musikinstrument umfunktioniert. So einfach ist das.

Nun aber zu den wesentlichen Informationen: Gebucht hatten wir NCL (Norwegian Cruise Line). Wir als eingefleischte AIDA-Fans sind natürlich ein bisschen bis sogar sehr skeptisch an die Sache ran gegangen. Und dass uns das Schiff vor der Nase weggefahren ist, trug keineswegs zur Erheiterung bei. Umso positiver waren wir überrascht: NCL erfreute mit ebenso bunter Bemalung seines Schiffchens und mehr als freundlichen Mitarbeitern, die neben ihrer Freundlichkeit auch noch super sprachbegabt waren. Welche Sprache welcher Mitarbeiter spricht erkennt man am Namensschild, auf dem entsprechende Flaggen abgebildet sind – und die meisten hatten mindestens vier Fähnchen auf ihrem Schild. Die Norwegian Sky ist schon ein betagtes Boot, was man an mancher Innenausstattung deutlich erkennt, aber es war sehr sauber und hatte großzügige Deck- und Poollandschaft. Kulinarisch wurde alles geboten, von Paella-Showcooking an Deck – das in einer riesen Paella-Pfanne zubereitet wird, also um ein vielfaches größer, als das was manche benutzen, wenn sie Bob fahren oder Musik spielen – über eine Grillstation, Pasta-Event und und und. Lecker! Die 2 Hauptrestaurants versprühen „Titanic“-Charme. Nicht weil sie an den Untergang erinnern, sondern weil sie Filmkulisse sein könnten: Ein riesiger Kronleuchter leuchtet in der Mitte des festlich gedeckten Raumes und eifrige Kellner und Kellnerinnen servieren leckere Menues.

Highlight der Reise, wenn man mal von der Anreise absieht (doch auch die war echt spannend), war auf jeden Fall unser 2. Stopp. Ein Schiff wird kommen – und zwar nach Great Stirrup Cay.

Völlig witzig… Die Bahamas bestehen aus 700 Inseln, wovon die Kleinsten wiederum nur ca. 20 x 20 m groß sind, glaube ich, nur deshalb kommen die Bahamas auf eine Gesamtinselzahl von 700. Also auf jeden Fall: Damit es dort kein Gerangel gibt, besitzt eigentlich jede größere Cruise Ship Company ihre eigene Insel, an der sie exklusiv anlegt und diese für den Tag kapert. Tolle Sache, denn die Insel war so eine Art „Fantasy Island“ (für die, die das mal gesehen haben). Dort gab es alles was das Herz begehrt – vom Traumstrand, kleinen Buchten, Sport (Volleyball, Schnorcheln, Speedboat etc.), privaten Cabanas (kleine Häuser zum Mieten), BBQ, bis hin zu einer Bacardi-Bar und vielem mehr. Wir konnten dort also den Tag genießen und haben das in vollen Zügen genossen. Ach: Der Wok-Topf war selbstverständlich auch dabei. Sowohl der, der Musik machen kann, als auch der, in dem leckere Gerichte brutzeln. Das Gerät ist außerdem beach-fähig (natürlich nicht die Bob-Version).

Barcadi Great Stirrup Cay

Übrigens hatten mit uns insgesamt 11 Leute das Schiff verpasst. Wir fanden uns beim Einchecken am Hafen von Nassau alle auf einer Liste wieder. Das war irgendwie beruhigend – also zumindest auf irgendeiner Liste versehen zu sein, denn das bedeutete, dass man uns noch erwartete und wir bekannt waren.

Neugierig geworden? Gerne gebe ich euch weitere Tipps. Schaut einfach bei uns im Reisebüro vorbei oder schreibt eine E-Mail.

 
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