Malediven - Ein weißer Sandfleck im Indischen Ozean

von Benjamin Bindewald | mehr Artikel von | 12. November 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Das Boot legt ab, wir schippern langsam wieder zurück, zurück in die normale Welt, in den Alltag, Richtung Ibrahim Nasir Airport auf Male und ich habe nur einen Gedanken im Kopf… ich muss hier wieder hin.

Doch blicken wir 15 Tage zurück.

Es ist der 06.06.2015. Wir, das sind Linda und Benny, schließen die Haustür zu und stellen uns gegenseitig nochmal die Frage, ob wir denn alles im Gepäck haben. Noch nie war unser Gepäck so leicht wie bei diesem Urlaub, noch nie hat Linda „nur“ 1,5 Stunden gebraucht, um einen Koffer zu packen. Obwohl jeder von uns 30 Kg Freigepäck hat, ist es für uns unmöglich, dieses Freigepäck auch voll auszuschöpfen. Wir sind auf dem Weg zum Flughafen und können es eigentlich immer noch nicht glauben, wo die Reise hingeht. Erst am Condor Check In, als der Condor Mitarbeiter uns darum bittet, ihn doch bitte im Koffer mitzunehmen, wird es uns bewusst, wir fliegen auf die MALEDIVEN.

Weißer Strand, kristallklares Wasser und eine schöne Unterwasserwelt. So kennen wir die Malediven aus Zeitschriften, Internet und verschiedenen Urlaubsbildern von Bekannten. Da wir mitten in der Regenzeit fliegen, haben wir Bedenken, dass wir unseren Freunden solche Bilder nach der Reise nicht zeigen können.
Kurze Zeit später sind wir auch schon an Bord. „Ready for take off“  hört man über die Lautsprecher der Condor Maschine und los geht´s. Um einen schönen Blick auf die Spiegeleier zu haben, reservierten wir uns vor dem Flug Plätze am Fenster. Spiegeleier??? Ja, so nennt man die verschiedenen Inseln die man im Landeanflug auf Male sieht. Nach ca. 9 Stunden Flug, ist es dann auch soweit. Da sind sie, die Spiegeleier. Was für ein grandioser Anblick.

inseln

Nach der Landung, Passkontrolle und Gepäckband, geht es nun Richtung Ausgang. Dort erwartet uns auch schon ein Thomas Cook Mitarbeiter, der uns direkt zu unserem Transferboot bringt. Nach ca. 20 Minuten Bootstransfer erreichen wir unsere Insel, Thulhagiri. Die Insel ist ca. 300 x 200 Meter groß und wir fragen uns schon bei der Ankunft, was machen wir hier jetzt 14 Tage?

Nach kurzem Check In, geht es Richtung Bungalow. Dieser steht direkt vorne am Strand ca. 2 Meter vom Wasser entfernt.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause in unserem Bungalow und Klamotten Wechsel, beginnen wir nun einen kleinen Inselrundgang. Da Thulhagiri eine Barfuß Insel ist, geht es ohne Schuhe los.Die Bungalows sind alle aus Bambusholz und sehr nett eingerichtet. Es ist zwar kein purer Luxus, aber dafür sehr gemütlich.

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Nach wenigen Metern waren unsere Bedenken, dass wir aufgrund der Regenzeit nicht so tolle Bilder ergattern können, weg. Die Insel lieferte uns von Beginn an ein unglaubliches Panorama. Von der Regenzeit war nichts zu sehen. Keine Wolke am Himmel und purer Sonnenschein.

Wir sind im Paradis…

strand

Vom Strand aus gehen wir direkt zum Hauptrestaurant. Um dort hinzukommen, müssen wir quer über die Insel, durch die wunderschöne Vegetation. Nach wenigen Schritten durch das Grüne, fällt uns auf, dass auf den Bäumen und Palmen alte Kokosnüsse mit einem Seil befestigt sind. Es stellte sich heraus, dass in den Kokosnüssen Wellensittiche leben. Ich klatsche in die Hände und der komplette Himmel ist bunt. Grün, blau, gelb, türkis alle möglichen Farben.

Das ist ein Unterschied zu anderen Malediven Inseln. Auf Thulhagiri leben hunderte Wellensittiche. Wir kannten sie bisher nur aus Käfigen. Es war wunderschön zu sehen wie diese Vögel dort in freier Natur leben.

vögel

Angekommen im Hauptrestaurant, werden wir vom Küchenchef mit einem herzlichen „Grüß Gott“ begrüßt. Nach einem kurzen Gespräch erfahren wir, dass der Küchenchef ein Österreicher ist. Und genauso ist auch das Essen. Mehr Europäisch als Asiatisch, es ist aber von allem was vorhanden. Schweinebraten mit Semmelknödel zum Hauptgang und Windbeutel als Nachtisch sind nur eine von mehreren Möglichkeiten.

Die Insel bietet Halbpension, Halbpension Plus und All Inklusive an. Wir haben Halbpension gewählt. Allerdings haben wir uns nach 3 Tagen mit dem Inselchef auf ein Upgrade geeinigt. Jetzt haben wir Halbpension Plus. So haben wir alle Getränke, Frühstück und Abendessen inklusive. Mittags hat man die Möglichkeit, für ein paar Dollar, Sandwiches mit Pommes zu bekommen.

Kommen wir wieder zu dieser wunderschönen Natur. Die Malediven sind ja auch vor allem für ihre einzigartige Unterwasserwelt bekannt. Deswegen haben wir unsere Schnorchelausrüstung von zuhause mitgebracht. Das Hausriff auf Thulhagiri ist ca. 200 Meter vom Strand aus entfernt. Dies hat den Vorteil, dass man ohne Badeschuhe in Strandnähe schwimmen kann. Möchte man zu den Korallen, haben die Mitarbeiter der Insel mitgedacht. Sie haben eine wunderbare Schnorchelstrecke mit zwei kleinen Kanistern im Wasser gekennzeichnet. Ein Seil, was unter Wasser ist, führt direkt zu den Kanistern. Man kann sich also ohne Probleme selbst bis an das Außenriff ziehen.  riff

Am Außenriff taucht man ein in eine andere Welt. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Bunte Fische, Schildkröten, bunte Korallen, kleine Schwarzspitzen Haie. Es ist der Wahnsinn. Sofort muss ich daran denken bzw. ärgere ich mich, dass wir „nur“ 14 Tage hier sind.

schildkröte

Die Tage vergehen wie im Flug. Es gibt nicht einen Tag an dem man Langeweile hat. Die Unterwasserwelt sieht jeden Tag anders aus. Nach 4 – 5 Tagen setzt die Erholung ein. Wir wirken komplett entspannt, die Malediven haben uns komplett in ihren Bann gezogen. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, besuchen wir den Spa Bereich der Insel. Der Spa-Bereich hat momentan ein Angebot. 2 Massagen bezahlen und 3 bekommen. Bei diesem Angebot schlagen wir gleich zu. Nach einer eiskalten Erfrischung lassen wir uns nach Strich und Faden verwöhnen. Die Massage ist ein Traum. Alleine die Location lädt zum Entspannen ein. Man liegt auf der Liege, hört das Rauschen der Wellen, riecht das Kokosnussöl und lässt einfach seine Seele baumeln. Leider ging die Stunde zu schnell vorbei. Langsam merken wir, dass der Urlaub dem Ende zu geht. Auf unserem Bett liegt ein Hinweis von der Rezeption, dass unser Transfer Richtung Flughafen in zwei Tagen um 07:00 Uhr los geht.

Wir sind traurig…

Der Tag der Abreise ist gekommen. Weit hinten im Schrank, hol ich wieder meine festen Schuhe hervor. Gerade am binden, höre ich ein etwas anderes rauschen. Es war Regen. Am Tag der Abreise, haben wir das erste Mal Regen in den kompletten 14 Tagen. Glück gehabt.

Thulhagiri, wir kommen wieder…

Sonnenuntergang

 
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