Große Südafrika Rundreise - Von Johannesburg bis Kapstadt

von Victoria Nolte | mehr Artikel von | 16. August 2016 | Aus den Reisebüros | Ein Kommentar

Im März 2016 hatte ich das große Glück mit meiner Schwester an einer Busrundreise durch Südafrika teilzunehmen. In meinem Reisebericht möchte ich nun von einigen Erlebnissen in diesem wunderschönen und vielfältigen Land berichten.

Johannesburg und Soweto

Nach dem 11-stündigen Flug mit South African Airlines kamen wir Morgens um 8 Uhr in Johannesburg an. Johannesburg, auch Joburg genannt, ist die größte Stadt Südafrikas und bietet sich als Start für eine Rundreise perfekt an. Hier erwartete uns eine Stadtrundfahrt mit Besichtigung Sowetos, dem bekanntesten Township Südafrikas. Soweto bedeutet übersetzt: South Western Township. Unsere anfänglichen Bedenken was das Township betrifft wurden nicht bestätigt. Die Wellblechhütten, wie man sich die Townships immer vorgestellt hat, gibt es seit ca. 10 Jahren nicht mehr und stattdessen findet man in Soweto richtige Häuser aus Beton. Am Straßenrand standen viele kleine Kinder und haben uns  freundlich zugewunken. Ein Besuch des Hector Pieterson Museums ist für jeden Pflicht, der an der Geschichte der Apartheid interessiert ist. Wir besuchten außerdem die Vilakazi Street im Ortsteil Orlando, hier haben damals die Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Nelson Mandela gelebt. Für unser Abendessen wählten wir im Tribes Restaurant unser erstes köstliches Steak. Und wir stellten fest, dass die südafrikanische Küche wirklich etwas für den Gourmet-Gaumen ist. Sehr leckere und hochwertige Gerichte für wenig Geld.

Blyde River Canyon und Bourke’s Luck Potholes

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Blyde River Canyon

Unsere Reise führte uns heute entlang der beliebten Panoramaroute nach Hazyview. Unser erster Halt ist am Blyde River Canyon, dem drittgrößten und grünsten Canyon der Welt. Vom Aussichtspunkt bot sich uns ein atemberaubender Ausblick auf die Three Rondavels: 3 gewaltige, grüne Felsen, die an die runden Hütten der Einheimischen erinnern. Der Canyon ist 26 km lang und besitzt an einigen Stellen bis zu 800 Meter tiefe Schluchten. Am Anfang des Canyons befindet sich die nächste Attraktion: Bourke’s Luck Potholes. Hierbei handelt es sich um wunderschöne Felsauswaschungen, die durch die Erosion des fließenden Wassers entstanden sind. Ein kleiner Pfad, der über 2 Brücken führt, lädt zu einem Spaziergang und einer kleinen Abkühlung im Flussbett ein. Gegen Abend kamen wir in unserem Hotel Hippo Hollow Country Estate an. Während des Abendessens auf der Außenterasse hatten wir die einmalige Gelegenheit, den Nilpferden beim Essen zuzuschauen. Die Nilpferde leben in der Hotelanlage und zeigen sich ohne Scheu den Hotelgästen. Ein tolles Erlebnis, denn wie oft isst man schon mit den Nilpferden zu Abend!

Bourke's Luck Potholes

Bourke’s Luck Potholes

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Foto mit dem Sunnyheart am Blyde River Canyon

Krüger Nationalpark

Wir mussten sehr früh aufstehen, denn es ging schon um 5 Uhr los in Richtung Krüger Nationalpark, dieser liegt nur ca. 30 Minuten von unserem Hotel entfernt und kann am südwestlichen Eingang „Paul Kruger Gate“ betreten werden. Der Krüger Park gehört zu den größten Nationalparks Afrikas, hier erwartete uns eine Pirschfahrt im offenen Safarifahrzeug. Ich würde jedem empfehlen, eine geführte Safari zu buchen, da man hier einfach mehr Chancen hat die Tiere zu sehen. Man kann den Krüger Park auch selbst mit dem Auto durchfahren, aber die Ranger wissen einfach am besten wo sich die Tiere aufhalten. Wir brachen schon so früh auf, damit wir möglichst viele Tiere sehen, da diese in den frühen Morgenstunden am aktivsten sind und wir haben riesiges Glück: Schon nach kurzer Zeit läuft uns eine Löwin mit ihren Jungen über den Weg. Kurz darauf entdecken wir eine Herde von Zebras und auch ein Leopard lässt sich blicken. Ein Highlight sind die vielen Elefanten, die an einem Wasserloch trinken und sich dort mit der gesamten Herde treffen. Sie trinken oder spritzen sich Wasser auf den Rücken, ein kleiner Elefant badet sogar. Es war wirklich ein besonderes Gefühl, die Tiere so hautnah beobachten zu können. Die Pirschfahrt besteht aus 3 Fahrten, dazwischen wird immer eine Pause gemacht. Bis zum Nachmittag hatten wir das unglaubliche Glück, tatsächlich alle Big 5 gesehen zu haben, hierbei handelt es sich um die folgenden fünf Tiere: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Was für ein aufregender Tag!

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Zebras im Krüger Nationalpark

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Elefant im Krüger Nationalpark

Swasiland

Um unser heutiges Ziel „Hluhluwe“ zu erreichen, führt uns unsere Fahrt durch das Swasiland. Swasiland wird aufgrund der bergigen Landschaft auch als die Schweiz Afrikas bezeichnet. Im kleinsten Königreich Afrikas leben ca. 1 Mio. Einwohner. Für die Ein- und Ausreise in und aus dem Swasiland gibt es eine richtige Grenzkontrolle, an der man einen Stempel in seinen Pass bekommt.

Hluhluwe-Umfolozipark und iSimangalisco Wetland Park

Heute erwartet uns eine weitere Safari: Der Hluhluwe-Umfolozipark ist nicht ganz so bekannt wie der Krüger Nationalpark, aber er besticht durch seine bergige und grüne Landschaft und ist zum Glück auch noch nicht so überlaufen wie der Krüger Nationalpark. Er ist der älteste Naturpark Afrikas mit der größten Anzahl an Nashörnern. Auf unserer Pirschfahrt haben wir sehr viele von diesen faszinierenden Riesen gesehen, die teilweise direkt vor uns über die Straße liefen. Das ist schon ein eindrucksvoller Moment, wenn diese großen Tiere einem so nah sind. Am Nachmittag stand eine Bootsfahrt im iSimangalisco Wetland Park an. Der Park steht unter UNESCO Schutz und lädt dazu ein, viele Krokodile und Flusspferde in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Von unserem Boot konnten wir sehr viele Nilpferdfamilien sehen, die gemütlich badeten oder auch einige Krokodile, die sich am Ufer sonnten.

Nashorn im Hluhluwe Nationalpark

Nashorn im Hluhluwe Nationalpark

Durban und die Drakensberge

Heute kamen wir in die 3. größte Stadt Südafrikas: Durban. Die Stadt liegt an einem wunderschönen kilometerlangen Sandstrand, welcher sich perfekt für einen Badestopp anbietet. Nach der Stadtrundfahrt hatten wir noch etwas Zeit und haben uns das „Moses Mabhida Station“ angeschaut. Man kann dort mit einer Kettenbahn hochfahren.Von oben hat man einen grandiosen Ausblick auf den Strand und auf Durban Downtown. Unsere Weiterfahrt führte uns in die Drakensberge. Landschaftlich eine der schönsten Ecken Südafrikas. Bei einem Austritt zu Pferd entdeckten wir die wunderschöne und einsame Landschaft der Drakensberge auf ganz besondere Weise.

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Gartenroute und Knysna

Auf unserer Fahrt über die landschaftlich reizvolle Gardenroute schauten wir uns den 800-jährigen Big Tree an, diesen beeindruckenden Yellowwood Baum erreicht man über einen kleinen Wanderweg. Unser Mittagessen holten wir beim Nanaga Farm Stall. Hier gibt es ein wirklich leckeres und frisch gebackenes afrikanisches Brot, welches man z.B. mit Tomaten und Käse belegen lassen kann. Im Tsitsikamma Nationalpark hielten wir an der „Bloukransbrücke“, welche sich etwa 40 km von Plettenberg Bay befindet. Sie bietet den Gästen eine der höchsten Bungee Sprung Brücken der Welt. Ein Bungee Sprung kostet hier ca. 900 RAND, das sind ungefähr 52 Euro. Gegen Nachmittag kommen wir in Knysna an, einem netten Städtchen mit einer kleinen Waterfront, die zum Bummeln und Essen gehen einlädt. Nachdem wir eine kleine Shoppingtour hinter uns hatten, entschieden wir uns, an der Waterfront etwas essen zu gehen. Sehr zu empfehlen ist das Restaurant Drydock.

Waterfront Knysna

Waterfront Knysna

Cango Caves und Oudtshoorn

Wir besuchen heute die Cango Caves. Die Führung durch die Tropfsteinhöhle ist sogar auf deutsch und wird von einer sehr netten Einheimischen durchgeführt. Die Cango Caves zählen zu den schönsten Höhlensystemen der Welt und bieten durch die vielen Stalaktiten und Stalagmiten eine Vielzahl an beeindruckenden Fotomotiven. Danach fuhren wir auf eine Straußenfarm, auf der wir viel über die größten Vögel der Welt lernten. Wir durften auf den Straußeneiern stehen oder die Vögel anfassen bzw. auf ihnen sitzen. Eine Person aus unserer Gruppe wagte sogar einen Ritt auf einem Strauß. Natürlich darf auch ein leckeres Straußenfilet nicht fehlen. Unser Abendbrot aßen wir heute in Oudtshoorn in einem niedlichen Restaurant namens Nostalgie. Das Restaurant ist von der Einrichtung „wie bei Omi Zuhause“, mit viel nostalgischem Charme und zu unschlagbaren Preisen.

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Cango Caves

Von Oudtshoorn nach Kapstadt

Über die Weinroute 62 führte uns unser Weg heute nach Kapstadt. Auf der Weinroute nehmen wir auf dem Gut „Van Lameren“ an einer Weinprobe teil, wo uns köstliche südafrikanische Weine erwarten.  Abends waren wir dann zum ersten Mal an der Victoria und Alfred Waterfront in Kapstadt. Die Waterfront bietet Unmengen an Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten und einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und den weltberühmten Tafelberg. Wir lassen bei einem schmackhaften Essen und einem guten Wein den Abend ausklingen.

Tafelberg und Helikopterflug

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Blick auf Kapstadt aus dem Helikopter

Bei schönstem Sonnenschein machten wir uns frühmorgens schon auf zum Tafelberg. Er ist das Wahrzeichen Kapstadts und prägt jedes Bild der wunderschönen Mothercity. Auf den 1082 m hohen Berg fuhren wir mit einer Seilbahn, die uns für 240 RAND (14 Euro pro Person) hoch und auch wieder runter bringt. Von hier oben genießen wir einen wolkenfreien Ausblick auf ganz Kapstadt. Der Ausblick ganz ohne Grenzen ist ein echtes Highlight, denn sehr oft blickt man auf die wolkenverhangene Stadt. Um 15 Uhr steht für uns noch ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: Wir fliegen mit dem Helikopter über die Stadt. Noch nie hat jemand von uns in einem Hubschrauber gesessen und dementsprechend hoch ist die Aufregung. Doch der Flug lohnt sich wirklich in jeden Fall, denn der Ausblick auf Kapstadt und den Tafelberg ist einmalig! Der Flug führte uns außerdem an den puderzuckerweißen Stränden von Clifton und Camps Bay vorbei. Wenn man etwas ganz Besonderes machen möchte, dann sollte man wirklich diesen Helikopterrundflug buchen! Abends gehen wir von unserem Hotel zu Fuß auf die Long Street. Diese Straße im viktorianischen Stil lädt mit vielen Restaurants und Cafes zum Bummeln und leckerem Essen ein. Unser Restaurant Tipp für heute: Restaurant Buena Vista.

Kaphalbinsel

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Am Kap der guten Hoffnung

Heute lernen wir die Kaphalbinsel kennen. Über den Chapmans Peak Drive, eine eindrucksvolle kurvige Straße, fahren wir in Richtung Kap der guten Hoffnung. Dort angekommen war natürlich ein Pflichtfoto mit dem Schild „Cape of Good Hope“ fällig. Hier drängelten sich schon viele Touristen um dieses besondere Fotomotiv. Viel schöner ist allerdings die Fahrt mit der Standseilbahn zum Leuchtturm, von dem man einen tollen Ausblick hat, bei gutem Wetter sogar bis zum Tafelberg. Auf dem Rückweg schauten wir uns die niedlichen Pinguine am Boulders Beach an. In diesem Naturareal mit einem kleinen Strandabschnitt leben ca. 2500 Brillenpinguine und man sollte sich unbedingt etwas Zeit nehmen, um die niedlichen Tierchen zu beobachten. An unserem letzten Abend erwartete uns noch ein besonderes Erlebnis: Wir werden heute mit unserer Gruppe im Township essen gehen und was uns hier erwartet ist wirklich unglaublich! Ein super vielfältiges und leckeres Essen wurde von den Einheimischen selbst gekocht und als Buffet aufgebaut. Während des Essens spielten die Einwohner des Townships auf typisch afrikanischen Instrumenten entspannte Musik. Ein absolut toller Abschluss unserer Rundreise!

Pinguine am Boulders Beach

Pinguine am Boulders Beach

Nach dieser spannenden Rundreise steht für uns fest, dass wir jederzeit wieder kommen würden. Ein so vielfältiges Land habe ich selten bereist. Ob tolle Strände, atemberaubende Landschaften, Safaris in den Nationalparks oder fazinierende Großstädte – hier gibt es wirklich für jeden etwas fazinierendes zu erleben!

Ich hoffe mein Reisebericht hat Ihnen gefallen und Lust auf dieses wunderschöne Land gemacht.

Gerne stehe ich mit Expertentipps und Empfehlungen zur Verfügung!

 
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Ein Kommentar

  • Jorrit Kohnert sagt:

    Auch Ich war Teilnehmer dieser Reise und auch ich kann noch einmal ausdrucksvoll erwähnen, wie schön dieses Land ist – viele tolle strände, kritallklares Wasser, kulinarische Hochgenüsse und viele weitere Atraktionen. Egal ob man es aktiv oder eher gemütlich möchte – für jeden ist was dabei – von Bungee Sprung, Straußenreiten bis hin zum gemütlichen Kaffeekränzchen. Diese Reise war einfach toll und erlebnisreich. Sehr gerne würde ich wieder in dieses Land, da es so viele verschiedene Ecken zum erkunden gibt. Ist auf jeden Fall für Jedermann eine Reise wert.

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