Lanzarote - Eine aufregende Vulkaninsel -

von Britta Kallikat | mehr Artikel von | 19. März 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Voller Vorfreude schaue ich aus dem Flieger runter auf die Insel, die immer näher kommt. Was wird mich dort in den nächsten zwei Wochen alles erwarten? Der erste Eindruck ist erstmal nicht so überwältigend. Auf den ersten Blick ist nur wenig grün von oben zu sehen. Die Insel wirkt insgesamt relativ karg.

Dieser Eindruck relativiert sich allerdings schnell. Schon auf dem Weg zum Hotel sieht man die ersten Weinfelder links und rechts entlang der Straße liegen. Wir fahren an den ersten Hotelanlagen vorbei und ich kann nur sagen: Wow! Die meisten Anlagen sind umgeben von sehr großzügigen Gartenanlagen, wo es an allen Ecken blüht und grünt. Nichts ist mehr zu merken von der restlichen Kargheit der Insel. Jede Anlage hat praktisch ihren eigenen kleinen Wohlfühlpark. Und auch außerhalb der Anlagen stehen jede Menge Palmen und Gewächse, die die Straßen „einrahmen“.

Weinfelder Lanzarote

Was ebenfalls äußerst angenehm auffällt: Die Sauberkeit, die in den Anlagen, auf den Straßen/Gehwegen oder anderen öffentlichen Bereichen vorhanden ist. Die Insulaner legen sehr viel wert darauf, dass die Insel sauber ist. Selbst die Strände werden täglich durchgehackt, damit auch ja kein Zigarettenstummel übersehen wird.

Die Insel strahlt eine gewisse Ruhe aus, die sich sofort auf mich überträgt. Das hängt sicherlich auch mit der überwiegenden Bauweise der Anlagen zusammen. Große Betonburgen sucht man hier – bis auf einige wenige, leider nicht vermeidbaren Ausnahmen – vergebens. 95% der Anlagen sind im Bungalowstil erbaut und maximal 2-3 Stockwerke hoch. Meistens auch etwas verwinkelt gebaut, so dass sie sich optimal in den Aufbau der Insel integrieren. Dadurch sind die Anlagen relativ weitläufig und wer möchte findet mit Sicherheit seine ganz persönliche, ruhige Ecke.
Diesen Baustil hat die Insel übrigens dem weltweit bekannten Inselkünstler César Manrique zu verdanken. Genauso wie seine diversen fantastischen Aussichtspunkte oder Vulkangrotten, wie z.B. sein Haus am nördlichsten Punkt der Insel, dem Mirador del Rio, oder sein aufregendes Grottensystem Jameos del Aqua im Nordosten der Insel gelegen.

H10 Lanzarote Gardens

Haupttouristenort auf der Insel ist Puerto del Carmen. Wer es quirlig liebt und sich gerne ins Nachtleben stürzt ist hier goldrichtig. Am Tag erholt man sich an den hellsandigen Stränden Playa Blanca oder Playa de los Pocillos und abends geht es ab auf die Piste. Entlang des fast 8 km langen Strandboulevards liegen jede Menge Bars, Restaurants und Geschäfte, die zum Bummeln und Feiern einladen. Der alte Fischereihafen ist auch immer einen Besuch wert. Hier legen zwar mittlerweile mehr Ausflugsschiffe als Fischerboote an, aber viel interessanter ist es in den Abendstunden die Insulaner zu beobachten, wie sie mit ihrem spanischen Temperament eine Runde Petanque nach der anderen spielen.

Playa de los Pocillos

Insgesamt etwas ruhiger ist es im zweitgrößten Touristenort Costa Teguise, der oberhalb von Puerto del Carmen gelegen ist. Costa Teguise war ursprünglich ein relativ kleiner, beschaulicher Fischerort, der über mehrere kleine Strandbuchten wie die Playa de las Cucharas, Playa Bastian oder Playa del Jablillo verfügt. Mittlerweile ist Costa Teguise gewachsen und bietet eine bunte Mischung an. Bummeln sie über breite, boulevardartige Palmenalleen von Strandbucht zu Strandbucht und landen sie anschließend im Herzen von Costa Teguise auf dem Markt. Sehr beeindruckend ist die tropische Gartenanlage im Hotel Melia Salinas, die inkl. der Poollandschaft von Cesar Manrique konzipiert worden ist.

Strände an der Costa Teguise

Und wer es lieber ganz beschaulich mag, ist im Süden der Insel im Ort Playa Blanca genau richtig. Der Ort Playa Blanca liegt auf der praktisch unbesiedelten, recht kahlen Rubicon Halbinsel am südlichsten Zipfel von Lanzarote. Playa Blanca war viele Jahre der Salzverschiffungshafen für die nahe gelegenen Salinen, die heute noch bewirtschaftet werden. Heute verbinden Fährschiffe von Playa Blanca aus die Inseln Fuerteventura und Lanzarote und laden zu einem Tagesausflug auf die Nachbarinsel ein. Entlang der hübschen Uferpromenade, die oberhalb des hellsandigen schmalen Strandes verläuft, können die Urlauber flanieren und in die diversen Restaurants und Bars einkehren und bei einem Cocktail o.ä. den Blick auf das Meer genießen.

Die berühmten Papagayo Strände liegen ca. 4-5km östlich von Playa Blanca in einem riesigen Naturschutzgebiet, in welchem nicht gebaut werden darf. Wer sich die holprige Fahrt quer über das Gelände im eigenen Auto nicht antun möchte, kann auch mit einem Ausflugsboot zu den feinsandigen Stränden gelangen.

Papagayo Strände

Lanzarote eignet sich ideal dazu, die Insel überwiegend auf eigene Faust mit dem Mietwagen zu erkunden. Zu empfehlen ist z.B. die folgende Tour ab Puerto del Carmen: Fahren Sie vom Hotel aus in nördlicher Richtung über San Bartolomé weiter nach Guatiza und legen im Jardin del Cactus den ersten Stopp ein. Wie es der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um einen Garten voller unterschiedlicher Kakteen, der von Cesar Manrique angelegt worden ist. Auf ca. 5000 m² können über 10.000 Exemplare der stacheligen Gewächse begutachtet werden. Selbstverständlich fehlen auch nicht ein paar der prachtvollen Exemplare der recht bekannten so genannten Schwiegermutterkakteen.

Jardin del Cactus

Vom Jardin del Cactus geht die Fahrt in nördlicher Richtung weiter zu den Felsgrotten Jameos del Aqua und Cueva de los Verdes. Es ist schwer zu beantworten was beeindruckender ist: Das aufregende Grottensystem Jameos del Aqua, welches Cesar Manrique erschlossen hat oder die Tropfsteinhöhlen Cueva de los Verdes, die Teil eines 7km langen Höhlensystems sind, welches bei Jameos del Aqua endet. Beide sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Cueva de los Verdes sind im Vergleich zur fein herausgeputzten Jameos del Aqua viel ursprünglicher und aufregender. Etwa 40 Minuten dauert eine Führung durch das unterirdische Labyrinth aus Gängen und Höhlen. Über eine steile Steintreppe gelangt man in die erste Höhle, in der große Lavabrocken wild durcheinander liegen. Es folgt ein längerer Tunnel an dessen Ende durch ein Loch mehrere Galerien zu erkennen sind, die übereinander liegen. Zwischendurch heißt es gut aufpassen und bücken: Von der Decke hängen erstarrte Lavatropfen, die aussehen wie erkalteter Schokoguss. Eine Treppe führt anschließend hoch in den beeindruckenden Konzertsaal. Die Akustik in der Höhle ist einfach fantastisch. Anschließend geht es erneut über eine Treppe hoch zur Kathedrale, bevor die Führung dann am Ausgang endet.

Cueva de los Verdes

Jameos del Aqua ist vor allen Dingen bekannt für seinen integrierten kleinen Salzsee, in dem eine ganz besondere Krebsart lebt. Die kleinen, blinden Albinokrebse leben normalerweise in den Tiefen der Ozeane. Es wird vermutet, das sie durch ein Seebeben in diese Höhle und den See gelangt sind. Eine geräumige Grotte wurde zu einem Restaurant mit einer Tanzfläche umgestaltet und stellt den Mittelpunkt des Höhlensystems da. Zusätzlich verfügt die Höhle über einen unterirdischen Saal, in dem regelmäßig Konzerte etc. stattfinden. Sehr zu empfehlen ist auch ein Besuch des Museums, in dem u. a. eine seismographische Station untergebracht ist und die besondere Pflanzenwelt Lanzarotes erklärt wird.

Jameos del Aqua

Und weiter geht es zum nördlichsten Punkt der Insel: Dem Mirador del Rio. Von hier aus hat man einen fantastischen Ausblick auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa. Von dem Gebäude selber ist auf den ersten Blick nur sehr wenig zu erkennen: Ein großer runder Platz mit einem Kunstwerk versehen. Dahinter eine grauschwarze Vulkansteinmauer mit einem runden Fenster. Hinter dem Eingang geht es dann auf gewundenen Wegen in einen großen, völlig weiß gekalkten Raum, von dessen Decke eine äußerst beeindruckende Skulptur aus Blech und Metall hängt. Es handelt sich um die Cafeteria, die mit einem großen Panoramafenster versehen ist. Unterhalb des Mirador befinden sich die stillgelegten Salinas del Rio, deren verbliebenen Becken durch eine winzige Krebsart rosa gefärbt sind.

Mirador del Rio

Entlang der Westküste führt der Weg zurück in Richtung Süden und zum Hotel. Auf der Strecke liegt der Ort Guinate mit dem Aussichtspunkt Mirador del Guinate. Dort befindet sich ein tropischer Park in dem 1300 seltene und exotische Tiere, überwiegend Vögel, ein Zuhause gefunden haben. Es gibt eine eigene Brut- und Aufzuchtstation, wo die Besucher vom Ei bis zum geschlüpften Küken alles genau beobachten können. Die Straße führt weiter nach Haria mit seinem Tal der 1000 Palmen. Am Ende des Tals führt eine Straße in Serpentinen hoch in Richtung Teguise. Oben angelangt ist dann am Besten zu erkennen, was es mit der Bezeichnung Tal der 1000 Palmen auf sich hat: Mindestens 1000 Palmen liegen einem zu Füßen, wobei die Insulaner sagen, dass es sogar deutlich mehr als 1000 Palmen sind. Ein äußerst beeindruckendes Bild und wunderschön.

Tal der 1000 Palmen

Die alte Inselhauptstadt Teguise bildet den Abschluß der Tour. Bummeln Sie über den riesigen Markt, der jeden Sonntag stattfindet. Erkunden Sie die Altstadt mit ihren herrlichen historischen Bauten und Adelspalästen sowie den schmucken weißen Kirchen. Nehmen Sie in einem der zahlreichen Cafes/Restaurants Platz und lassen den Tag mit einem kühlen Getränk ausklingen.

Feuerberge von Timanfaya

Auf der Liste der Ausflüge darf auf keinen Fall der kombinierte Ausflug in die Feuerberge von Timanfaya und der traumhaften Lagune El Golfo fehlen. Erleben Sie im Nationalpark Timanfaya hautnah wie aktiv die Vulkaninsel selbst heute noch ist. Fahren Sie mit dem Bus durch das größte Lavafeld der Erde und hören Sie der Erklärung über die Entstehung der Insel zu. Untermalt wird das mit einer sphärischen Hintergrundmusik, die einem eine Gänsehaut über den Körper jagt. Nachdem man wieder in der „Außenwelt“ angekommen ist, besteht die Möglichkeit am Rande des Nationalparks einen kleinen Ausritt auf einem Dromedar vorzunehmen.

Am südlichen Rand der Feuerberge liegt schließlich die Lagune El Golfo. Eine unglaublich grün schimmernde, lang gezogene Lagune, die durch einen schmalen, schwarzen Sand-/Kiesstrand vom Meer getrennt ist und leider jedes Jahr ein bißchen kleiner wird. Ein Trampelpfad führt hinunter zum See und dem Strand, wo man mit viel Glück kleine grüne Halbedelsteine, so genannte Olivinen, finden kann.

El Golfo

Es gibt natürlich noch viel mehr Ausflugsmöglichkeiten. Die hier genannten sollen lediglich einen kleinen Eindruck vermitteln, wie vielfältig die Insel ist.

Wildromantisch im Norden mit dem Tal der 1000 Palmen, den teilweise riesigen Weinanbaugebieten und der restlichen Landwirtschaft, die dort betrieben wird. Karg und unwirtlich Richtung Süden mit den äußerst beeindruckenden Feuerbergen von Timanfaya, wo man sich in eine andere Welt versetzt fühlt. Dazwischen ist viel Erholung an den wunderschönen Stränden der Insel möglich. Von der einfachen zwei Sterne Unterkunft bis zum 5 Sterne Luxushotel ist auf Lanzarote alles vertreten. Egal ob ohne Verpflegung, mit Frühstück, Halbpension oder All Inclusive: Für jeden ist das passende Angebot dabei.

Wunderschön direkt am Strand liegt z.B. die 4 Sterne Anlage Las Costas in Puerto del Carmen an der Playa de los Pocillos.

Hotel Las Costas

Nur wenige Meter vom Strand entfernt und bei Stammgästen sehr beliebt ist die 3,5 Sterne Anlage Costa Mar. Über eine fantastische Gartenanlage verfügt dagegen das 4,5 Sterne Hotel Seaside Los Jameos Playa. Beide Anlagen liegen ebenfalls im Ort Puerto del Carmen.

Seaside Los Jameos Playa

Für Familien ideal ist in Costa Teguise die 3,5 Sterne Anlage H10 Lanzarote Gardens. Selbst die Allerkleinsten (ab 6 Monaten) werden hier bei Bedarf schon im Kinderclub betreut. An der Playa Blanca tummeln sich mit dem Princesa Yaiza Suite Hotel Resort und dem Volcan Lanzarote gleich zwei traumhaft schöne 5-Sterne Anlagen, die keine Wünsche offen lassen.

Hotel Volcano

Fazit nach zwei Wochen Aufenthalt: Eine faszinierende Insel, der ich auf jeden Fall noch mal einen Besuch abstatten werde.

 
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