La Gomera - traumhafte Natur fernab vom Massentourismus

von Kristina Lanzendörfer | mehr Artikel von | 29. Dezember 2014 | Aus den Reisebüros | 2 Kommentare

Was hat La Gomera mit Hippies, Walen und Märchenwald zu tun?

Dies sollten wir auf unserem tollen und interessanten Tagesausflug von Teneriffa auf die Nachbarinsel La Gomera erfahren! Sie liegt nur ca. 30 km von Teneriffa entfernt, so ging es für uns morgens mit der Schnellfähre von Fred Olsen in nur ca. 45 Minuten nach La Gomera. Wer einen Urlaub auf La Gomera plant, reist ebenfalls über Teneriffa mit der Fähre an oder hat alternativ die Flugmöglichkeit mit Binter Canarias vom Flughafen Teneriffa Nord aus anzureisen, üblich ist es aber per Fähre. Sie ist die zweitkleinste der Inselgruppe mit ca. 24 000 Einwohnern und fast rund in ihrer Form. Sie ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs und vor ca. 12 Mio Jahren entstanden. Die Hauptstadt ist San Sebastián de La Gomera.

Die Natur ist traumhaft und geprägt von überwältigenden Schluchten, Tälern, Loorbeerwäldern, spektakulären Ausblicken, steilen Hängen, Bächen, dichten Wäldern und bizzaren Felsformationen. Es gibt eine üppige Flora & Fauna mit zahlreichen endemischen Pflanzen- und Tierarten wie z. B. die Rieseneidechse.

Zum Badeurlaub ist La Gomera weniger geeignet, wobei es hier aber auch kleinere Kies- oder Felsstrände gibt und natürlich Poolanlagen in den Hotels. Wer sich aber fernab vom Alltag erholen oder wandern möchte, ein Ziel ohne Massentourismus sucht, der ist hier genau richtig. Hier kann man das kanarische Lebensgefühl spüren, denn hier passen sich die Touristen an das Leben auf der Insel an, nicht die Insel und ihre Einwohner an den Tourismus.

La Gomera
La Gomera ist ein absolutes Wanderparadies! Viele herrliche Wanderwege erwarten die Urlauber, ob man individuell unterwegs ist oder lieber an einer geführten Wanderung teilnehmen möchte. Ein Mietwagen ist empfehlenswert, wenn man vor hat die Insel selbstständig zu erkunden. Auch wenn diese mit 24 km Durchmesser eher klein ist, so dauern die Fahrten jedoch länger, da man auf den serpentinenreichen Strecken meist max. 50km/h schnell fahren kann.

Aufgrund des ganzjährig milden Klimas ist die Insel ein Ganzjahresreiseziel, besonders reizvoll ist zudem die Zeit von März-April/Mai wenn alles blüht und besonders grün ist (auch Angela Merkel macht hier schon mal im Frühjahr Urlaub). Vom Wetter her kann man auf der Insel alles antreffen: Sonne, Nebel, Regen und es ist möglich, dass das Wetter schnell umschlägt – dies sollte man bei Wanderungen berücksichtigen!

LaGomera_Nebel
 
Wie auch auf Teneriffa gibt es vom Wetter eine Nord-Süd-Unterscheidung: im Süden ist es wärmer und sonnensicherer mit max. 4-5 Regentage pro Jahr, die Landschaft ist karger als im Norden und gezeichnet von bizarren Felsformationen, Canyons und Palmen. Der Norden wiederum ist sehr grün, feucht und kühler. Empfehlenswert mit dem Mietwagen im Norden ist die Strecke von Agulo nach Hermigua, sie gilt als eine der schönsten Strecken mit fantastischen Ausblicken und führt vorbei an Bananenplantagen.

Der Schatz der Insel ist der Nationalpark Parque Nacional del Garajonay, welcher 1986 zum Welterbe der UNESCO erklärt wurde. Da es dort sehr feucht und oft von Nebelschwaden durchzogen ist, wirkt er wie ein magischer Märchen- oder Regenwald. Die Vegetation ist sehr dicht mit verschiedenen Pflanzenarten, Farnen, Moosen und Flechten sowie Bäumen und Lorbeerwäldern, die den Hauptbestandteil des Nationalparks ausmachen. Ein wichtiger Hinweis für Wanderer: im Nationalpark darf keinesfalls geraucht oder Feuer gemacht werden!

Die höchste Erhebung ist mit 1.486 m der Garajonay inmitten des Nationalparks. Von hier hat man bei gutem Wetter eine wunderschöne Aussicht.

La Gomera hat keine Shoppingmeilen, es gibt jedoch eine gute handvoll an Bars und einen Supermarkt in Playa Santiago. Ein wenig mehr los ist in Valle Gran Rey. Hier wird abends auch mal Livemusik gespielt und es gibt dort regelmäßig Handwerker- und Flohmärkte. Ende der 60er Jahre wanderten viele Hippies hierher aus, lebten am Strand oder in Felshöhlen und genossen das freie Leben. Und das ist bis heute so: ausgewanderte und hiergebliebene Hippies (davon viele Deutsche) leben hier nach wie vor und man kann hier schon mal abends am Strand ihrer Gitarrenmusik lauschen oder eine Feuershow bewundern. Auf der Insel findet im Sommer fast jedes Wochenende irgendwo eine Fiesta statt.

Meine Hotelempfehlungen:

In Playa Santiago, das 4* Jardin Tecina. Die Hotelanlage ist sehr schön konzipiert, wie ein kanarisches Dorf mit weißen Häuschen und Holzbalkonen in einer traumhafte Gartenanlage mit fantastischem Panoramablick auf das Meer. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und haben uns hier gleich wohl gefühlt.

La Gomera - Hotel JardinTecinaLa Gomera - Hotel JardinTecina_Ausblick
In Valle Gran Rey sind das 3* Gran Rey (einfach, spanisch rustikal) und das 4* Playa Calera sehr beliebte Hotels.

Ein besonderes Erlebnis ist der Ausflug zur Wal – & Delfinbeobachtung, welcher im Süden startet. Wer ein Souvenir mitnehmen möchte, für den ist das typische Exportprodukt Palmenhonig vielleicht ein besonderes Mitbringsel und verfeinert viele Gerichte.

Und so endete für uns ein schöner Tag. Eingedeckt mit Palmenhonig und einer Ansichtskarte mit der beeindruckenden Landschaft und Vegetation La Gomeras im Gepäck ging es für uns auf die Fähre zur Rückfahrt nach Teneriffa.

Und wenn Sie auf der Fähre sind, gehen Sie doch mal raus aufs Deck. Dort können Sie auf der einen Seite die Silhouette von La Gomera sehen und auf der anderen Seite Teneriffa. Genießen Sie die salzige Meeresluft und den endlosen Blick auf das Meer und mit ein wenig Glück entdecken Sie ein paar Wale oder Delfine.

Hasta la próxima La Gomera! Bis zum nächsten Mal La Gomera!

 
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2 Kommentare

  • Markus sagt:

    Hallo Kristina, sehr schöner Bericht und tolle Fotos bzw. Eindrücke con La Gomera. Schade dass die Insel relativ unbekannt ist, hat sie doch so viel Schönes zu bieten. Wir fahren jetzt schon seit Jahren auf die Bananeninseln und finden immer noch interessante Orte die wir noch nicht gesehen haben. Viele Grüße Markus

  • Huber sagt:

    La Gomera ist das Paradies im Atlantik .Wir leben seit 6 Monaten hier und haben es noch nicht bereut. Wir haben den sagen wir schwerten Weg gewählt und uns im Norden nieder gelassen , was zwar den grünsten Teil und üppige Vegetation bedeutet , aber auch lange Wege in die Centren und auch im Winter(den gibt’s hier schon, aber ist eher wie milder Herbst in Deutschland. Es kann in Vallehermoso dann aber schon , je nach Lage unter 10 Grad werden und in Häusern alle ohne Heizung recht frisch werden . Dafür ist dann der Kamin sehr hilfreich. Die Menschen hier sind in sich ruhende , mehr als tolerante und liebenswürdige Menschen, hier im Norden mehr als in den etwas touristischen Bereichen , aber insgesamt ein lebendiger Traum . Das Klima an sich toll und weitgehend stabil. Das gute ist, das wenn wir im Norden , was schon malvorkommt Wolken und Regen haben, wir uns ins Auto (ohne geht gar nicht) setzen , in 35-40 Minuten ist man dann im Süden oder Südwesten in der Sonne, ein Mikrokosmos halt . Restaurants und Geschäfte im Norden vorhanden, aber nicht massig, aber braucht man auch nicht. Das Essen ist dort aber wirklich gut und günstig und mediterran auf seine eigene Weise. Preise im allgemeinen sehr günstig , was Lebensmittel, Benzin und Elektroartikel betrifft. Wir leben hier sicher 30 % günstiger als in Deutschland , wobei man auch auf das gewohnte verzichten sollte , was Essen etc. betrifft. Der Nationalpark ein Traum aus Mittelerde und man denkt jeden Augenblick kommt Bodo beutlin und alle anderen Figuren um die Ecke . Autofahren, ich liebe es , aber nicht für jeden etwas, das man auf 8 km 50 -70 Kurven hat und das es teilweise ungesichert 300-500 m steil abwärts geht. Lustig wird’s richtig nach Regen und Sturm, da kann es schon mal sein, das man abgeschnitten ist, da liegt die Straße voller Steine und ich meine damit Brocken von gewaltigem Ausmaß ,, Palmenwedeln und was auch immer noch , aber die Straßendienste hier sind grandios und alles oft schnell auch wieder frei, aber rechnen muß man immer mit etwas von oben. Wir werden diese Insel immer im Herzen tragen , mit allem was hier ist. Leider werden wir umständehalber jetzt für einige Monate zurück, aber ab Oktober ist wieder Gomeratime , wenn alles klar geht dann für ganz und wir werden unser Ziel , ein nicht vorhandenes Tierasyl mit unseren gomeranischen Freunden auf die Beine stellen . Alles im allen , für Individual Urlauber ein Paradies . Für Pauschaltouristen , als Ausflugsziel aus Teneriffa sicher zu empfehlen, für mehr eher nicht .

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