Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen mit MS Deutschland (Teil 1)

von Petra Schönemann | mehr Artikel von | 10. September 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Unsere Kreuzfahrt begann in Bremerhaven. Wir reisten bereits einen Tag vorher an und übernachteten im Comfort-Hotel im Fischereihafen, damit unsere Reise am nächsten Tag stressfrei beginnen konnte.

Wir gingen an Bord der MS Deutschland. Nachdem wir unsere Außenkabine bezogen hatten, nutzten wir die Zeit für einen kurzen Schiffsrundgang. Dann stand die Seenotrettungsübung auf dem Programm, an der alle Passagiere teilnehmen müssen.

Gegen 18 Uhr verabschiedete sich unser Schiff von Bremerhaven und wir hatten zunächst 2 schöne Seetage vor uns – Zeit zum Abschalten, Ausschlafen, Erholen, Genießen …

Am dritten Seetag gegen 19 Uhr erreichten wir die Insel Heimaey. Sie ist die größte und einzige ständig bewohnte Insel der Westmänner-Inseln. Wir waren froh über den ersten Landgang nach so einer langen Zeit auf See. Es ist nicht weit bis zum Fuß des Vulkans Eldfell, auf den dann verschiedene Wanderwege hinauf führen. Dort befindet sich auch das Vulkanmuseum Eldheimar, das dem letzten Vulkanausbruch 1973 gewidmet ist.

Auf Heimaey brüten zahlreiche Seevögel, z.B. Papageientaucher, Trottellummen, usw.

Heimaey

Heimaey

 

Nach ca. 3 Stunden setzten wir unsere Reise fort und das Ziel war Reykjavik, die Hauptstadt Islands. Schon am nächsten Morgen waren wir da. Hier unternahmen wir einen Rundgang durch die Stadt. Die Altstadt ist das Gebiet zwischen Hafen und dem Stadtteich Tjörnin. In der Hafenstraße werden heute Souveniers verkauft. Haupteinkaufsstraße ist die Bankastraeti, in der es viele Cafes, Restaurants und Geschäfte gibt. Man kann fast alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen, wie z.B. die Domkirche, das Regierungsgebäude, das Parlament und das Nationaltheater. Ein modernes Wahrzeichen Reykjaviks ist die Hallgrimskirche. Die Form soll Basaltsäulen darstellen.

Das architektonisch aufwendigste Gebäude der Stadt ist „Perlan“ (die Perle). Sechs Aluminiumtanks wurden mit einer Glaskuppel überdacht. Diese Warmwassertanks versorgen die Stadt mit warmem Wasser. Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Blick über Reykjavik und das Umland.

Reykjavik

Reykjavik

 

Am Abend hieß es „Leinen los“, um am anderen Morgen Isafjordur anzusteuern. Bei der Ankunft war es sehr neblig. Die kleine Stadt liegt zwischen zwei steilen Berghängen. In der Nähe des Hafens ist das Seefahrtsmuseum. Es erzählt vom Leben der Fischer und ihrer Familien in den Westfjorden. Gegen Mittag löste sich der Nebel auf und die Schönheit der Natur entfachte sich. Der Anblick der hohen Berge war einfach faszinierend. Ebenso traumhaft war die Ausfahrt aus dem Hafen mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel und die spiegelglatte Wasseroberfläche des Fjords.

Isafjordur

 

Unsere Tour ging weiter nach Akureyri, der viertgrößten Stadt Islands. Hier hatten wir einen Ausflug gebucht. Das erste Ausflugsziel war der Godafoss-Wasserfall. Er ist 30 m breit, stürzt 12 m in die Tiefe und gehört zu den bekanntesten Wasserfällen Islands. Die Fahrt ging weiter zum Myvaten (Mückensee), der seinem Namen alle Ehre machte. Die Mückenschwärme sahen aus wie kleine Wolken. Zum Glück stechen diese Mücken nicht. Weiter fuhren wir zu den Pseudokratern bei Skutustadir und den bizarren Lavaformationen in Dimmuborgir. Die brodelnden Schlammquellen bei Namaskard zeigten uns, welche Kräfte unter der Erde schlummern. Nun ging es auf direktem Weg zurück zum Schiff. Wir setzten unsere Reise fort und überquerten noch am späten Abend den Polarkreis. So heißt der Breitenkreis auf  66“33“55“ nördlicher Breite.

Godafoss-Wasserfall

Godafoss-Wasserfall

 

Nun standen wieder 2 Seetage auf dem Programm. Spektakulär war die Passage der Insel Jan Mayen, die ca. 1,5 Stunden dauerte. Oft liegt sie im Nebel, aber als wir vorbei fuhren, hatten wir klare Sicht und konnten ihre Schönheit bewundern. Die Insel erhielt den Namen von ihrem Entdecker, dem niederländischen Kapitän Jan Jacobs May van Schellinkhout im Jahr 1614. Auf ihr ist der Vulkan Beerenberg mit 2277 m Höhe.

Vulkan Beerenberg

Vulkan Beerenberg

 

Am zehnten Tag sind wir am nördlichstes Ziel unserer Kreuzfahrt – Spitzbergen – angekommen. Die MS Deutschland fuhr morgens in den Yermabukta ein. Wir kreuzten im Eisfjord, Tempelfjord, Billefjord und bestaunten dabei die Gletscher und Berge dieser rauen, kargen Landschaft. Wir sahen die Siedlungen  Pyramiden und Barentsburg vom Schiff aus bis wir schließlich nachmittags an der Pier in Longyearben festmachten. Es ist eine der nördlichsten Siedlungen der Erde und der Ort lebt heute hauptsächlich vom Tourismus und der Forschung. Ein Shuttlebus brachte uns ins Ortszentrum. Durch das Zentrum zieht sich eine kleine Fußgängerzone mit dem nördlichsten Supermarkt der Welt, einem Shoppingcenter, der Post, Banken und Svalbardbutikken.

Spitzbergen - CIMG0137

 

Longyearben

Longyearben

 

Abschließend fand am Abend eine Eisparty statt. Unser Schiff warf vor einem Gletscher den Anker aus. Es gab Eierlikörpunsch und Whisky mit „Gletschereis“. Gegen Mitternacht trat die MS Deutschland die Rückreise an.

Die Hälfte dieser schönen Kreuzfahrt lag hinter uns. Die MS Deutschland nahm Kurs nach Süden auf und steuerte das Nordkap an – darüber berichte ich im Teil 2.

 

 

 
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