Istanbul - die Stadt auf zwei Kontinenten

von Miriam Bender | mehr Artikel von | 10. Juli 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Am 16. April 2015 war es endlich so weit – unsere lang ersehnte Klassenfahrt nach Istanbul ging los. Früh am Morgen trafen wir uns alle am Hauptbahnhof in Heilbronn, um von dort aus gemeinsam mit dem Zug zum Stuttgarter Flughafen aufzubrechen.

Nach unserem fast dreistündigen Flug mit Türkish Airlines von Stuttgart nach Istanbul startete unser Abenteuer mit einer interessanten Busfahrt Richtung Taksim-Platz in der Neustadt Istanbuls, in dessen Nähe sich unser Hostel befand. Bei der aufregenden Fahrt konnten wir bereits den alltäglichen, sehr chaotischen Ablauf im Straßenverkehr Istanbuls kennenlernen.

Istanbul – wichtig zu wissen

Istanbul ist die einzige Stadt weltweit, die sich auf zwei Kontinenten befindet – Europa und Asien! Die Stadt hat zwei Flughäfen, von denen sich einer auf der asiatischen Seite und ein Flughafen auf der europäischen Seite befindet. Unser Flug ging zum Flughafen Atatürk, welcher sich, ebenso wie die touristischen Gebiete der Stadt, auf der europäischen Seite befindet. Hier gibt es im nördlichen Bereich die Neustadt mit dem Galataturm, der Einkaufsstraße und dem Taksim-Platz, im südlichen Bereich die Altstadt mit allen Sehenswürdigkeiten. Die asiatische Seite liegt auf der östlichen Seite des Bosporus und ist touristisch weniger relevant. Allerdings lohnt sich ein Ausflug auf die „andere Seite“, da es dort viel grüner und weniger bebaut ist. Außerdem findet man dort kleine Märkte mit etwas günstigeren Preisen.

Unseren ersten Abend verbrachten wir mit einem gemeinsamen Abendessen in einem typisch türkischen Restaurant. Man muss wissen, dass es in türkischen Restaurants oft vor der eigentlich gewählten Hauptspeise ein oder mehrere Fladenbrote pro Tisch mit verschiedenen Dips und dazu eine Salatplatte gibt. Achtung: sehr lecker!

Türkisches Fladenbrot

Türkisches Fladenbrot

Anschließend haben wir eine der vielen Bars über den Dächern Istanbuls besucht, dies sollte man unbedingt machen. Der Ausblick über die im Dunkeln beleuchtete Stadt ist einfach nur herrlich!

Bosporusfahrt

An unserem ersten Tag in Istanbul stand eine Bosporusfahrt auf dem Plan, welche absolut empfehlenswert ist. Es gibt unterschiedliche Punkte, an denen die Fahrten starten und auch wieder enden. So ist es zum Beispiel auch möglich, an der europäischen Seite zu beginnen und an der asiatischen Seite auszusteigen, um auch einmal diese Seite Istanbuls kennen zu lernen.

Bosporusfahrt

Unser Boot bei der Bosporusfahrt

Sehenswürdigkeiten Istanbuls

Ganz wichtig bei einem Besuch in Istanbul ist natürlich, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Unsere Tour starteten wir früh morgens an unserem zweiten Tag bei dem Topkapi Palast (Eintritt ca. 30 Türkische Lira) und besichtigten darin den zusätzlich kostenpflichtigen, aber sehr schönen Harem (Eintritt ca. 10 TL) des früheren osmanischen Sultans. Von der Gartenanlage des Topkapi Palasts hat man einen herrlichen Blick über den Bosporus sowie auf Neustadt und den Galata-Turm.

Harem Topkani Palast Istanbul

Blick vom Harem im Topkapi Palast auf die Neustadt und die Galatabrücke – ein beliebtes Fotomotiv, auch für mich! 😉

Nach unserem Besuch im Palast ging es weiter zur nächsten sehr bekannten Sehenswürdigkeit, der Hagia Sophia (Eintritt ca. 30 TL). Hier empfiehlt sich eine Führung, um mehr über die Geschichte der Moschee, heute genutzt als Museum, zu erfahren. Der imposante Innenbereich des Bauwerks ist besonders sehenswert und wurde bei unserem Besuch gerade teilweise renoviert. Besonders schön sind die acht großen runden Namensschilder, auf denen die Namen von Allah sowie vom Propheten Muhammed und sechs weitere Namen in arabischer Kalligraphie zu sehen sind.

Vor der Hagia Sophia befand sich zu dieser Zeit der längste Tulpenteppich der Welt, der aufgrund des 9. Internationalen Tulpenfestivals in Istanbul aufgebaut wurde. Wunderschön!

Tulpenteppich Istanbul

Der längste Tulpenteppich der Welt in Sultanahmet!

Von dort ging es zu Fuß weiter zur sehr beeindruckenden Cisterna Basilika (Eintritt ca. 20 TL), oft auch versunkener Palast genannt. Man nennt die Zisterne auch Basilika, da sich über dem früheren Wasserspeicher eine Basilika befand. Heute ist die Zisterne nur noch eine Sehenswürdigkeit, bei der besonders schön die Säulen mit Lichtern beleuchtet werden und klassische Musik aus den Lautsprechern erklingt.

Cisterna Basilika Istanbul

Absolut beeindruckend – die Cisterna Basilika!

Im Anschluss an den Besuch in der Zisterne machten wir uns auf den Weg zur Blauen Moschee, die ebenfalls in unmittelbarer Umgebung liegt. Dabei kamen wir vorbei an dem Deutschen Brunnen, welcher wie ein Pavillon aussieht und an den Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. in Istanbul 1898 erinnern soll.

Die Blaue Moschee, welche mit richtigem Namen Sultan-Ahmed-Moschee heißt, liegt schräg gegenüber vom deutschen Brunnen und wird vor allem in Europa als Blaue Moschee bezeichnet, da die Kuppel und die oberen Teile der Mauer überwiegend mit blau-weißen Fliesen verziert sind.

Sultan-Ahmed-Moschee (Blaue Moschee) Istanbul

Sultan-Ahmed-Moschee

Leider war die Zeit sehr knapp, sodass es hier nur für Fotos vor der Moschee gelangt hat. Durch den Garten der Moschee ging es dann in Richtung des Restaurants, in dem wir ein leckeres türkisches Menü genießen durften.

Der Nachmittag war ganz für den Besuch im Kapalı Çarşı, dem „Großen Basar“ von Istanbul, vorgesehen. Hier war ausgiebiges Shoppen Pflicht! Durch die vielen Wege auf 31.000 m² mit rund 4000 Läden haben wir uns glücklicherweise gut zurecht gefunden, wobei ich hier empfehlen kann, immer möglichst nur eine Richtung zu wählen und auch immer wieder zur „Hauptstraße“ zurück zu kehren.

Am letzten Tag vor unserer Abreise hatten wir zum ersten Mal Regen und unangenehme Temperaturen. Damit war der Tag perfekt geeignet für den Besuch im „Ägyptischen Basar“, auch „Gewürzbasar“ genannt.

Ägyptischer Basar, Gewürzbasar Istanbul

Gewürze und Tees auf dem „Ägyptischen Basar“

Er befindet sich in der Nähe der Galatabrücke, der Verbindung zwischen Neustadt und Altstadt, mit vielen Fischrestaurants. Dort gibt es etwa 100 Geschäfte, die überwiegend Gewürze und frischen Tee, aber auch vereinzelt Spielwaren, Souvenirs und Textilien verkaufen.

Aufgrund des schlechten Wetters war nach dem Besuch auch der richtige Zeitpunkt, um aufgrund des starken Anstiegs einmal mit dem Tünel, einer unterirdisch verlaufenden Standseilbahn, zu fahren.

Tünel Istanbul

Tünel – mit einer Länge von 606,5 m die kürzeste U-Bahn der Welt!

Den restlichen Tag hatten wir zur freien Verfügung und haben unseren Ausganspunkt ab dem Tünel genutzt, um die Einkaufsstraßen Richtung Taksim-Platz, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt Istanbuls, zu erkunden. Wegen des schlechten Wetters war es besonders angenehm, die Zeit in den Geschäften entlang der İstiklal Caddesi, der „Unabhängigkeitsstraße“, zu verbringen und wer shoppen möchte ist in Istanbul auf jeden Fall sehr gut aufgehoben. 😉

Am Montag, den 20. April, war dann packen angesagt… Uns packte die Wehmut! Die Zeit in dieser wundervollen und einzigartigen Stadt war ein absolutes Erlebnis, weshalb ich jedem einen Städtetrip in diese tolle Stadt nur empfehlen kann!

 
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