Familienurlaub: Teneriffa Nord mit Kind? Aber sicher! Mobil unterwegs!

von Britta Thorborg | mehr Artikel von | 23. September 2014 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Für unseren Familienurlaub im August 2014 suchten wir ein Ziel, das uns mit gemässigten Temperaturen empfängt, abwechslungsreiche Ausflugsmöglichkeiten bietet und natürlich darf das Baden auch nicht zu kurz kommen.

Da wir vor über zehn Jahren, damals noch ohne Kind, schon zweimal Wanderurlaub auf Teneriffa gemacht hatten, wussten wir um die Vielseitigkeit der Insel und um ihre angenehmen Temperaturen im Norden auch während der Sommermonate. Unsere Wahl fiel daher auf Teneriffa Nord und den Ort Puerto de la Cruz. Gewohnt haben wir im Ferienpark EDEN***

Ferienpark Eden Teneriffa NordUm von Anfang an mobil unterwegs zu sein, übernahmen wir gleich am Flughafen unseren Mietwagen und erreichten in etwas mehr als einer Stunde Fahrtzeit den Norden. Das Straßennetz auf Teneriffa ist hervorragend ausgebaut. Von Los Cristianos im Süden geht eine Autobahn vorbei am Flughafen über die Hauptstadt Santa Cruz bis hinter Puerto de la Cruz im Norden.

Im Ferienpark EDEN, der im oberen, ruhigen Teil von Puerto de la Cruz liegt, hatten wir ein Appartement gebucht und waren sehr erfreut, dass wir ein frisch renoviertes Appartement vorfanden. Der Ferienpark EDEN liegt in einer großen Gartenanlage, verfügt über drei Pools – und für uns wichtig: ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten. Die Verpflegungsleistung Halbpension war für die 3-Sterne-Kategorie abwechslungsreich.

Gleich am nächsten Tag erkundeten wir Puerto de la Cruz, parkten kostenfrei genau vis a vis vom Hauptstrand, der hübsch angelegten Playa Jardin. Ein kurzer Fußweg führte uns zunähst in die Altstadt von Puerto de la Cruz mit Fußgängerzonen, schattigen Plätzen und zahlreichen Restaurants. Anschließend ging es an die Playa Jardin. Im Norden, wie an einem Großteil Strände, handelt es sich um schwarze Lavastrände. An diesem Tag zeigte sich das Meer von seiner ruhigen Seite, aber beim Baden an den Stränden im Norden heißt es gut acht geben, denn Wellengang und Strömung können sehr stark sein, selbst für geübte Schwimmer!

Teneriffa Playa JardinTipp: Der schwarze Lavassand wird sehr heiß! Badeschuhe sind eine gute Möglichkeit um schmerzfrei an die Wasserkante zu kommen.

Unsere nächsten Urlaubstage waren eine Kombination aus Sehen & Erleben und Baden & Relaxen:

Wir erkundeten an einem Tag den Loro Parque, der am Stadtrand von Puerto de la Cruz liegt. Das gerade Kinder von den Orca-, Delfin- und Robben- und der lustigen Papageien-Show begeistert sind, ist klar und ein Tag hier geht wie im Fluge vorbei. Da wir ebenso große Rutschenfans sind, durfte DER Rutschenpark auf den Kanarischen Inseln in unserem Urlaubsprogramm keinesfalls fehlen – auf zum Siam Park in Costa Adeje. Auch wenn wir wieder eine Stunde fahren mussten, hat sich die Fahrt mehr als gelohnt. Auf einem großen Arenal finden sich die rasantesten Rutschen. Man sitzt auf Reifen alleine, zu zweit oder zu viert im „Volcano“, „Dragon“ oder dem „Mai Tai River“.

Teneriffa Siam ParkTipp: Wer in sowohl in den Loro Parque als auch den Siam Park möchte, tut sich mit einem Kombi-Ticket gut. Ebenfalls empfehlenswert – gerade in den Ferienzeiten – ist ein „Fast Ticket“ für den Siam Park. Mit diesem hat man bevorzugten Eintritt und spart sich zum Teil langes Anstehen (u. a. bis zu 50Minuten je Attraktion!).

Da Teneriffa mehr als nur Vergnügungsparks zu bieten hat, sind wir als nächstes in den Nationalpark  Teide gefahren und haben eine Wanderung um die Roques de Garcia und den Finger Gottes gemacht. Bei dieser Wanderung eröffnen sich einem die Lavafelder aus verschiedensten Blickwinkeln und man hat einen fantastischen Blick auf den Teide. Da ein Großteil der Besucher nur die ersten Meter auf dem Wanderweg geht, erlebten wir die fantastische Landschaft fernab hektischer Besucherströme. Die Wanderung erfordert von allen etwas Kondition und festes Schuhwerk.

Teneriffa TeideWer ganz hoch hinaus möchte kann mit der Seilbahn fahren und – sofern man sich zuvor eine Genehmigung in der Nationalparkverwaltung in Santa Cruz geholt hat – das letzte „Stückchen“ auf den Teide wandern.

Eine weiteres absolutes Highlight von Teneriffa ist für uns die Masca-Schlucht! Schon die Anfahrt über eine sehr schmale Straße, die sich in engsten Haarnadelkurven windet, ist als abenteuerlich zu bezeichnen. Vom Gebirgsdorf Masca führt dann wiederum ein Wanderweg die Schlucht hinunter bis zum Meer, 6km Länge und 600 Höhenmeter geht es über Terrassen, Schotterwege, Geröll und Steine hinunter. Diese Wanderung hat zu Recht die höchste Klassifizierung in den Wanderführern. Trittsicher und schwindelfrei sollte man sein. Aber nicht nur wir sind diese mit unserem 7-jährigen Sohn gewandert, auch zahlreichen anderen Familien sind wir begegnet. Da die Wanderung an der Steilküste der Westküste an einem Strand endet, fährt man per Boot nach Los Gigantes zurück. Tickets können i.d.R. vor Ort erworben werden. Wer wandererfahren ist kann alleine gehen, wer auf Nummer sicher gehen möchte schließt sich einem Wanderführer an und hat bei einem gebuchten Ausflug den Vorteil, dass alle Transfers vorab arrangiert sind.

Tipp: Nur mit gutem Schuhwerk wandern, am besten knöchelhohe Wanderstiefel, eventuell Wanderstöcke für den Abstieg und ausreichend Wasser mitnehmen! Badesachen nicht vergessen – am Ende dieser doch recht anstrengenden Wanderung ist die Erfrischung im Meer doppelt so schön!

Wir hatten auf unserer Rückfahrt mit dem Boot, vorbei an der beeindruckenden hohen Steilküste der Westküste, das große Glück, eine Gruppe von Delfinen zu sichten. Generell leben viele Delfine und Schweinswale zwischen Teneriffa und La Gomera. Selbst die Bootstour ist ein Erlebnis und eine weitere Ausflugsmöglichkeit für Klein & Groß!

Nach diesen sportlichen Tagen standen für uns nun Erholung & Baden an. Im Norden gibt es zahlreiche künstliche Meerwasserschwimmbäder, da das Meer häufig recht rauh und gefährlich ist. Ein natürliches Meerwasserschwimmbad ist dageben eine ganz andere Möglichkeit! Bei Punta Hildalgo im Nordosten hat die Lava natürliche Becken geformt. Was von der Straße wenig einladend – wie eine rauhe Felsküste mit ein paar Badestegen dazwischen – aussieht, entpuppte sich bei näherem Hinsehen für uns als eine der schönsten Bade- und Schnorchelmöglichkeiten! Beim Schnorcheln haben wir viele bunte Fische gesehen, die wir so vor Teneriffa nie erwartet hätten.

Teneriffa Punta HidalgoWas man noch wissen sollte: Im Norden Teneriffas scheint stets die Sonne – man muss nur hoch genug sein… Bedingt durch den Teide gibt es auch bewölktere Tage. Das wir jedoch aus Hamburg kommen war uns dies vertraut. Die Temperaturen lagen Mitte August zwischen angenehmen 24°C und 28°C. Der Norden ist die „grüne“ Seite der Insel, so sind auch vereinzelt Regenschauer möglich. Das Baden im Meer ist nur für gute Schwimmer empfehlenswert, kleinere Kinder sollten im Hotelpool baden. Teneriffa ist eine sehr große Insel und die Entfernungen sollte man nicht unterschätzen. In 10 Tagen sind wir kanpp 1000 km gefahren.

Wir sind bestimmt nicht zum letzten Mal auf Teneriffa gewesen, denn wir haben immer noch nicht alles gesehen!

„Hasta luego Tenerife“ – „Bis bald Teneriffa!“

 
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