Kuba

von Margit Gelhard | mehr Artikel von | 10. Dezember 2014 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Kuba – Eindrücke meiner 18-Tage-Rundreise mit einer Marco Polo Minigruppe

Kuba ist anders! Es ist die Insel der Lebensfreude, der Sehnsucht und der Überlebenskunst. Musik und Tanz wo man sitzt, steht oder geht, es ist laut, hat für uns den morbiden kolonialen Charme, traumhafte Landschaften, liebenswürdige Menschen…

Das wahre Gesicht Kubas offenbart sich nicht an den herrlichen Stränden Varaderos oder auf einer der traumhaften Cayos (über 4000 Inselchen), die um die 1.400km von Ost nach West reichenden Insel liegen. Auch nicht in den Vorzeigeorten wie Las Terrazas, wo wir 5 Mal an Seilen zwischen und über den von Menschenhand erschaffenen Tropenwald fliegen können. Oder in Vinales, welches einen mit den hübsch in allen Farben getünchten Häuschen, den zahlreichen Casas Particulares, empfängt, eingebettet in eine bezaubernde fruchtbare Landschaft, in der der Tabak für all die berühmten Cohiba-Zigarren gedeiht.

Das wahre Gesicht Kubas zeigt sich schon eher in Havanna, wo die wunderschönen Kolonialbauten der 20iger Jahre, die z.Z. mit Unterstützung der

UNESCO und jetzt auch zugelassenen Investoren mühsam ihren alten Glanz zurück erhalten und die tollen alten Straßenkreuzer das Bild der Stadt prägen. Wenn man einmal die Prachtstraße Obispo mit den Läden und Bars, in denen sich nur Touristen etwas leisten können, (Tipp: die Pasteleria) hinter sich läßt und in die Seitengassen, besonders hinter dem Capitol, abtaucht, kann man das andere Kuba sehen. Sänger Kuba

„La Revolucion“ geht hier, wie überall auf der Insel für die Menschen weiter. Sie müssen täglich um ihre Existenz kämpfen und benötigen dringend CUC`s, die zweite Währung, mit der sich der Kubaner neben seinen Bezugsscheinen für Reis, Mehl, Zucker u.a. etwas „Luxus“ gönnen kann. Aus diesem Grund arbeiten viele auch mit abgeschlossenem Studium lieber als Busfahrer oder Guide. Trinkgeld ist die wichtigste Einnahmequelle.

Trinidad – die pastellfarbene Stadt an der Karibik, welche einmal durch Zuckerrohr zu Reichtum gelangt war und heute nur durch die Unterstützung der UNESCO ihre kolonialen Gebäude mit ihren Säulen und kunstvollen Stuckverziehrungen wieder zeigen kann, lädt zum Fotografieren ein. Am Abend verwandelt sich die große Freitreppe an der Plaza in eine Open-Air-Tanz-Bar mit toller Atmosphäre – überall Livemusik! Der wunderschöne lange Sandstrand mit ein paar wenigen Hotels ist 12 km entfernt (z.B. das Brisas Trinidad del Mar)

Santiago de Cuba – die zweite ehemalige Hauptstadt ist sehr quirlig, laut und voller Musik. Die Casa de Trova – das Haus, in welchem jeden Abend Live-Bands der heutigen Buena Vista Nachkommen auftreten und für Touristen Salsa, Bachata und den berühmten Son zum Tanzen spielen, ist legendär und macht die Nacht zum Tag. Hier finden wir auf dem riesigen Friedhof u.a. die Grabmale von Compay Segundo und vom Gründer der Rum-Dynasty, Facundo Bacardi. Wir wandern in der Sierra Maestra mit ihren bis zu 1.900 Meter hohen Bergen, wo um 1820 noch Kaffee angebaut wurde. Überall treffen wir auf die Spuren der kolonialen Herrschaft und natürlich von Che Guevara und Fidel.

Baracoa (das Ende der Welt) im Nord-Osten, wo Kolumbus zum ersten Mal die Insel betrat, war die erste spanische Siedlung und Gründungshauptstadt. Sie war nur vom Seeweg aus erreichbar. Heute führen holprige Straßen von Norden durch den Alexander v. Humboldt Nationalpark und ein kurvenreicher Pass von Süden durch die phantastische mit tropischem Regenwald überzogene Bergwelt dorthin. Der verschlafene Ort an einer großen Bucht abseits des Tourismus zeigt „la pura vida“. Wir wohnen in Casas Particulares (private Frühstückspensionen) mit Dachterrasse und essen in Paladares (private kleine, gemütliche Gaststätten), die erst ab 2010 von der Regierung zugelassen wurden. Auf unserem Ausflug mit dem Boot über den Fluss Toa lernen wir, wie all die großblättrigen Pflanzen und riesigen Bäume heißen, wie frisch gepflückte Avocados, Orangen, Bananen, Papayas etc. schmecken und wie Kakao wächst, geerntet und weiterverarbeitet wird, bis Schokolade daraus wird sowie viel über das Leben in dieser fast vom Rest der Welt vergessenen Menschen. Doch „La Revolucion“ ist überall Thema Nr. 1. Che gründete hier die erste und einzige Schokoladenfabrik der Insel.

Auf unserer Erlebnisreise von Baracoa bis Havanna legten wir mehr als 1700 km mit dem Minibus über lange holprige Pisten zurück. Wir wanderten über herrliche palmengesäumte Wege, badeten in Flüssen und im Meer, fuhren mit Jeeps auf die Sierra Maestra, im Bicitaxi durch Camarguey, mit einem Oldtimer durch Havanna und erlebten eine Canopytour in Las Terrazas. Bei den Unterkünften und unterwegs fehlte es oft an warmem Wasser, Strom und Komfort – wir waren in Kuba!

Wenn Sie diese oder eine ähnliche Reise, auch vielleicht mit dem Mietwagen interessiert, sprechen Sie mich gerne an!

 
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