Japan das Land der aufgehenden Sonne

von Julia Wizemann | mehr Artikel von | 8. September 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Es gibt meiner Meinung nach kaum ein vergleichbares Land wie Japan, wo Tradition und Moderne so nah beieinander liegen und trotzdem zu harmonieren scheien.

Mit einer Nonstop-Verbindung erreicht man die Millionenmetropole ab Deutschland in ca. 11 Flugstunden. Am Besten nimmt man den Flughafen NARITA oder HANEDA, wenn man Tokyo und seine Umgebung besichtigen möchte. Je nach Lage des Hotels ist es empfehlenswert, vor seinem Rückflug ab Narita eine Nacht nahe dem Flughafen zu nehmen. Wenn ich vor meinem Rückflug eine Übernachtung brauche, dann nehme ich meistens das Hotel Crowne Plaza ANA Narita, welches ich schon über 15 Jahre kenne.Tokyo JapanVom Flughafen aus kommt man auch problemlos in die “Innenstadt“. Wobei ich noch erwähnen sollte, dass Tokyo eigentlich keine Innenstadt besitzt. Die Ballungsgebiete entstanden in Tokyo um die Bahnhöfe herum. Je größer der Bahnhof desto vielfältiger ist die Auswahl an Geschäften, Restaurants und Sehenswürdigkeiten.

Am einfachsten und bequemsten für den Flughafentransfer nimmt man den  Airport Limousine Bus. Ab Narita benötigt der Bus bis in den Stadtteil SHIBUYA ca. ein bis zwei Fahrstunden und ab Haneda ca. 30 bis 60 Minuten. Die meisten international bekannten Hotels und auch einige Bahnhöfe werden direkt angefahren.
Wer bereits öfters mit U- und S-Bahnen in den Großstädten gereist ist, kann die Anreise auch gleich mit der Bahn wagen. Fast alle Ticketautomaten in Japan haben auch die Sprachauswahl >English<. Das Kaufen der Tickets ist relativ einfach. Man muss nur auf dem Plan sein Ziel finden und den Betrag auswählen. Im Großraum Tokyo werden auch die Haltestellen auf Englisch angesagt oder in manchen Zügen sogar mit einem kleinen “TV-Spot“ auf Bildschirmen über den Türen angekündigt. Es ist empfehlenswert sich vorab zu informieren, welche Station vom Hotel am nächsten zu erreichen ist. Auch wenn der Bahnangestellte kein Wort Englisch zu sprechen scheint, anhand der Haltestelle kann er Ihnen beim Ticketkauf behilflich sein.

Meine Freunde, die mit mir das erste Mal Japan erleben durften, waren begeistert von diesem Land und würden sogar ohne mich(!) wieder das Land besuchen. Für mich ist das die größte Bestätigung, dass Japan eines der sichersten Länder und auf jeden Fall eine Reise wert ist. Wer sich bisher nicht getraut hat nach Japan zu reisen, sollte all seinen Mut zusammen nehmen und mich kontaktieren. „So anders ist Japan gar nicht“, hat mir mal einer gesagt, und es stimmt! Findet es am besten selbst raus.

In Tokyo kann man neben den modernen Bauwerken, wie dem höchsten Fernsehturm der Welt, Tokyo Sky Tree, Roppongi Hills, Tokyo Tower, auch die älteren Gebäude wie den Asakusa- und Meiji-Schrein, das Bahnhofsgebäude Tokyo oder den Kaiserpalast, besichtigen. So viele Kontraste auf einem Fleck, das macht diese Stadt besonders. Mitten in Tokyo findet man grüne Parks um die Ruhe zu genießen, Bahnhof Shinjuku, mit seinen über drei Millionen Passagieren täglich, kleine enge Gassen, wo kaum ein Auto Platz hat, Wohngebiete aus lauter Einfamilienhäusern (man sieht weit und breit keine Hochhäuser), hypermoderne architektonische Glanzleistungen (vor allem sind diese auch noch  „Erdbebensicher“), blinkende und schrill beschallte Leuchtreklamen und Monitore uvm.

Tokyo CityEines meiner Lieblingsmuseen in Tokyo ist das Edo Museum. Hier kann man eine Zeitreise in das alte Edo (alter Name von Tokyo) wagen und einiges anfassen und ausprobieren. Nicht weit davon findet man das Sumo Museum und wenn man Glück hat auch den einen oder anderen schwergewichtigen Sumoringer. In diesem Stadtteil RYOGOKU gibt es viele Sumohäuser und auch ein Stadion für die Kämpfe. Wer Interesse hat, sollte sich rechtzeitig um die Karte kümmern, da je nach Wichtigkeit der Kämpfe die Nachfrage sehr groß ist und die besseren Plätze sehr schnell ausgebucht sind. Hier empfehle ich Ihnen CHANKONABE (“Eintopf“), ein typisches Sumoringer-Essen, zu probieren.

Tokyo ist nicht teurer als eine andere Großstadt. Auch wenn man der japanischen Sprache nicht mächtig ist oder das Restaurant keine Speisekarte auf Englisch anbietet, die meisten Geschäfte haben Bilder auf den Speisekarten und/oder im Schaukasten stehen die Gerichte aufgereiht. So kann man sich schon mal optisch verführen lassen und ein typisch japanische Essen ausprobieren.

Am Abend erkennt man die preislich günstigen Kneipen/Fressbuden anhand der roten Lampions. Meist gibt es hier die eher einfachen Köstlichkeiten wie YAKITORI (Fleischspieschen), ODEN (Gemüse und Fleisch in Brühe), RAMEN, SOBA und UDON (verschiedene Nudelarten). Einfach mal in einer Nebengasse schlendern, hier findet man urige Restaurants und skurrile Kneipen für den kleinen Geldbeutel. Im Stadtteil NISHIAZABU empfehle ich das Restaurant GONPACHI, eine Mischung aus alt und neu. Eine tolle Location, man fühlt sich zurückversetzt in die Vergangenheit oder in eine der Szenen des Filmes “Kill Bill“.

Restaurant TokyoMit den öffentlichen Verkehrsmitteln (U- und S-Bahn, Busse) und den zahlreichen Taxis kommt man nicht nur in Tokyo sehr gut voran. Stressfrei, pünktlich, bequem und mit viel Beinfreiheit kann man mit den Hochgeschwindigkeitszügen SHINKANSEN, z. B. von Tokyo bis Kyoto in zwei Stunden sein. Hier empfiehlt es sich vor der Reise den “Japan Rail Pass“ (in Japan selbst nicht erhältlich) zu beantragen, der innerhalb der vorgegebenen Zeit freie Fahrten bietet. Eine Sitzplatzreservierung und Abgleich der Termine sollte dann vor Ort in einem der JR Ticketschalter getätigt werden.

Meine Hoteltipps für Tokyo sind das Excell Tokyu Akasaka und ANA Intercontinental. Ich kenne beide Hotels und war bisher immer zufrieden mit deren Lage und Service.

Ich habe außerdem eine fünftägige Reise mit dem Shinkansen ab Tokyo nach Hiroshima, Miyajima(Itsukushima) und Kyoto gemacht. Gerne möchte ich Sie daran teilhaben lassen.

Hiroshima

Hiroshima zählt meiner Meinung nach leider nicht zu den schönen Städten Japans, ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich empfehle auch einen Ausflug auf die Insel ITSUKUSHIMA und mindestens einmal eine der Spezialitäten der Region Hiroshima, OKONOMIYAKI, zu probieren. Das ist eine Art Pfannkuchen (mit Kraut, Nudeln, Fleisch oder Meeresfrüchten), der auf einer heißen Platte gebraten und serviert wird.

In wenigen Minuten erreich man ab dem Hauptbahnhof Hiroshima mit der S-Bahn eine wunderschöne Parkanlage, den Heiwakinen Park, direkt neben dem berühmten „Genbauku Dome“ mit seinem Friedensmuseum und weiteren Denkmälern. Diese Anlage wurde errichtet, um an den Atombombenabwurf vom August 1945 und seinen Opfern zu gedenken. Eine traurige und dennoch schöne Anlage…

HiroshimaNach 30 Fahrminuten mit dem Zug ab Bahnhof Hiroshima und 10 Fahrminuten mit dem Boot gelangt man auf die Insel Itsukushima. Den berühmten großen Torii (Tor) im Wasser sowie den Itsukushima Schrein erreicht man in wenigen Gehminuten von der Anlegestelle aus, vorbei an vielen Restaurants und Souveniergeschäften. Mein Tipp ist der Daisho-in auf dem Berg, ca. 10 Gehminuten vom Schrein entfernt. So viele Jizo-Statuen habe ich in keiner anderen Tempelanlage bisher gesehen.

Miyajima

Kyoto

Die alte Hauptstadt Japans konnte im Gegensatz zu Tokyo mehr ältere Gebäuden bewahren und so schlendert man, z. B. im Gion-Viertel zwischen alten Holzhäusern entlang – zurückversetzt in die Vergangenheit. Mit etwas Glück begegnet man hier auch einer Geisha oder Maiko im Kimono. Sehenswert sind hier neben dem Schloss Nijo, die Tempelanlagen Kiyomizu, Heian und etwas außerhalb der Stadt der goldene Pavillion mit seinen Bambuswäldern, mit seinen durch den Film “Die Geisha“ bekannt gewordenen Waldwege mit hunderten Toriis, das “Fushimi Inari Taisha“. Hier kann man stundenlang im Wald herumspazieren, den Kontrast von sattem Grün, das leuchtende Rot und vor allem die Ruhe in der Natur genießen. Meine Hoteltipps: Das ANA Hotel Kyoto, oder möchten Sie vielleicht ein typisches japanisches Hotel, ein RYOKAN, ausprobieren?Kyoto JapanEine Dame vom japanischen Fremdenverkehrsamt erzählte in einem Vortrag, dass man in Japan, wenn man Hilfe benötigt, niemanden von sich aus ansprechen soll. Da sich die meisten Japaner nicht trauen auf Englisch zu sprechen, sollte man eher Hilfe suchend warten, bis man angesprochen wird. Es kam auch mal vor, dass ich von hilfsbereiten Japanern auf Englisch angesprochen wurde. Daher weiß ich, dass man egal wo man ist, innerhalb weniger Minuten Hilfe angeboten bekommt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen Ihre Ängste und Vorurteile nehmen und Vorfreude für Ihre Urlaubsplanung bereiten. Trauen Sie sich und geben Sie sich einen Ruck!

Japan

 
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