Kuba - Mietwagen Rundreise von West nach Ost

von Jeannette Poch | mehr Artikel von | 2. Juni 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Lebensfreude – Musik – Sonne – Strand – Che Guevara  – und natürlich Oldtimer: Das ist Kuba!

Unsere Mietwagen-Rundreise Cuba Completo von Ost nach West

Tag 1 – Holguin

Nach einem angenehmen Flug  mit Condor landeten wir gegen 16:00 Uhr am Flughafen Holguin. Da wir unseren Mietwagen erst am nächsten Tag bekommen, werden wir zu unserem Hotel El Bosque chauffiert. Es ist ein einfaches Hotel, aber für eine Nacht okay.

La Loma de la Cruz - Holguin

La Loma de la Cruz – Holguin

Um noch etwas von der Stadt zu sehen, fahren wir mit dem Taxi zum Aussichtspunkt Loma de la Cruz. Von dort haben wir bei kubanischer Straßenmusik einen fantastischen Blick über die Stadt. 

Tag 2 – Baracoa

Nach dem Frühstück stand die Übernahme des Mietwagens im Nachbarhotel Pernik an. Wir müssen noch ein gutes Stündchen warten, aber wir haben ja Urlaub und genehmigen uns eine leckere  kubanische Cola am Hotelpool. Nun ist er da, unser Mietwagen. Ein chinesisches Fabrikat Namens  BYC Automatic. Die Koffer sind verstaut und los geht’s nach Baracoa.

Auf dem Weg nach Baracoa

Auf dem Weg nach Baracoa

Nach ca. 8 Stunden Fahrt über teilweise nicht vorhandene Straßen kommen wir völlig durchgeschüttelt und mit quietschenden Stoßdämpfern in Baracoa an und beziehen unser Casa Particular (private Unterkunft bei Einheimischen). Baracoa ist ein kleines nettes Städtchen mit Fußgängerzonen. Diese gibt es übrigens in jeder Stadt.

Baracoa

Baracoa

Zur Freude unseres Sohnes haben wir ein Restaurant mit WiFi gefunden. Wie das in Kuba funktioniert schreibe ich am Ende unter meinen persönlichen Tipps.
Den Abend lassen wir ausklingen – natürlich mit 1-2 Mojitos und kubanischer Musik. 

Tag 3 – Baracoa – Humboldt Nationalpark

Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Dachterrasse, für 5 CUC p. P. (ca. 5 €) zubereitet von unserer netten Vermieterin, machen wir uns auf zu einer Wanderung im Humboldt National Park.

Humboldt Nationalpark

Humboldt Nationalpark

Unser Guide ist ein älterer kubanischer Herr. Er spricht nur Spanisch – wir nicht. Aber schön ist es trotzdem.

Tag 4 – Santiago de Cuba

Auf dem Weg nach Santiago de Cuba

Auf dem Weg nach Santiago de Cuba

Heute geht es über die landschaftlich schöne Passstraße La Farola nach Santiago de Cuba, der zweitgrößten Stadt Kubas. 

Blick aus dem Hotelzimmer vom Punta Gorda

Blick aus dem Hotelzimmer vom Punta Gorda

Dort angekommen ist es erst einmal eine Herausforderung das Hotel Versalles zu finden. Wir fragen uns durch, wobei es von Vorteil ist, etwas Spanisch gelernt zu haben. Die Kubaner sind alle sehr hilfsbereit und wir finden einen jungen Mann, der uns den Weg dorthin zeigt. Leider ist das Hotel überbucht und wir fahren zum Hotel Punta Gorda. Es ist ein neues Hotel schön an einem Yachthafen gelegen. Aber sehr weit außerhalb der  Stadt.

Der besagte junge Mann entpuppt sich als Guide und die Verabredung für den nächsten Tag zur Stadtbesichtigung steht – perfekt!

Kathedrale, Parque Cespedes, Fußgängerzone - Santiago de Cuba

Kathedrale, Parque Cespedes, Fußgängerzone – Santiago de Cuba

Aber heute fahren wir in einem alten Chevrolet nochmal in die Stadt und genießen den Sonnenuntergang auf der Dachterrasse des Hotels Casa Grande im Zentrum der Stadt – mit WiFi und… natürlich Mojitos!

Tag 5 – Santiago de Cuba

Unser Guide vom Vortag ist pünktlich am Hotel – überhaupt sind die Kubaner zuverlässig und pünktlich. Los geht’s mit unserem Auto. Wir machen zuerst einen kleinen Stadtrundgang. Wir schauen uns den Parque Cespedes im Zentrum mit der mächtigen Kathedrale an.

Rathaus und Straßenmusiker - Santiago de Cuba

Rathaus und Straßenmusiker – Santiago de Cuba

Angrenzend an den Park steht das Rathaus, von dessen Balkon Fidel Castro im Jahr 1959 den Sieg der Revolution verkündete. 

Moncada Kaserne - Santiage de Cuba

Moncada Kaserne – Santiago de Cuba

Wir bummeln durch die Fußgängerzone zur Moncada-Kaserne. Dort scheiterte 1953 der erste Versuch des Volksaufstandes unter Führung von Fidel Castro. Die Einschusslöcher sind noch sehr gut sichtbar.

Wir sind noch mit einem Freund unseres Guides verabredet und kaufen dort recht preiswert die obligatorischen Mitbringsel – eine Kiste Zigarren (COHIBA – es sollen die besten sein) und zwei Flaschen Rum (Santiago de Cuba 12 Jahre alt – sehr lecker und bitte nicht mixen).

Botanischer Garten - etwas außerhalb von Santiago

Botanischer Garten – etwas außerhalb von Santiago

Es ist sehr heiß in der Stadt und wir entschließen uns, etwas außerhalb in den Bergen (wie sich herausstellte wirklich in den Wolken) einen kleinen botanischen Garten zu besichtigen. Sehr idyllisch und mit viel Liebe gehegt!

Saurierpark und Oldtimermuseum in der Nähe von Santiago

Saurierpark und Oldtimermuseum in der Nähe von Santiago

Weiter geht es vorbei an einem Freiland-Saurier-Park zum Oldtimer-Museum. Danach sind wir geschafft und lassen den Abend im Hotelrestaurant am Yachthafen  ausklingen.

Tag 6 – El Salton

Heute brauchen wir 3 Stunden um von Santiago de Cuba nach El Salton zu fahren.

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El Salton besteht aus einem  einfachen Hotel und liegt im Regenwald. Dem entsprechend regnet es. Das Highlight ist der höchste Wasserfall Cubas – momentan leider nur ein daumenbreites Rinnsal. Das Hotel ist auch… naja, aber dafür können wir im Mini-Fernseher das Baseballspiel Kuba – USA anlässlich des Besuchs Barack Obamas live verfolgen.

Tag 7  – Camagüey

Auf dem Weg nach Camag

Auf dem Weg nach Camagüey

Vorbei an endlosen Zuckerrohr-Plantagen und durch etliche Dörfer erreichen wir nach 6 Stunden Fahrt die drittgrößte Stadt Kubas Camagüey.

Unser Casa Particular ist sehr schwer zu finden, wir fragen uns durch. Ein junger Radfahrer führt uns zu der Adresse und verlangt für die 3-minütige Fahrt eine „fürstliche Bezahlung“. Schwamm drüber, Hauptsache wir sind angekommen. Dass unsere Unterkunft überbucht ist, ist auch nicht schlimm, der Sohn des Besitzers hat auch ein Casa Particular und hat zwei Zimmer in seinem schönen, alten Stadthaus für uns frei.

Camagüey

Camagüey

Nach einem gemütlichen Stadtbummel inklusive Eroberung der Fußgängerzone gibt es ein gemütliches Abendessen an einem der schönen, kleinen Plätze der Stadt. Natürlich mit kubanischer Musik und klar…Mojitos.

Tag 8 – Trinidad

Auf Trinidad haben wir uns besonders gefreut. Dank unseres Stadtplanes war das Casa Particular gut zu finden, aber leider überbucht. Nach ein wenig Ärger über die angebotene nicht akzeptable Alternative außerhalb des Zentrums konnten wir uns auf ein Zimmer mit 3 Betten direkt im Zentrum einigen. Trinidad wir kommen!

Trinidad

Trinidad

Für uns ist Trinidad neben Havanna die schönste Stadt Kubas. Das Stadtbild ist geprägt von wunderschönen, pastellfarben gestrichenen Häusern und altem Straßenpflaster. 

Trinidad

Trinidad

Wir lassen uns einfach durch diese kleine, nette Stadt treiben, genießen das Flair, schmökern durch die Souvenirläden und landen am Plaza Mayor mit WiFi, zur Freude unseres Sohnes. Hier lässt es sich gemütlich verweilen.

Tag 9 – Trinidad

Heute legen wir einen Badetag ein und fahren mit dem Taxi zum Playa Ancon, ein von Palmen gesäumter, schöner, langer Sandstrand ca. 10 km außerhalb von Trinidad. Hier gibt es auch einige (nicht so schöne) Hotels. Aber das stört uns nicht. Nach den langen Autofahrten und verschiedenen Städten genießen wir einfach die Sonne und das Meer.

Unser Abendessen gibt es in einem Paladar (privates Restaurant) mit Dachterrasse. Von hier haben wir einen wunderbaren Blick über die Stadt und genießen bei kubanischer Livemusik den Sonnenuntergang. Schade ist es schon, dass wir morgen abreisen müssen. 

Tag 10 – Cienfuegos

 Jardin Botanico de la Soledad

Jardin Botanico de la Soledad

Heute ist es nicht weit. Wir haben nur 85 km zu fahren und machen noch einen Stopp im Jardin Botanico de la Soledad, einem der bedeutendsten Botanischen Gärten in Lateinamerika. Auf einem riesigen Gelände kann man 2.000 Pflanzenarten aus aller Welt betrachten.

Cienfuegos

Cienfuegos

Unser Casa Particular finden wir recht schnell und wir machen uns auf, die Stadt zu erkunden. Das historische Zentrum ist der Parque Marti. Ein sehr schöner großer mit Palmen bestandener Platz mit WiFi – welche Freude! Ein Highlight ist das Tomas-Terry-Theater mit seiner schönen Innenarchitektur aus Pinienholz und Marmor. Leider kommen wir nicht rein, da gerade eine Aufführung stattfindet.

Tag 11 – Santa Clara

Auch heute haben wir nur eine kurze Strecke von 65 km vor uns. Nach einem üppigen Frühstück auf der Dachterrasse unseres Casa Particular brechen wir auf und sind relativ schnell in Santa Clara. Das große Che-Guevara-Denkmal finden wir sofort – es soll die Attraktion dieser recht armen Gemeinde sein.

Das Hotel zu finden ist dagegen eine echte Herausforderung. Aber nach mehrmaligen Fragen und Dank einiger Brocken Spanisch schaffen wir auch das. Wir beziehen unsere Zimmer im außerhalb gelegenen Hotel La Granjita. Eine schöne große Hotelanlage mit Pool. Die Zimmer sind einfach, aber das stört uns nicht. Jedes hat eine kleine nette Terrasse mit Schaukelstühlen.

Denkmal Che und Hotel

Denkmal Che und Hotel La Granjita

Wir haben überhaupt keine Lust auf Stadtbegehung. Das Che-Guevara-Denkmal haben wir ja gesehen – und so genießen wir einfach den Luxus eines Hotelaufenthaltes inklusive Pool. WiFi gibt es übrigens auch.

Nach dem Abendessen vom Buffet machen wir es uns auf unseren Schaukelstühlen bequem und probieren endlich ganz nach kubanischer Manier mal eine Zigarre, naja als Nichtraucher gewöhnungsbedürftig. Aber es gehört dazu! 

Tag 12 –  Vinales

Heute haben wir die längste Strecke der ganzen Reise vor uns: 480 km. Aber zum Glück ist fast alles Autobahn. Nachdem wir getankt und einen Reifen gewechselt haben – das bleibt bei den Straßenverhältnissen nicht aus – geht es auf nach Vinales.

Autobahn Richtung Vinales

Autobahn Richtung Vinales

Die Autobahn ist dreispurig und wenig befahren, dafür tun sich immer mal wieder plötzlich Schlaglöcher auf – also aufpassen! Die Pferdekutschen und Fußgänger auf der rechten Spur stören weniger.

Vinales

Vinales

Am Nachmittag sind wir endlich da. Vinales ist ein recht beschauliches Örtchen umgeben von herrlicher Natur. Alles dominierend sind die Mogotes – die grün bewachsenen Kegelkarstfelsen und die Tabak- und Kaffeeplantagen.

Wir tingeln ein wenig durch den Ort, suchen für unseren Sohn einen Platz mit WiFi, werden an der Kirche fündig und lassen den Abend nach einer kleinen Wanderung durch die Natur und einem Abendessen in einem netten Restaurant und den obligatorischen Mojitos ausklingen.

Tag 13 – Vinales

Heute wollen wir uns das wunderschöne Vinales Tal ansehen. Das geht zu Fuß oder zu Pferd. Oder mit einem Ochsenkarren – laufen oder reiten kann ja jeder… Zwei gigantische Ochsen und auf dem Karren drei Stühle mit Seilen festgeschnallt. So schaukeln und holpern wir durch das Tal und geben ein lustiges Fotomotiv ab. Wir besichtigen eine Kaffeeplantage und klettern in eine der vielen Höhlen.

Zum Abschluss der 3-stündigen Tour schauen wir uns noch eine Tabakfarm an, erfahren einiges über Tabakanbau und Zigarrenzusammenbau und dürfen natürlich auch noch eine probieren.

unterwegs im Vinales Tal auf unserem Ochsenkarren

unterwegs im Vinales Tal auf unserem Ochsenkarren

Rechtzeitig  vor einem starken Gewitter sind wir in unserem Casa. Es ist der letzte Abend in Vinales, den wir mit einem Abendessen ausklingen lassen – hier könnte man auch etwas länger bleiben. 

Tag 14 – Havanna

Nach dem Frühstück machen wir uns auf zu unserer letzten Station, dem (leider sehr kurzen) Aufenthalt in Havanna. Wir beschließen, den Mietwagen schon hier am Hotel Iberostar abzugeben und nicht erst am Flughafen. Das erspart uns am nächsten Tag den Stress am Flughafen. Wir nehmen uns dann lieber ein Taxi.

Capitolio, blank polierte Cabrios vor dem Capitolio, Gran Teatro

Capitolio, blank polierte Cabrios vor dem Capitolio, Alötstadt, Gran Teatro

Unser Casa Particular ist schnell gefunden und wir machen uns auf in die Stadt. Wir bestaunen das berühmte Capitolio und die davor parkenden auf Hochglanz polierten alten amerikanischen Cabrios, die zu Stadtrundfahrten einladen. 

Altstadt, Plaza Vieja und Restaurant La Imprenta

Altstadt, Plaza Vieja und Restaurant La Imprenta

Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir den Altstadtbereich Havannas (fast komplett Fußgängerzone) und lassen uns durch die Gassen treiben. Es ist urgemütlich hier. Besonders schön fanden wir den Plaza Vieja. 

Das Restaurant La Imprenta gegenüber dem Museo del Chocolate haben wir durch Zufall entdeckt. Es ist auf den Ruinen einer Druckerei gebaut. Sehr schön und das Essen ist lecker. 

Tag 15 – Havanna und Rückflug

Eigentlich wollten wir uns heute vor unserem Rückflug noch eine Stadtrundfahrt in einem der besagten schönen Cabriolets gönnen, aber leider ereilte mich in der Nacht Montezumas Rache. Da meine Jungs nicht ohne mich fahren wollten, verbrachten wir den Vormittag in unserem Casa. Der Vater unseres Vermieters ist Taxifahrer – wie praktisch. Also fahren wir in seinem schätzungsweise 30 Jahre alten Lada zum Flughafen. 16:00 Uhr startet unser Flieger pünktlich.

Wir sagen auf Wiedersehen Kuba – es war sehr schön und interessant, aber auch anstrengend.

Persönliche Tipps (hier auch gern persönlich)

Internet in Kuba:

Es gibt WiFi Karten der Firma ETECSA für 1 Stunde Internet (2,00 CUC), erhältlich in Hotels – einfach an der Rezeption fragen! Danach erkundigt man sich bei Einheimischen wo es WiFi gibt. Meistens an großen Plätzen oder in größeren Hotels. Die Karten sind 30 Tage in ganz Cuba gültig. Man kann sich die 1h einteilen und immer wieder einloggen. Am besten gleich mehrere kaufen.

Geld:

Am besten Bargeld in Euro mitnehmen und einen Teil gleich am Flughafen in CUC tauschen (ca. 1:1). Ansonsten kann man in Wechselstuben und Hotels tauschen. Vor den Banken gab es eigentlich immer lange Warteschlangen. Wir haben dann mit unserer Kreditkarte (DKB) am Automaten Geld geholt.

Mietwagen-Rundreise Kuba:

Unbedingt eine gute Karte von Kuba mitnehmen, bzw. gibt es solche auch am Flughafen von Havanna. Gut wären auch kleine Ortkarten. Meine Empfehlung: Reiseführer von Reise Know-How, ISBN 978-3-8317-2743-8 

Tankstellen gibt es genug. Trotzdem nicht auf Risiko fahren, lieber einmal mehr tanken.

Sprache:

Man sollte ein paar Brocken Spanisch können. Es ist hilfreich, wenn man Einheimische nach dem Weg fragt. In den großen Städten kommt man auch mit Englisch weiter. Empfehlen kann ich den Babbel Sprachkurs. Ich habe zwei Monate vor Abreise angefangen und es hat uns gut geholfen!

Den Rundreiseverlauf und viele nützliche Infos zu finden Sie hier (Stand 2016): Neckermann Mietwagenrundreise Cuba von Ost nach West

 
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