Kunst und Kultur in Florenz - auf den Spuren von Dante Alighieri

von Manuela Mergle | mehr Artikel von | 29. August 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Spätestens nach dem Erfolgsroman „Inferno“ von Dan Brown ist Florenz und der zu Lebzeiten so unbeliebte Sohn der Stadt, Dichter und Philosoph Dante Alighieri einer breiten Masse an Lesern und passionierten Cineasten bekannt. Uns verschlägt es aber nicht nur deshalb in die wunderschöne Stadt am Arno. Die italienische Leichtigkeit und das romantische Stadtbild machen einen Urlaub in Florenz unvergesslich.

Mein Hoteltipp: das 3,5 Sterne Hotel Cosimo de´Medici ist gepflegt und alle Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar. Und los geht’s!

Die wohl bekannteste Brücke der Welt: Ponte Vecchio

Schon mal im Mittelalter gewesen? Wenn ja, standen Sie bestimmt auch schon auf der Ponte Vecchio und haben sich vom Getümmel der Menschen und den Klängen der Straßenmusiker verzaubern lassen. Und der Vorteil ist: im Gegensatz zu früher sind in den netten kleinen Häuschen auf der Brücke heutzutage Juweliere und keine stinkenden Gerbereien und Schlachter mehr ansässig.

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Ponte Vecchio bei Nacht

Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zum nächsten Highlight. Dort haben wir uns vorab schon eine deutschsprachige Führung gesichert. So ersparen wir uns stundenlanges Anstehen und können die Zeit viel besser nutzen.

Eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt: die Uffizien

An was denken Sie bei den Namen Leonardo, Michelangelo, Raffael und Donatello? An die großen Renaissancekünstler ihrer Zeit? Dann gehen Sie in die Uffizien, denn dort finden Sie sie alle! Und wenn Sie bei den Namen doch eher an die Zeichentrickserie „Teenage Mutant Hero Turtles“ denken – dann erst recht ab in die Uffizien mit Ihnen! 🙂

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Gemälde von Filippo Lippi

Ich kann jedem wirklich nur eine Führung empfehlen, wir erfahren so viel Hintergrundwissen, dass wir die Gemälde und Statuen mit anderen Augen sehen können. Oder hätten Sie gedacht, dass der Engel, der uns hier so verschmitzt anlächelt, mit hoher Wahrscheinlichkeit der uneheliche Sohn des Künstlers Filippo Lippi mit einer Nonne ist, die hier als Madonna abgebildet wurde?

Die Geburt der Venusein Highlight: Die Geburt der Venus

Der gewaltige Dom Santa Maria del Fiore und das Baptisterium San Giovanni

Der Dom ist DAS Wahrzeichen der Stadt. Sieht man ihn zum ersten Mal, verschlägt die schiere Größe einem fast die Sprache. Hier gleich noch ein Tipp: Kaufen Sie die Eintrittskarten im Dommuseum und nehmen Sie das Kombiticket, welches dann 4 Tage gültig ist. Die reguläre Verkaufsstelle hat nur einen Schalter und ist hoffnungslos überlaufen. Das Dommuseum ist hinter dem Dom und etwas unscheinbar. Das könnte auch erklären, warum hier die Touristen für die Tickets nicht in Scharen einfallen.

Wir entscheiden uns für eine Eintrittskarte in die Taufkirche mit anschließendem Aufstieg auf die Campanile um noch einen anderen tollen Blick auf den Dom zu haben. Das Baptisterium möchte ich unbedingt sehen, hier wurde Dante Alighieri nachweislich getauft und ist zudem eines der ältesten erhaltenen Bauwerke des alten Florenz´. Innen gibt es prächtige Fresken, eine Kennzeichnung, wo das Taufbecken einst stand und sehenswerte Bronzeportale zu bestaunen. Die legendäre Paradiestür an der Ostfassade kann bei Sonnenschein leider fast nicht in aller Ruhe begutachtet werden, es tümmeln sich einfach zu viele Touristen davor. Nichtsdestotrotz konnten wir einen Blick darauf erhaschen.

Ausschnitt der Kuppel im Baptisterium

Ausschnitt der Kuppel im Baptisterium

Santa Margherita dei Cerchi

Habe ich schon Dante Alighieri erwähnt? Dante war unsterblich in die schöne Beatrice Portinari verliebt, die zu seinem großen Kummer später einen anderen Mann heiratete und im Alter von nur 24 Jahren starb. Schrecklich traurig!!! Wer ein wenig auf dessen Spuren wandeln möchte, dem empfehle ich einen Abstecher in die kleine Kirche Santa Margherita dei Cerchi. Die Grundmauern sind erbaut im Jahre 1032. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: das Gebäude ist nahezu 1000 Jahre alt! Nach der Überlieferung trafen hier Dante und Beatrice das erste Mal aufeinander. Sie ist ein Wallfahrtsort von Dante-Verehrern und unglücklich Verliebten. Hier ist eine Gedenktafel für Beatrice Portinari angebracht. Auch heute noch steht ein Korb mit gefalteten Papierzetteln davor. Auf diesen stehen Fragen und Bitten zu Liebes-Themen an Beatrice. Es ist ein Ort der gebrochenen Herzen und der unerwiderten Liebe.

Nach so viel Tragik ist Ihnen bestimmt nach etwas herzhaftem zum Essen zumute. Wie praktisch, ein paar Schritte neben der Kirche finden Sie eine kleine Durchreiche rechts in der Mauer, bei der Sie typisch toskanischen Rollbraten im Brot bekommen.

Santa Margherita dei Cerchi mit Botschaften an Beatrice

Santa Margherita dei Cerchi mit Botschaften an Beatrice

Palazzo Vecchio

Warum sollte man auf seinem Städtetrip so etwas langweiliges wie ein Rathaus erkunden wollen? Ganz einfach, das Rathaus von Florenz beherbergt neben Regierungsaktivitäten auch ein wundervolles, gar nicht langweiliges, Museum und den berühmten Saal der Fünfhundert. Auch hier ist eine deutschsprachige Führung nicht nur empfehlenswert sondern eigentlich ein Muss. Es gibt nämlich geheimes zu Entdecken! Nur mit einer Führung darf man durch einen Geheimgang auf einen versteckten Balkon, der wiederum in ein kleines Zimmerchen führt. Hier wartet noch ein weiteres Geheimnis. Lassen Sie sich überraschen!

Geheim!

Geheim!

Ach… und Dante, vergessen wir Dante nicht! Seine Totenmaske wird hier im Palazzo Vecchio beherbergt und wurde zumindest bei unserem Florenzbesuch – ganz anders als im Buch von Dan Browns Inferno – nicht gestohlen. Ich denke, auch auf Ihrem Besuch werden Sie Dante Alighieri buchstäblich ins Gesicht sehen können.

Basilica Di Santa Croce

Noch mehr Kunst und Kultur, gefällig? Dann darf die Basilica Di Santa Croce nicht unerwähnt bleiben. Ihr imposantes Portal ist von allen Aussichtspunkten in Florenz weithin sichtbar und auch im Inneren gibt es einiges zu Sehen: hier sind alle Berühmtheiten von Florenz begraben. Galileo Galilei, Michelangelo, Giorgio Vasari, Gioachino Rossini und noch viele mehr.

Grabmal von Michelangelo

Grabmal von Michelangelo

Mercato Centrale

Von unserem Hotel Cosimo de´Medici sind es nicht mal 5 Minuten zu Fuß zum Mercato Centrale. Hier ist der Mittelpunkt des Geschäftstreibens der Florentiner. Für uns die ideale Möglichkeit auf einen schnellen Espresso, köstlicher Pastici und jede Menge toskanischer Spezialitäten. Pecorino-Käse und einige Flaschen Chianti-Wein lassen uns auch zu Hause noch lange von Florenz träumen.

 
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