Glanzlichter Persiens

von Ilse Fischer | mehr Artikel von | 20. Januar 2016 | Aus den Reisebüros | 2 Kommentare

Eine kurze Informationsreise mit Ikarus Tours führte mich im November 2015 zu den „Glanzlichtern Persiens“. Teheran, Isfahan, Persepolis, Shiraz –  klangvolle Namen – schon lange steht eine Reise dorthin auf meinem privaten Wunschzettel und nun wird mein Traum Wirklichkeit.

Mein Flug von Frankfurt nach Teheran geht via Istanbul mit Turkish Airlines und dauert zusammengerechnet 6,5 Stunden. Zeitverschiebung + 2,5 Stunden im Winter, 1,5 Std. im Sommer. Wir erreichen die 15 Millionen Metropole kurz vor Mitternacht und nach den Einreiseformalitäten (Visum erforderlich) erwartet uns der örtliche Reiseleiter mit perfekten Deutschkenntnissen. Gleich am Flughafen werden wir zu Millionären: Der Wechselkurs ist ca. 35000 Rial für 1 €. Das Umrechnen bereitet mir auch noch nach einigen Tagen ziemliche Schwierigkeiten und zum Glück hilft mir mein Smartphone.

Nach einer sehr kurzen Nacht starten wir mit einem umfangreichen und besser als erwartetem Frühstück mit Obst, Kaffee und Tee, Joghurt, Eier, Käse, Oliven, Tomaten, Gurken, Fladenbrot, Toast, Marmelade, Honig und dann warten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt auf uns.

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Teheran ist eine Stadt der Gegensätze: moderne Hochhäuser und alte Paläste, die Zeugen jahrtausender persischer Kultur werden im Iranischen Nationalmuseum greifbar. Danach besuchen wir den Golestan Palast im Zentrum des alten Teherans. Hier wurde der letzte Shah 1967 gekrönt und nutzte den Palast zu Repräsentationszwecken. Aus Lautsprechern rund um die Gartenanlage erklingt wunderschöne Musik und schafft dadurch eine ganz besondere Atmosphäre.

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Außergewöhnlich ist die Lage der Stadt zu Füßen von schneebedeckten Viertausendern auf 1100m Höhe. Die Temperatur beträgt angenehme 16°C und die Luft ist sehr trocken.

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Leider reicht die Zeit nicht für den Basar und das Juwelenmuseum in der Nationalbank mit einer der bedeutendsten Sammlungen der Welt.

Nächstes Ziel ist Isfahan, das wir nach einer 5-stündigen Busfahrt im Dunkeln erreichen. Die Stadt gilt als ehemals „schönste Stadt des Orients“ und beeindruckt durch imposante Paläste und Moscheen mit türkisfarbenen Kuppeln und dem berühmten Meydan-e Imam-Platz, der zweitgrößte (nach dem Tian’anmen-Platz in Peking) und sicher einer der schönsten Plätze der Welt.

Isfahan

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Hier trifft sich Jung und Alt, Tradition und Moderne und rings um diesen Platz erstreckt sich unter Arkaden der Basar mit kleinen Geschäften und Werkstätten. Hier kann man noch die Miniaturmalerei und Emaillearbeiten bewundern und natürlich auch kaufen.

Miniaturmalerei

Isfahan bezaubert uns ebenfalls: die romantischen alten Brücken, die als Treffpunkt der Bevölkerung dienen und in der abendlichen Dämmerung ein unvergessliches Bild hinterlassen.

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Am nächsten Tag bietet uns die Erlebnisreise den Höhepunkt altpersischer Kultur mit Persepolis, Unesco-Weltkulturerbe. Wohin man schaut, archäologische Prunkstücke: Tore, Säulen und Reliefs, die trotz der Zerstörung durch Alexander des Großen sehr gut erhalten sind. Ein Spaziergang durch Jahrtausende!

Persepolis

Unweit davon, in Naqsh-i Rustam besichtigen wir die in Fels geschlagenen Gräber der Herrscher des persischen Reiches.

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Letztes Ziel unserer Iranreise ist die Blumenstadt Shiraz, Stadt der Rosen und Dichter. Schon Goethe bewunderte den Dichter Hafez, an dessen Grabmal unser Reiseleiter Gedichte des Poeten rezitiert. Shiraz ist eine sehr lebendige Stadt mit vielen berühmten Gartenanlagen, die oft von einer Mauer umgeben sind und erst nach Betreten ihren Liebreiz entfalten. Im milden Klima (mittlerweile zeigt das Thermometer 20°C) wachsen Palmen und Südfrüchte und Pomeranzen leuchten in den Bäumen.

Ganatapfel

Als Kontrast zu den ruhigen Oasen der Stadt besuchen wir anschließend den sehr lebendigen Vakil Basar. Wir werden nirgendwo belästigt und zum Kaufen genötigt und ein Bummel durch das Labyrinth der Gässchen ist ein besonderes Vergnügen. Besonders schöne Souvenirs sind Schmuck und Emaillearbeiten.

Schmuck

Essen

Die interessante persische Küche lernen wir in typischen Restaurants kennen. Unser Reiseleiter empfiehlt uns seine Lieblingsgerichte. Das Essen wird meist mit Reis serviert. Sehr lecker schmeckt mir das dazu gereichte Fladenbrot. Mein Favorit ist Sangak: Dünn und auf heißem Stein gebacken. Ganz typisch sind auch Schmorgerichte mit Gemüse und Kräutern – alles ist mild gewürzt.

Zur Gebetsstunde bei Sonnenuntergang besuchen wir das Shah Cheragh Mausoleum. Wir tragen einen geliehenen Tschador und betreten ohne Schuhe und mit offizieller Begleitung den Frauenteil der Moschee. Ein unvergessliches Erlebnis.

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Wenn wir Blickkontakt aufnehmen, bekommen wir ein Lächeln zurück – keine Ablehnung! Das spüren wir schon während der gesamten Reise. Die Menschen im Iran sind ausgesprochen freundlich und offen. Wir werden überall willkommen geheißen, besonders nachdem wir uns als Deutsche zu erkennen gegeben haben. Deutschland hat hier einen sehr hohen Stellenwert und wir erfahren eine ehrliche Wertschätzung. Immer wieder hören wir „Thank you for visiting our country“.

 
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2 Kommentare

  • Dr. Bernd Müller sagt:

    Ganz toll gemacht, Glückwunsch dass du diese phantastische Reise machen durftest!
    Bernd & Elisabeth
    Wunderschöne Bilder und prägnanter Reisebericht!

    • Thomas Cook Reisebüro Fürth Thomas Cook Reisebüro Fürth sagt:

      Danke für das „toll“ – ich würde sofort wieder starten und den Bummel über den Platz des Imam ausgiebig genießen.

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