Marokko und seine Märkte

von Manuela Thiele | mehr Artikel von | 9. Juni 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

In Marokko erwartet den Besucher ein Feuerwerk an Eindrücken, das orientalische Land im Nordwesten von Afrika glänzt durch seine große Vielfalt. Endlose Sandstrände, eine interessante Kultur mit viel Tradition, beeindruckende Landschaften, die alten Königsstädte und die Küstenstädte sind nur ein kleiner Einblick von dem, was Marokko zu bieten hat. Jeder Tourist sollte einmal die Strände von Agadir besucht haben, eine Wüstensafari im Hinterland unternommen haben und auch einen Souk, das orientalische Wirtschafs- & Handelszentrum einer traditionellen orientalischen Stadt, besucht haben. Ein Souk, oder auch Suq geschrieben, ist ein Ort, an dem sich mehrere Märkte zu einem großen Verkaufsraum zusammengeschlossen haben. Es gibt sie in fast jeder marokkanischen Stadt.

Gasse in einem Souk

Gasse in einem Souk

Ich kann Ihnen die Souks von Essaouira und Marrakesch sehr empfehlen. Es heißt, wer die Medina (Altstadt im orientalischen Raum) von Marrakesch nicht mit allen Sinnen aufgenommen hat, ist nie wirklich in Marokko gewesen. Die Stadt hat seinen Gästen unglaublich viel zu bieten, fordert sie jeodch auch. Die geballte Exotik die auf den Reisenden einwirkt will verarbeitet werden, dies geht am besten in einem Café am Rande eines Souk, nach der Erkundung der Medina. Der marokkanische Tee ist sehr zu empfehlen.

Medina (Altstadt)

Medina (Altstadt) von Essaouira

Nun zu den Souks, sie sind ein allgemeines Kennzeichen einer orientalisch-arabischen Stadt und meistens deren Wirtschaftszentrum. Im Gegensatz zu europäischen Geschäfts – und Handwerksvierteln sind die Souksim Allgemeinen unbewohnt und einstöckig. Mit dem orientalischen Charme und exotischem Einkaufserlebnis wurde der Souk für Touristen zunehmend attraktiv. Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewannen diese traditionellen Orte wieder an Wertschätzung in der eigenen Bevölkerung und wurden in den darauffolgenden Jahrzehnten umfassend restauriert, davor wurden die Gebiete zur Unterbringung der einfachen Arbeiterklasse genutzt.

typische enge Gasse in einem Souk

typische enge Gasse in einem Souk mit Waren einer Kategorie

In einem Souk gibt es auch immer die Basare, die orientalischen Märkte. Typisches Kennzeichen für einen Basar ist die Aneinanderreihung von Geschäften, die Waren der selben Kategorie (z.B. Schuhe, Gewürze, Stoffe) verkaufen. Zum Vergleich, Europäer bevozugen den Gebietsschutz, also möglichst keine Konkurrenz in der Nähe. Zudem liegen Basare immer in der Nähe der Hauptmoschee. Des Weiteren ist es üblich auf orientalischen Basaren über den Preis zu verhandeln (Feilschen), falls es Preisschilder gibt, dienen diese nur zur groben Orientierung. Falls man als westlicher Tourist aus Höflichkeit, Angst oder Ähnlichem auf das Verhandeln verzichtet, wird das unhöflich und arrogant angesehen, also keine Scheu und auf in eine muntere Diskussion!

 

Gemüsehändler

Obst – & Gemüsestand in einem Souk

Alles in allem sollte jeder das Abenteuer „Souk“ wagen und seine Ängste und Vorurteile ausblenden. Ich kann es jedem wärmstens empfehlen, es macht Spaß und ist natürlich auch nützlich, da man den Preis durch cleveres Handeln drücken kann. Also merkt euch: zu jedem Strandurlaub in Marokko gehört auch ein Ausflug in die Medina und auf die Souks einer Stadt, denn nur dann war man auch wirklich in Marokko!

 
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