Eine Reise durch unser Nachbarland - Flandern

von Sabine Kober | mehr Artikel von | 7. August 2014 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Also entschied ich mich für das Naheliegende und wählte den August um in unser schönes Nachbarland Belgien, bzw. den nördlichen Teil Flandern, zu reisen.

Um möglichst komfortabel und schnell dorthin zu kommen gönnte ich mir eine Fahrt mit dem Thalys, dem komfortablen Hochgeschwindigkeitszug, der nur knapp 2 Stunden von Köln nach Brüssel benötigt. Da ich in der 1. Klasse fuhr, wurde mir das sehr leckere Mittagessen direkt am Platz serviert.

In Brüssel angekommen, fuhr ich zunächst zum Hotel ( Novotel Tour Noir ). Da das Hotel sehr zentral liegt, konnte ich zu Fuss direkt in die Stadt gehen. Ich schloss mich einer Stadtführung an, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten direkt aus erster Hand kennzulernen. Die Stadt war brechend voll, da das Wetter super war. Touristen, Tagesgäste sowie Einheimische tummelten sich dort. Sämtliche Strassencafes waren gut besucht und rund um den Rathausmarkt schoben sich die Menschen duch die schmalen schönen Gassen.

Alle 2 Jahre gibt es in Brüssel auf dem Grote Markt den sogenannten Blumenteppich. Eine derartige Blütenpracht habe ich wirklich noch nie gesehen, ich war ein wenig gerührt. Für den Blumenteppich werden die typischen belgischen Begonien verwendet, da sie besonders bunt und widerstandsfähig sind. Ein persönlicher Tipp: Abends kann man vom Rathaus einen Blick auf die illuminierten Blumen werfen.

Blumenteppich Brüssel

Da ich mich in Brüssel, der Stadt der Schokolade befand, durfte ein Besuch einer Filiale von Chocopolis nicht fehlen. Hier wurde mir die Kunst der Pralinenherstellung nähergebracht – und kosten durfte ich natürlich auch. Ebenso bekannt und beliebt sind die Brüsseler Waffeln – ich hätte gerne noch eine gegessen, aber die Aussicht auf ein leckeres Abendessen verbot es mir. Da Brüssel ebenfalls bekannt für seine große Auswahl an verschiedenen Biersorten ist, besuchte ich einen Pub um das berühmte Kirschbier zu probieren – nun ja, Geschmäcker sind verschieden… Direkt gegenüber des Pubs konnte ich das Wahrzeichen Brüssels, Manneken Pis , eine Brunnenfigur eines urinierenden Knabens, bestaunen. Ich war überrascht, wie klein dieses Kerlchen ist :-)).

Am Abend besuchte ich Brüssels Restaurantmeile, die an den Galeries St. Hubert beginnt, welche Europas älteste überdachte Straße ist. Meine Tipps: Mokafe und Taverne du Passage

Restaurantmeile Brüssel

Am nächsten Tag , direkt nach dem üppigen Frühstück, ging es noch zu einem weiteren Wahrzeichen Brüssels, dem Atomium.  Das Atomium stellt ein Eisenmolekül dar , ist 109 Meter hoch und besteht aus 9 Kugeln, wovon 6 begehbar sind . Durch einige von ihnen führen Rolltreppen. Leider reichte die Zeit nicht, um dem Atomium einen Besuch abzustatten, denn es ging direkt weiter nach Brügge. Fahrzeit mit dem Bus ca 1 Stunde. Dort angekommen, erwartete mich der Stadtführer, um mit mir einen Spaziergang durch das romantische Brügge mit seinem historischem Stadtzentrum zu unternehmen. Die Stadt steht übrigens unter Unesco Schutz. Brügges Stadtbild ist geprägt von schmalen Kopfsteinpflastergassen, vielen Klinkerhäuschen sowie vielen begrünten Kanälen.

Brügge

In Brügge besuchte ich die Chocolaterie Sukerbuyc, wo ich nochmals in die Kunst der Pralinenherstellung eingeführt wurde. Danach stattete  ich der Brauerei De Halve Maan einen Besuch ab. Bei einer Führung lernte ich wie man die belgischen Biere herstellt. Anschließend gönnte ich mir ein leckeres Mittagessen im Restaurant Maximiliaan van Oostenrijk., um danach den vollen Bauch während einer Kutschfahrt durch Brügges abgelegene Ecken zu „kutschieren“.

Gegen späten Nachmittag ging es mit dem Bus weiter nach Antwerpen, der Diamantenstadt. Das Leopold Hotel, in dem ich gewohnt habe, kann ich jederzeit weiterempfehlen. Es liegt zentral und direkt gegenüber des Zentralparks. Zu Fuß sind es nur wenige Gehminuten bis zur Einkaufsstrasse, dem Diamantenviertel und zum Bahnhof. Das Abendessen nahm ich im Grand Cafe Horta auf der schönen Terrasse ein, da es ein sehr lauer Sommerabend war.

Den nächsten Tag widmete ich dem Shoppen. Außerdem stand ein Fritten-Workshop auf dem Programm, der in der Frituur Oud Belgie stattfand. Die Pommes Frites waren ein Gedicht! Im Anschluss stand am Nachmittag ein Besuch des Bollekesfestes auf meinem Tagesplan.  Hierbei handelt es sich um ein kulinarisches Stadtfest. Hätte ich doch nur nicht so viel Pommes gegessen :-)).

Am Abend ging es weiter von Antwerpen nach Gent, Fahrzeit ca 45 Minuten mit dem Bus. Hier checkte ich im Ibis Opera ein,  einem sehr einfachen, aber sauberen und sehr zentral gelegenen Hotel.  Nach dem Check-In spazierte ich zum Schiffsanleger Korenlei, wo ich eine Aperitiv Bootsfahrt auf der Leie machte. Wunderschöne Ausblicke auf das mittelalterliche Gent faszinierten mich.

Gent

Ich beschloss diesen Tag im  Restaurant Pakhuis mit einem leckeren Abendessen.

 

Bruegge

Wie schnell die Zeit verging. Nach dem Frühstück war es bereits Zeit zum Auschecken und auf zur Stadtführung durch Gent. Ich besuchte  den Blumenmarkt, den Belfired und die Stadtbrauerei Gruut, wo ich mich noch einmal von der tollen Qualität der belgischen Biere überzeugen konnte. Nach einem kleinen Snack ging es mit dem Bus zurück nach Brüssel. Da ich noch etwas Zeit bis zur Abfahrt des Thalys hatte, ging es noch in das Magritte Museum und den königlichen Palast in Brüssel. Auf die Hand noch schnell eine leckere Brüsseler Waffel vom Waffelstand, bevor mich der Bus zum Bahnhof brachte. Kugelrund und glücklich ging es Richtung Köln.

Adieu Flandern, ich komme bestimmt wieder. (Und dankeschön Belgien für 2 Kilo Gewichtszunahme :-))

 
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