Kalimera , Kos! Herzlichkeit pur!

von Jens Wolf | mehr Artikel von | 9. August 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Wir hatten unseren Urlaub schon frühzeitig gebucht – mitten in der„Flüchtlingskrise“… Familie, Freunde, Bekannte – viele waren eher skeptisch, ob die Insel in der momentanen Situation gut bereist werden könne. Eines kann ich vorab schon verraten: Ja, es ist möglich und der Urlaub war wunderschön! Die Anreise ist ab den meisten deutschen Flughäfen oft mehrmals wöchentlich nonstop möglich und mit einer Flugzeit von rund 3 Stunden auch angenehm kurz. Der Transfer vor Ort ist aufgrund der überschaubaren Größe der Insel – Kos ist lediglich etwa 42 Kilometer lang – meist kurz und dauert selbst in entlegenere Orte selten mehr als eine Stunde.

Blick über die Insel Kos

Blick über die Insel Kos

Wir hatten uns für das Hotel Esperia in Marmari entschieden. Das sehr gute 3-Sterne-Hotel sollte für die nächsten 2 Wochen unser Standort sowohl für Erkundungen als auch für Erholung sein. Mit dem Hotel lagen wir für unsere Bedürfnisse goldrichtig: Den langen, flach abfallenden Sandstrand erreicht man schon nach 5 Gehminuten; eine handvoll Bars und Tavernen und ein Supermarkt gruppieren sich um das Hotel. Auch Autovermietungen, bei denen es neben Autos auch Quads, Roller und Fahrräder gibt, sowie zwei Ausflugsbüros, befinden sich ebenfalls im Ort. Die weitläufige, üppig bewachsene Pool- und Gartenanlage lädt zum Entspannen ein.

Die Auswahl beim Abendessen war gering, aber fast immer schmackhaft. Die Herzlichkeit der Mitarbeiter macht das Hotel zu einem Ort, an dem man sich zu Hause fühlt. Die hohe Zahl der Stammgäste – Alleinreisende und Paare jeden Alters sowie Familien – sprechen für sich. Wer einfach nur einen schönen Badeurlaub verbringen möchte, wird sich in einem der Badeorte an der Nordküste (Mastichari, Marmari, Tigaki) sicher rundum wohl fühlen. Für einen reinen Badeurlaub oder Urlaub mit Kindern ist ein Hotel in direkter Strandlage sicherlich von Vorteil. Geeignete Häuser sind zum Beispiel das Hotel Caravia Beach in Marmari oder das Neptune Hotel in Mastichari.

Blick über Kos

Blick über Kos

Etwas lebhafter als in Marmari geht es in Tigaki zu. Dort ist die Auswahl an Tavernen und Bars etwas größer als in Marmari oder Mastichari. Eine besondere Empfehlung in zentraler und zugleich strandnaher Lage ist das 4-Sterne Hotel Smartline More Meni Beach.

Doch was macht einen Urlaub auf Kos einzigartig? Sie sollten sich unbedingt für ein paar Tage einen Roller oder ein Quad mieten und die Insel auf eigene Faust erkunden. Und diejenigen, die auf den kleinen Spaßfaktor verzichten können, mieten sich einfach ein Auto. Nutzen Sie auf jeden Fall die Möglichkeit, die Halbinsel im Südwesten der Insel zu „erfahren“. Erklimmen Sie die Berge mit dem Quad oder zu Fuß und werden Sie mit atemberaubenden Ausblicken über die Insel, auf die Küste sowie auf die Nachbarinseln belohnt. Oder wandern Sie hinab zu entlegenen Buchten und genießen Sie ein paar Stunden in der Abgeschiedenheit. Halten Sie auf dem Weg in den Südwesten doch auch einmal am Camel Beach oder Paradise Beach an. In der Hauptsaison kann es dort schon mal voll werden, aber der flach ins Meer abfallende Sandstrand und das glasklare Wasser entschädigen einen. Hotels sucht man an diesen Stränden übrigens vergeblich…

Nicht fehlen darf eine Fahrt in das Bergdorf Zia, welches tagsüber traumhafte Ausblicke bietet. Abends können Sie von einer der zahlreichen Terrassen der Bars und Restaurants einen wunderschönen und romantischen Sonnenuntergang beobachten. Planen Sie am besten ein Abendessen an einem der Tage, an dem keine abendlichen Bustransfers von den Hotels bzw. Urlaubsorten angeboten werden. Dann geht es in Zia etwas ruhiger und vielleicht auch weniger touristisch zu.

Besonders gefallen hat mir der Ort Palio Pyli (Alt-Pyli). Von dem verlassenen Ort sind mit Ausnahme einer Kirche fast nur noch Grundmauern oder Ruinen übrig. Mit gutem Schuhwerk laufen Sie von einem kleinen Parkplatz in einer guten halben Stunde nach oben. In der einzigen Taverne, etwas oberhalb des ehemaligen Dorfes, genießen Sie einen herrlichen Ausblick auf Alt-Pyli, die Küste von Kos, die Nachbarinsel Kalymnos und auf eine Burgruine auf dem gegenüberliegenden Berg, den Sie ebenfalls erklimmen können.

Erholung auf Kos

Erholung auf Kos

Geschichtsinteressierte kommen in Kos-Stadt und im nahegelegenen Asklepieion voll auf ihre Kosten. Kos-Stadt erreichen Sie am besten per Linienbus von nahezu jedem Ort der Insel. Die Fahrt ist günstig und dauert nicht lange. Kleine verwinkelte Gassen durchziehen das Zentrum, Reste einer Burganlage stehen neben dem malerischen Hafen und mehrere antike Ausgrabungsstätten, ein römisches Wohnhaus sowie das Odeon verteilen sich über die Stadt und sind zu Fuß alle gut zu erreichen. Etwas außerhalb auf einer Anhöhe liegt das Asklepieion – ein antikes Heiligtum und eines der ersten „Krankenhäuser“ zugleich.

Baden in einer Thermalquelle direkt neben dem Meer geht nicht? Doch, auf Kos ist das möglich! In einem kleinen natürlichen Becken direkt neben dem Meer sprudelt das Thermalwasser aus dem Felsen; Schwefelgeruch liegt in der Luft. Nur ein paar Schritte weiter können Sie sich im kühleren Meerwasser abkühlen. Ein verwirrendes Erlebnis.

Nicht entgehen lassen sollten Sie sich außerdem einen Tagesausflug nach Bodrum. Nach einer etwa einstündigen Bootsfahrt erreichen Sie Bodrum, das St. Tropez der Türkei. Sehen und gesehen werden heißt es hier für viele. Besichtigen Sie die Burganlage direkt am wunderschönen Hafen oder schlendern Sie durch die zahlreichen Gassen der Altstadt. Sicherlich finden Sie irgendwo Ihr Plätzchen zum Verweilen. Oder möchten Sie günstig einkaufen gehen, sich Goldschmuck anfertigen lassen oder einen traditionellen Markt besuchen? – Sie haben die Qual der Wahl!

Mein persönliches Highlight war jedoch eine 3-Insel-Kreuzfahrt. Von Kos-Stadt aus steuern Sie zunächst die Nachbarinsel Pserimos an. Im nur gut 30 Einwohner zählenden winzigen Hafenörtchen haben Sie die Möglichkeit am herrlichen Strand baden zu gehen, über die kleine Promenade zu schlendern oder einfach in einem Strandrestaurant auf die Weiterfahrt zu warten. Während der Überfahrt auf die Schwammtaucherinsel Kalymnos stärken Sie sich bei einem Barbecue an Bord, ehe Sie die Hafeneinfahrt in Pothia genießen können. Hier glaubt man sich plötzlich in Italien, da die Häuser während der italienischen Besatzungszeit im venezianischen Stil erbaut wurden. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt und einem Besuch in einer Schwammmanufaktur geht es dann auch schon weiter. Klar, auf Kalymnos könnte man noch mehr Zeit verbringen. Die Insel ist relativ groß, die quirlige Hauptstadt bietet neben einigen Hotels und vielen Cafés und Tavernen noch weitere Besichtigungsmöglichkeiten und der Westen der Insel ist weltweit bei Sportkletterern beliebt. Aber wir wollen ja noch die winzige Insel Plati anfahren… Dort angekommen ankern wir vor der Küste und können vom Boot aus baden gehen. Einfach traumhaft! Glasklares Wasser – und außer unserem Boot und einer Privatyacht ist weit und breit niemand in Sicht. Die Insel selbst ist heute unbewohnt und ein wahres Vogelparadies. Gegen Abend genießen wir die Rückfahrt nach Kos-Stadt und können die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren lassen.

Kos ist durchaus für einen längeren Urlaub geeignet, bietet die Insel doch viel Abwechslung: traumhafte, flach abfallende Sandstrände, Möglichkeiten für Wassersport aller Art, Berge, antike Stätten, eine liebenswerte Hauptstadt und herzliche Bewohner und das alles eingebettet in einer der schönsten Regionen des Mittelmeers. Mehr braucht man für einen gelungenen Urlaub wahrlich nicht!

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mit meinem Bericht Ihr Interesse an dieser vielseitigen griechischen Insel geweckt habe. Seien Sie sich sicher, dass ich noch den einen oder anderen Geheimtipp auf Lager habe! Sprechen Sie mich bei Interesse einfach an – persönlich im Büro, telefonisch oder per Mail!

Blick über Kos

Blick über Kos

 
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