Freundlich, grün, traumhaft…Irland

von Benjamin Bindewald | mehr Artikel von | 31. März 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Nachdem wir am 21.06.15 gegen Nachmittag von den Malediven kamen, ging es auch schon am nächsten Tag um 10:00 Uhr weiter Richtung Dublin. Ich wollte in meinem Urlaub einen extremen Kontrast reinbringen und das habe ich mit dieser Kombi geschafft.

Die Malediven zu zweit, mit Hotel, Verpflegung, Strand und 33 Grad; Irland alleine, ohne Hotel, ohne Verpflegung und 15 Grad. Dafür aber mit Mietwagen, den ich auf den Malediven leider nicht bekommen habe. 😉

Also frisch gebräunt und gut erholt ging es direkt am nächsten Morgen Richtung Frankfurter Flughafen. Dieses mal ging es nicht mit Condor über die Wolken sondern mit Lufthansa. Also morgens noch die Lufthansa App runtergeladen und meine Bordkarte aufgerufen. Die App von Lufthansa ist wirklich sensationell. Jede kleine Veränderung wie z. B. Gate wechsel oder Verspätung wird als Push Nachricht auf dem Display meines iPhones angezeigt.

Nach kurzem Service an Bord und kleinem Nickerchen war die Maschine auch schon im Landeanflug. Flugzeit ca. 1 Std. 40 Min. Nach einer schnellen Passkontrolle holte ich mein Gepäck und ging auf die Suche nach dem Mietwagen Veranstalter „Budget“.

Direkt vor dem Flughafen war eine Art Bus Terminal. Dort wurde ich dann von Budget abgeholt und man brachte mich zum Office. Nach ein paar Unterschriften bekam ich eine Nummer und einen Schlüssel in die Hand gedrückt. Ich ging zu dem Parkplatz mit der zugewiesenen Nummer und schon hatte ich meinen Mietwagen. 🙂

Los ging die Fahrt… Ich dachte bevor ich los gefahren bin, dass es reicht wenn ich per Landkarte fahre. Wie sich nach wenigen Kilometern feststellte, war es leider doch nicht so einfach.

Gott sei Dank gibt es in Irland an jeder Ecke freies Wlan. Also bin ich in eine Bar, gab die Strecke in mein iPhone ein und das Navi des iPhones (was viele nicht wissen) funktioniert auch ohne Internet. Es läuft über GPS. Man sieht zwar nur noch jede Menge kleine Quadrate und keine Karte mehr ohne Internet aber der blaue Strich bzw. Siri sagt einem wo man lang fahren muss. Ich gab im Navi „Ring of Kerry“ ein und los ging die Reise. Nach ca. 2,5 Stunden Fahrt und einer kleinen Eingewöhnungsphase wegen des Linksverkehrs machte ich an einem fantastischem See von den Lakes of Killarney  im Killarney Nationalpark Pause.

Wie ich nach einigen Kilometern feststellte, hätte ich die Pause auch an einem Parkplatz machen können, an dem gegenüber ein Café noch offen hatte.  Das Highlight war ganz klar der einmalige Ausblick. Der Parkplatz heißt “ Ladies View“ und ist eher eine kleine Haltestelle.

Nach einem Kaffee ging die Fahrt weiter. Nach etlichen Kilometer und einigen Schaafen auf dem Ring of Kerry (den ich persönlich jetzt nicht so interessant finde) bemerkte ich den Zeitunterschied zu den Malediven (5 Stunden).

Der Jetlag machte mir echt zu schaffen! Gute Nacht!

Nach einem herzhaften Frühstück ging die Fahrt weiter Richtung Conner Pass bzw.Dingle.

Ich merkte schon, mir ging es gut. Die Müdigkeit und der Reisestress waren wie weggeflogen. Während der Fahrt veränderte sich die Landschaft. Man merkte, dass das Meer immer näher rückte.  Dann war es da, das Meer! 🙂 Es war wirklich wunderschön. Ich kann es gar nicht beschreiben… Ich meine ich war ja erst 14 Tage auf einer kleinen Insel und habe das Meer jeden Tag 3 Schritte von mir entfernt gehabt. Es waren nicht die Farben wie auf den Malediven aber trotzdem hatte es etwas Magisches.

Es war so schön, dass ich mich 1 Stunde einfach in den Sand gelegt und den Möwen zugehört habe. Mein Ziel war allerdings noch nicht erreicht, ich wollte heute mindestens noch den Connor Pass erreichen. Deswegen ging es auch gleich weiter.

Kurz vor dem Connor Pass war schon das erste Highlight… seht selbst.

Es war eigentlich Zufall, dass ich diesen See gesehen habe. Ich bemerkte neben an der Straße nur einen Wasserfall und fragte mich, wo das Wasser denn eigentlich her kommt. Also bin ich den Wasserfall hoch geklettert und sah diesen atemberaubenden See.

Den Connor Pass entlang zu fahren ist auch nicht gerade ohne… 🙂 Die Straßen sind wirklich sehr eng, ich hatte wirklich Glück, dass für mehrere Minuten kein Gegenverkehr kam.

Ca. 20 min später erreichte ich den Ort Dingle. Dingle liegt in einer Meeresbucht und ist ein sehr gemütlicher und malerischer Ort. Überall waren kleine Geschäfte, Restaurants und kleine Pubs. Es erinnerte mich irgendwie an Skagway, das an der Südküste Alaskas liegt. Nun war es an der Zeit ein Quartier zu beziehen. Also suchte ich mir direkt im Herzen von Dingle ein B&B  (Bed and Breakfast). Nach einigen gescheiterten Versuchen fand ich ein freies Zimmer direkt über dem Dingle Pub. Abends mit lauter Irischer Musik einzuschlafen, ist genau mein Ding! 🙂

Besser war es, die Musik mal live zu erleben. In jedem Pub wurde ab 22:00 Uhr Live-Musik gespielt. Es hat echt Spaß gemacht. 1. Die Musik war echt gut und 2. die Leute in der Bar haben mitgemacht. Es war echt eine tolle Erfahrung.

Am nächsten Morgen lief ich runter zum Hafen und meldete mich für die Fungie Tour an. Fungie ist ein Delfin, der schon mehr als 30 Jahre vor der Küste von Dingle lebt. Die Tour kostet 16 Euro. Falls man den Delfin nicht sieht, bekommt man die 16 Euro zurück. Es kommt aber selten vor, dass man den Delfin nicht sieht. Leider war es bei mir der Fall. Es war ein schöne Tour, leider ohne Fungie den Delfin.

Irland4

 Am letzten Tag hatte ich die Wahl, entweder ich bleibe noch in dem malerischen Ort Dingle (hat mir echt sehr gut gefallen) oder ich nehme die 3,5 Stunden Fahrt in kauf und besuche die Cliffs of Moher.

Ich entschied mich für die Klippen. Das Problem war, dass ich am nächsten Tag wegen meinem Flug nach Dublin musste und ich noch mal 3,5 Stunden in die andere Richting fuhr. Heute sage ich, es hat sich absolut gelohnt.

Am Vormittag erreichte ich auch die Cliffs of Moher. Vor dem Eingang ist ein riesiger Parkplatz. Der Eintritt kostet 6 Euro und diese haben sich wirklich gelohnt. Ich hätte mich wirklich sehr geärgert, wenn ich diese Tour nicht gemacht hätte.

irland5

Gegen späten Nachmittag machte ich mich auch schon auf den Weg nach Dublin. Fahrzeit ca. 6 Stunden.  Abends suchte ich mir ca. 140 Km vor Dublin wieder ein B&B.

Am Tag der Abreise saß ich am Flughafen und schaute mir nochmal alle Bilder und Videos an. Es waren zwar nur 3 Tage die ich in Irland war, allerdings hatten die 3 Tage es in sich. Diese Reise würde ich auf jeden Fall genauso wiederholen wie ich sie gemacht hatte. Es war perfekt. Die Flexibilität war wirklich genial. Wenn ich müde wurde, suchte ich mir einfach ein B&B (35-50 Euro die Nacht mit Irish Breakfast), wenn ich eine bestimmte Sache sehen wollte, bin ich einfach hingefahren. Ich war an niemanden gebunden wie z.B. irgendwelche geführten Rundreisen usw.

Irland hat mein Herz gewonnen… Ich komme wieder!

Mehr Bilder findet ihr auf: www.facebook.com/ishowyoutheworld

 
Share on Google+0Share on Facebook0Tweet about this on TwitterPin on Pinterest0Email this to someone

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Optimization WordPress Plugins & Solutions by W3 EDGE