Euböa - die Sonderreise mit dem Reisveranstalter Pallis

von Bettina Fiedler | mehr Artikel von | 30. September 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Im Juni wurden wir Thomas Cook Reiseberater/innen von dem Reiseveranstalter Pallis auf die Insel Euböa eingeladen. Euböa ist die zweit größte Insel Griechenlands. Die Insel ist ca 175 km lang und zwischen 6 und 50 km breit. Sie liegt östlich des Festlandes im Ägäischen Meer. An der, durchs Festland geschützten, Westküste gibt es zahlreiche Küstenorte, Häfen und einsame Strände. Die Ostküste hat dagegen sehr hohe Steilküsten und viele Fjorde. Das Inselinnere ist durch hohe Berge, niedrige Hügelketten und Ebenen gekennzeichnet. Die Hauptstadt Euböas, Chalikida, ist u.a. über eine Brücke zu erreichen und ca. 80 km von Athen entfernt.

Im Reiseführer lese ich, dass Euböa eine Schatztruhe voller natürlicher und historischer Kostbarkeiten ist. Unter anderem herrschten die Mazedonier, die Venezianer und die Türken hier. 1833 wurde Euböa in den freien griechischen Staat integriert.Es wurden hier antike Werke aus Metall, Stein und Ton gefunden. Ich freu mich schon auf den Besuch der “ Drachenhäuser „. Diese Häuser sind etwa 3000 Jahre alt und immernoch sehr fest. Ich lese außerdem, dass der Name Euböa (eu+bous = gute Ochsen) vom Homer stammen soll und u.a.ein Begriff für fruchbaren Boden ist.

Pallis Programm

Über München fliege ich nach Athen. In Athen angekommen, erwartet mich eine sehr charmante Reiseleiterin und meine Reisegruppe am Flughafen. Wir freuen uns über angenehme 25 Grad Lufttemperatur und fahren ca. 50 min durch eine ganz wundervoll grüne Landschaft, z.T. durch das Gebiet Marathon, zu dem Hafen „Agia Marina“. Unsere Reiseleiterin erzählt uns, dass Athen und das Umland für die Olympischen Spiel 2004 u.a. von vielen deutschen Firmen „hübsch“ gemacht wurde. Es wurde u.a. eine S-Bahn und die Ringautobahn um das Zentrum gebaut. Die Straßen wurden erneuert und begrünt. Den Menschen auf Euböa geht es gut, da sie zum größten Teil immer schon Selbstversorger waren und nach wie vor sind. Der Boden ist hier eben sehr fruchtbar und auch im Sommer gibt es genug Wasser.

Bis die Fähre am Hafen “ Agia Marina “ anlegt, haben wir noch 10 min Zeit. Wir nehmen unser Gepäck aus dem Bus und bestaunen das flotte Anlegemanöver. Mit uns warten weitere 8 Pallis- Gäste. Ich erkenne sie an den Kofferanhängern. Eigentlich steigen nur Griechen und wir Pallis Gäste ein. Die Überfahrt dauert 45 min. Ja und hier beginnt die Sonderreise. Wir gönnen uns einen Snack und einen Drink aus dem Bordshop und genießen den warmen Wind auf dem Sonnendeck. Das türkise Meer glitzert in der Sonne und uns geht es einfach nur gut.

In Nea Syra werden wir schon erwartet. Kalimera ! Wir werden auf herzlichste Willkommen geheißen und zur Apartmentanlage Sunset gebracht. Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgezeichnetem Frühstück auf der Terrasse, geht es los. Wir Thomas Cook Reiseberater/innen wollen ja möglichst viele Eindrücke und Informationen mit in unsere Büros nehmen, damit Sie die Infos aus erster Hand bekommen.

Wir starten unsere Hotel-Tour im Hotel Venus Beach. Die 3 Sterne Anlage ist in den Hang gebaut und besteht aus Bungalows. Die Zimmer sind einfach aber top-sauber. Meine Kollegen stehen vor mir in einem dieser Zimmer und nehmen mir den Blick aus der Terrassentür… als ich an der Reihe bin, einen Blick von dem Balkon zu erhaschen , ist mir klar, warum die Reiseexperten keinen Platz machen wollten… Das Meer ist zum Greifen nah. Der Blick aus diesem Zimmer ist phantastisch. Ich habe das Gefühl direkt über dem Meer zu stehen. Ich notiere mir die Nummer von diesem und den Nachbar-Zimmern und wir gehen in den Speiseraum. Er befindet sich in der ersten Etage. Wunderbar, auch dieser Raum liegt über dem Meer. Neben der Lobby hat das Hotel eine nette Cafeteria und eine Taverne. Der Manager schwärmt hier von dem Sonnenuntergang bei einem Glas Frappe. Die gesamte Anlage ist liebevoll gestaltet und gemütlich. Der Garten ist üppig bewachsen und der Strand mit dem klaren Wasser nur ein paar Meter entfernt.Venus Beach

Wir gehen ca. 30 min am Wasser entlang, um uns von dem nächsten Haus, dem Hotel Egilion ein Bild zu machen. Auf der kleinen erhöhten Terrasse sitzen Gäste und vor der Terrasse stehen 2 ältere Herren. Sie tragen helle Hemden, Hosenträger und Strohhüte. Sie unterhalten sich und rauchen dabei. Die Situation erinnert mich an ein Bild, welches mein Opa im Wohnzimmer hatte. Die Dame des Hauses kommt mit Blumen bedruckter Schürze aus der Küche. Sie reicht uns Erfrischungen und freut sich, dass wir ihr Haus angucken werden. Leider, so sagt sie, könne sie uns nur ein Zimmer mit Blick auf den Innenhof zeigen. Die anderen 39 Zimmer seien belegt. An einem Springbrunnen vorbei geht es in den hinteren Teil des Hauses. Das Mobiliar ist aus massivem Holz, die Wände und die Vorhänge sind weiß. Es ist urgemütlich in dem Zimmer. Die Gäste bekommen Frühstück und können sich aussuchen, ob sie am Mittag oder am Abend essen wollen. So haben die Gäste die Möglichkeit den frischen Fisch in der Taverne Matina Styra am Abend zu genießen. Super Idee ! Oben auf dem Haus gibt es eine Dachterrasse. Es sind aber auch ausreichend Liegen und Schirme für den Strand vorhanden.

Wir spazieren auf der hübsch angelegten Promenade, vorbei an urigen Tavernen und kleinen Läden in Richtung Fisch-Häuser. Gerade ist die Fähre angekommen. Es herrscht plötzlich ein reges Treiben in dem beschaulichem Dorf Nea Styra. Eine kleine Gruppe mit Oldtimern ist angekommen. Die stolzen Besitzer haben sich und die alten Schätze mächtig herausgeputzt. Die Damen tragen schicke Sonnenbrillen und Kopftücher. Ein tolles Bild !

Nun dürfen wir ein Blick in die Appartements Elena werfen. Sie werden nach der Renovierung Villa Luna heißen. Hier wohnen Pallis-Gäste, die, wann auch immer, auf dem eigenen Balkon frühstücken und zum Essen ausgehen. Die Appartements haben auch eine richtige Küche, die Gäste könnten sich also auch komplett selbst versorgen. Sie liegen direkt am Meer. Man könnte vor dem ersten Kaffee, in den Bademantel schlüpfen, nur Treppe hinunter gehen und ins Meer springen.

Nachdem wir frisch gegrillten Fisch in der Taverne Matina Nea Styra gegessen haben, fahren wir mit dem Bus in das Zentrum der Insel. Der Ausflug heißt authentisches Euböa. Die Landschaft ist wirklich grandios. Wir sehen weite Ebenen, Platanenwälder und massive Gebirgszüge. Wir besuchen ein Kloster aus dem 16 ten Jahrhundert und machen Rast in einem süßen Bergdorf. Was für ein toller Tag!

Am nächsten Morgen begutachten wir das Hotel Castello Rosso. Das Hotel hat 26 Zimmer und liegt ca. 150 m vom Strand entfernt. Am Pool stehen Liegen bereit und der Garten ist top gepflegt. Die Zimmer sind sehr ordentlich. Das Frühstück kann auf der Terrasse eingenommen werden und es besteht die Möglichkeit, Mittags oder Abends ein Menü auszuwählen. Die Sonne blinzelt durch die Bäume und ich stelle ich mir vor, wie romantisch es hier abends sein muss. Die Grillen zirpen, der Wind rauscht durch die Bäume, das Kerzenlicht … ach … wunderbar. Wir möchten eigentlich bleiben.

castello rosso

Aber wir wollen doch noch das Hotel Delfini sehen. Wir teilen uns auf. Ein paar Kollegen nehmen den kostenlosen Hotelbus zum Ort Nea Styra. Dieser Bus fährt 3x täglich vom Hotel Castello Rosso. Da wir Zeit haben, entscheide ich mich mit zwei Kollegen am Strand nach Nea Styra zu gehen. Der Kiessand ist ganz warm und ich erinnere mich, dass unsere Reiseleitung empfohlen hat, im Wasser zu gehen. Der sandige Meeresboden ist leicht gewellt. Unsere Reiseleitung sagt, dass schon die alten Griechen diese Therapie angewendet haben, um die gesamte Körperdurchblutung anzuregen. Nach 20 min Wassertreten sind wir da.

Hotel Delfini

Das Hotel Delfini liegt direkt am Strand. Nur die hübsche Promenade, mit den blühenden Oleanderbäumen, trennt das Haus von dem breiten, flach abfallenden Strand. Die Dame des Hauses erwartet uns mit Handtüchern und einer Erfrischung – mmmh starker Kaffee mit Zucker und dazu Baklavas. Wir dürfen uns ein Zimmer mit Meerblick angucken. Donnerwetter! Das große Zimmer hat ein Balkon mit Markise. Von hier aus sehe ich den kleine Hafen mit der Fähre und den kleinen Fischerbooten. Direkt vor mir, am Strand, stehen die Liegen mit Sonnenschirme bereit. Wenn man hier wohnt, hat man alles im Blick. Ich glaube, das dass Meer vom Bett aus zu sehen ist. Gerne würde ich es mal ausprobieren.

Wir haben Freizeit. Der Strand, die Liegen und das kristallklare Meer sollen getestet werden. Die kleinen Geschäfte bieten süße Mitbringsel an und der Kaffee ist ja auch zu und zu lecker. Nun ist noch Zeit bis zum Abend und ich beschließe, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Herr Pallis hat tolle Wanderwege erarbeitet und verschiedene Routen markiert. Die „rote Tour“ soll zu den Drachenhäusern führen. Ich überrede meine Kollegin und wir laufen los. Wie beschrieben, sehen wir schon nach kurzer Zeit das erste Ziel. Es soll die höchst gelegenste Akropolis Burg der Antike sein. Der Anstieg über ca. 800 m ist für mich, total unsportliche Reiseverkehrskauffrau, erstaunlich einfach. Meine Kollegin freut sich, dass wir auf so einem alten, geschichtsträchtigem Land unterwegs sein dürfen. Sie erzählt mir von den vielen antiken Werken, welche auf Euböa gefunden wurden. Die meisten Schätze sind im archäologischem Museum von Eritria zu bestaunen. Die Drachenhäuser, vor den wir jetzt stehen, sind schon ca. 3000 Jahre alt. Sie bestehen aus vielen Steinen und gelten als die ersten architektonischen Werke überhaupt. Noch ist nicht klar, wer hier gewohnt hat. Die Griechen glauben, dass Drachen diese tonnenschweren Steine hier her geschleppt haben. Ich bin schwer beeindruckt und freue mich, dass ich hier herauf gekommen bin. Nun aber flott zurück. Der letzte Abend soll ein ganz besonderer werden.

Wir dürfen nämlich einen typischen griechischen Abend in dem Bergdorf Reouzi erleben. Familie Pallis läd uns in ein urgemütliches Restaurant mit Blick übers das Tal ein. Es gibt alle griechischen Köstlichkeiten die man sich vorstellen kann. Dazu u.a. viel, viel sehr leckeren Landwein. Eine Tanzgruppe aus Alt Styra überrascht uns zum Abschluss mit ihren Darbietungen. Was für ein gelungener Abend.

Was für eine gelungene, toll organisierte Sonderreise der Firma Pallis. Vielen Dank !

Ihre Bettina Fiedler

Thomas Cook Reiseberaterin aus Kiel

 
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