Everything is possible in Los Angeles

von Daniel Herrmann | mehr Artikel von | 8. September 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Die amerikanische Westküste, eine der schönsten Gegenden der Welt, durfte ich auf einer Sprachreise in einer einzigartigen Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien einen Monat lang besuchen: Los Angeles. Mein größter Wunsch ging in Erfüllung. Wer neue Menschen aus aller Welt kennen lernen, eine berühmte Stadt besuchen, das Land entdecken und dabei sein Englisch verbessern möchte, sollte eine Sprachreise machen. Am 24.07.2016 ging es mit Verspätung um 12 Uhr von Frankfurt aus nach Philadelphia. Weiter ging es nach Phoenix, Arizona und schließlich kam ich mit 6 Stunden Verspätung am LAX (Los Angeles International Airport) an. Zum Glück musste ich nicht lange auf meinen Transfer warten und dieser fuhr mich vom Flughafen durch die South Bay nach Torrance zu meiner Gastfamilie.

Language

Redondo Beach

Am Tag meiner Ankunft, etwa 6 Stunden später, musste ich wieder aufstehen und los ging es zur Schule. Ich war einer der wenigen Glücklichen, deren Gastfamilie nicht weit weg wohnte und ich so zu Fuß laufen (und 80$ für den Bus sparen) konnte.
Nach einer kurzen Einführung konnte man für den Nachmittag für 30$ einen Venice und Santa Monica Trip buchen. Den hab ich natürlich auch mitgemacht. Zuerst ging es ins 2 Stunden (das ist für L.A. nichts) entfernte Santa Monica und wir hatten rund 1,5 Stunden Zeit zu tun und zu lassen, was wir wollten. Auch wenn es viele nicht wissen, Santa Monica gehört nicht zu Los Angeles und ist eine vollkommen unabhängige Stadt. Erschlagen erstmal von den Kaffee-Preisen ging ich runter zum weltberühmten Santa Monica Pier über den Pacific Coast Highway und machte ein Selfie vor dem Schild, welches das Ende der Route 66 markiert. Dann ging es weiter mit dem Bus nach Venice Beach zum Venice Zeichen und wir konnten am Beach Frontwalk entlang laufen.

Route_66_Santa_Monica_Pier

Am nächsten Tag ging ich zum Yogurtland, wo es Frozen Jogurt gibt. Ein kleiner Insider Tipp, denn das Eis schmeckt dort sehr gut. Am Mittwoch ging ich dann mit zwei Freunden nach Long Beach, welches östlich vom Los Angeles Hafen gelegen ist. Der Strand war überraschend ruhig und das Wasser sehr warm. Ich empfehle jedem bei einer Los Angeles Reise nach Long Beach zu gehen und dort das Hotel „Queen Mary“ (das Schiff) zu besichtigen. Ich habe es leider nur vom Hafen aus gesehen. Übrigens kostete unsere Busfahrt nur 1,75$. Die Transferpreise sind sehr günstig. Man braucht in L.A. ein Auto –  das ist sicher. Aber nicht unbedingt einen Mietwagen. Wir sind den Monat lang mit Uber gefahren, ein Unternehmen aus dem Silicon Valley. Man öffnet die Uber App auf dem Smartphone und sieht sofort den Preis und die Fahrtzeit und bestellt sich den Uber dahin, wo man gerade steht. Bezahlt wird über die Kreditkarte, welche man auf jeden Fall in den USA braucht. Für den Monat habe ich nur 270$ für Transportkosten ausgegeben.

Queen_Mary_Long_Beach

Am Freitag ging es nach Downtown. Los Angeles ist wie eine riesige Kleinstadt. Nur in Downtown gibt es Wolkenkratzer. Wir gingen hoch zum höchsten Gebäude von Kalifornien, dem US-Bank-Tower für 25$. Von da oben hat man eine Aussicht (soweit es halt geht, denn der Smog verdeckt die Sicht zum 20 Kilometer entfernten Meer), wie nirgends anders in Los Angeles. Wir machten noch für 8$ den Sky-Slide, welcher erst dieses Jahr geöffnet wurde, eine Glasrutsche die 1 Stockwerk runter geht. 4 Sekunden lang. Geldverschwendung. Danach ging es nach China-Town, welches aber nur eine Straße war und zur Disney-Konzert-Halle.

Downtown_Los_Angeles

Für den Samstag haben wir für 65$ eine EF-eigene Los Angeles City Tour gebucht. Zuerst ging es wieder nach Venice und Santa Monica, wo wir nicht wirklich viel Neues gemacht haben. Danach ging es nach Beverly Hills. Dort haben wir am Beverly Hills Sign Fotos gemacht und gingen zum Rodeo Drive. Dort sah ich den deutschen Fußballspieler Mats Hummels. Im Anschluss ging es zur wohl berühmtesten Sternenwarte der Welt, dem Griffith Observatory. Von dort hat man eine wunderbare Sicht auf das flache Los Angeles und in der Mitte die Hochhäuser von Downtown.

Dann ging es endlich zum Herzen dieser Stadt: Hollywood. Entlang am Walk Of Fame sahen wir das El Capitan und TLC Chinese Theatre und das Studio Nickelodeon on Sunset. Auf dem Hollywood Boulevard gibt es unzählige Souvenirläden, nach Filmfiguren verkleidete Menschen und Möchtegern Rappern, die ihre CDs „verschenken“ möchten.

Griffith_Obsevatory_Hollywood_Hills

Am Montag ging es zum wunderschönen Manhatten Beach und Dienstagabend sind wir endlich zu den nur 100 Meter vom Beach Frontwalk entfernten, ruhigen Venice Kanälen und durch den Sonnenuntergang von Venice Beach zu Fuß zum Santa Monica Pier, welches sich nachts in einen Jahrmarkt verwandelt. Man sollte unbedingt nachts zum Pier gehen und die Lichter der Fahrgeschäfte bestaunen. Auch sollte man sich nicht die Tageskarte kaufen, sondern nur die Achterbahn und das Riesenrad fahren. Mit Freunden bin ich dann am nächsten Tag zu dem Achterbahnvergnügungspark Six Flags Magic Mountain gefahren, etwas außerhalb von LA. Ich muss sagen, dass dieser Park extreme Achterbahnen hat und nur wer Achterbahnen über alles liebt, dort hin sollte.

Six_Flags_Magic_Mountain

Am Donnerstag sind wir dann mit der Schule hinter das Hollywood Zeichen gewandert, einmal um den Mount Lee herum. Ich empfehle es jedem zu tun, der länger als 2 Tage in Los Angeles bleibt und es ist nicht so schwer da hoch zu kommen, wie es von unten aus aussieht. Am Abend bin ich wieder zurück zum Hollywood Boulevard ins berühmte Chinese Theatre und bin zur Opening Night in den Film „Suicide Squad“ gegangen. Ein weiterer Tipp von mir: geht ins Kino in Amerika. Die Amerikaner schreien und klatschen, als wären sie bei einem Konzert. Das war schon ein kleiner Kulturschock.

Hollywood_Hills_Hike_Los_Angeles

Gleich am ersten Tag habe ich einen Wochenedtrip für 235$ über Expedition America gebucht und den dann am Wochenende vom 05.-07. August angetreten. Es ging nach Las Vegas im Bundestaat Nevada. Morgens um 8 Uhr ging es los durch die Mohave-Wüste und nach unzähligen Stops sind wir dann am Nachmittag am Welcome To Fabulous Las Vegas angekommen. Vor diesem Schild steht eine riesige Schlange von Menschen, die ein Foto direkt vor dem Schild haben wollen. Man muss aber nicht unbedingt direkt vor dem Bild ein Foto machen, sondern kann an der Schlange links vorbei und ein Foto schräg machen.
Nachts ging es dann raus auf den Strip um die Hotels anzuschauen und mit der Las Vegas Tram wieder zurück.

Las_Vegas_Sign_Nevada_Paradise_USA

Übernachtet haben wir in einem 4 Bett Zimmer im Hotel Luxor, welches ganz in Ordnung war. Das Essen war viel zu fettig und es gab zu wenig Fernsehprogramme im Fernseher. Da ich noch keine 21 war, konnte ich die Dinge, die man sonst in Las Vegas macht, wie im Casino Geld gewinnen oder verlieren und heiraten, nicht machen. Deshalb blieb auch nicht viel übrig, was ich sonst so in Las Vegas machen konnte. Deshalb empfehle ich als unter 21 jähriger nicht länger als ein Wochenede in Vegas zu bleiben. Wenn man vor dem Bellagio Hotel steht, kann man eine wunderschöne Fontänen Show sehen und vor dem Mirage Hotel dreimal, aber leider nur ab 18, 20 und 21 Uhr einen Vulkan ausbrechen sehen mit einer Feuer, Lichter und Wassershow.

Luxor_Hotel_LasVegas

Am Samstag morgen ging es dann zum Stratosphere Tower, von dem man eine Aussicht über ganz Las Vegas hat. Das Hotel wäre nichts besonderes in Vegas, hätte es keine Fahrgeschäfte auf dem Dach des Turmes. Ich bin leider nur eines gefahren für 15$, die Tageskarte für alle drei Fahrgeschäfte kostet aber nur 25$. Kauft das, denn die Fahrten machen Spaß! Mittags ging es dann zur Fremont Street, im 60 Jahre Stil nach Downtown Las Vegas. Unbedingt anschauen, denn viele Las Vegas Reisende wissen davon gar nichts. Nachmittags bin ich dann ins MGM Hotel zum CBS Research Center. Dort konnte man eine Pilotfolge von einer noch nicht gezeigten Serie anschauen und in der Gruppe abstimmen, ob sie im TV gezeigt wird oder nicht. Abends auf dem Strip sollte man hoch zum Eiffelturm für 22$ und Las Vegas von oben aus nachts sehen. Einmal tagsüber weiter weg vom Stratosphere Tower und einmal nachts mittendrin auf dem Eiffelturm.

Übrigens, wer einen Mietwagen hat, sollte alles versuchen über den Freeway und nicht über den Strip zu fahren, da es dort kontinuierlich Stau gibt.

LasVegas_Strip_The_Venetian_Hotel

Zurück aus der Wüste ging es am Montag nach Hermosa Beach und am Dienstag in die Sony Picture Studios. Das war interessant und dort habe ich das Set der Serie „Die Goldbergs“ gesehen und am Abend dann die erste Folge der Sitcom angeschaut. Man sieht wirklich alles anders, wenn man weiß, dass das Nachbarhaus, welches durch das Fenster zu sehen ist, nur eine Leinwand ist. Am Mittwoch ging es nach Inglewood zum berühmten Randys Donuts. Hat sich aber leider nicht gelohnt, da die Donuts nicht gut schmeckten. Gute Donuts gibt es bei der Kette Krispy Kreme. Am Donnerstag habe ich einen Surfkurs für 40$ über EF gemacht.

Inglewood_Randys_Donuts

In Los Angeles sollte man alle Piere der South Bay besuchen. Hermosa Beach, Manhattan Beach und vor allem das Redondo Beach Pier. Der Freitag war der letze Tag von einem guten Freund, den ich in der Schule kennengelernt hatte und wir gingen endlich nach Malibu zum Point Dume State Beach. Nach dem Surfrider Beach fangen die Strände an felsig zu werden, also ganz anders als die südlichen Strände bei Los Angeles. Am Abend gingen wir dann beim Paradise Cove Beach Cafe Abendessen und lagen bis spät in die Nacht auf den Liegestühlen am Strand. Dort bitte den Schwertfisch versuchen. Sehr lecker!

Malibu_Point_Dume_State_Beach_Pacific_Ocean

Am Sonntag ging es dann endlich in die Universal Studios für 105$, die wirklich gut investiert waren. Dort sollte man morgens die Studio Tour machen und einmal abends. Zu der Harry Potter World sollte man gleich nach der Öffnung des Parkes gehen.
Am Montagabend ging es in die Cheesecake Factory, wo es viel zu viel zu Essen gibt und man den berühmten Kuchen nicht mehr essen kann. Deshalb nur da hin gehen um den Kuchen zu essen, nichts anderes. Es klingt wie eine Fabrik, ist aber ein Luxusrestaurant, wo es alles zu essen gibt. Am letzten Dienstag ging es dann morgens in die Paramount Studios, das Einzige Studio, welches noch seinen Sitz in Hollywood hat.

Filmstudio_Hollywood_Paramount

Am Donnerstag machten wir dann die TMZ Celebrity Tour, eine Tour mit dem Bus um auf Prominentenjagd zu gehen. Wir haben leider niemanden gesehen, ich kann aber nicht sagen, dass sich unser Tour Guide nicht bemüht hat, jemanden zu finden. Außerdem bekommt man hier viele Geschichten von Stars zu hören. Die Tour geht von Hollywood über Beverly Hills nach Westwood. An meinem letzten Tag ging es in das beste Studio. Warner Brothers in Burbank. Ich muss sagen, dass man sich, wenn man in Hollywood schon ist, mindestens 2 Studios anschauen sollte (Es gibt 4 besichtbare Studios, Warner Brothers, Universal, Paramount und Sony).

Beverly_Hills_TMZ_Tour_LA_City_Tour

Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Jahren wieder zurück in den Südwesten der USA gehen und hoffe ich habe mit diesem Bericht einen ersten Eindruck über die Stadt gemacht und konnte meine Erfahrungen mit euch teilen.

 
Share on Google+0Share on Facebook0Tweet about this on TwitterPin on Pinterest0Email this to someone

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Optimization WordPress Plugins & Solutions by W3 EDGE