Berührung des Orients

von Christina Verchau | mehr Artikel von | 27. April 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Die wärmenden Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht sind genau jener Empfang, welchen ich mir in diesem Land aus Tausendundeinernacht erhoffte. Und während ich die Einreise in mehreren Schlangen mit mir geschehen lasse, erfassen meine Augen die bunten Ornamente und Schriftzeichen dieses für mich noch fremden Landes, des Königreichs Marokko.

Die Reise unseres PROFI-Famtrips beginnt in Agadir, wo wir in einem kleinen freundlichen 3 Sterne Kenzi Europa Hotel übernachten. Dem sehr herzlichen Willkommen unserer kleinen Gruppe aus Deutschland folgt ein kleines Abendessen und ein kurzer Spaziergang auf der wenig bevölkerten Promenade am wunderschönen langen breiten Sandstrand.

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Ich würde gern noch verweilen, aber der recht stürmische Wind bringt mich dazu, dass ich mich sehr bald in meinem riesigen Doppelbett verkrieche, nicht ohne noch einen letzten Blick auf die riesigen Palmen von meinem Balkon in der 5. Etage zu wagen und dazu noch eine Prise Meeresduft einzuatmen.

Der nächste sonnige Morgen beginnt mit der Besichtigung von mehreren Hotels, u.a. dem wunderschönen Sofitel Royal Bay Resort, wo auf Privatsphäre besonders wert gelegt wird. Im Laufe des Tages dreht der Atlantikwind nochmals kräftig auf. Wir entdecken am Nachmittag mit dem Bus die Umgebung von Agadir, erblicken die Festung „Kashba von Agadir“, den Yachthafen, und unsere Blicke stöbern schon ein wenig in den Ständen der „Neuen Medina“.

Wir nehmen Abschied von Agadir für 3 Tage. 4 Stunden braucht unser Kleinbus nach Marrakesch. Unterwegs ein ungewöhnlicher Fotostopp – Ziegen auf dem Arganbaum. Das Arganöl, welches aus diesem Baum gewonnen wird, bezeichnet der Volksmund als marrokanisches Gold. Die kleinen Früchte ähneln der Olive und die Blätter schmecken den Ziegen besonders gut.

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Unser neues Hotel heißt SENTIDO Kenzi Menara Palace. Schnell beziehen wir unsere übergroßen Zimmer dieser Luxusoase und können vor Begeisterung über die am Horizont zu erkennenden schneebedeckten Berge des Atlasgebirges kaum an uns halten. Welch majestätischer Anblick! Dieses Hotel fühlt sich wunderbar an in dieser Landschaft.

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Für die nächsten Tage erwarten wir wärmere Temperaturen. Vielleicht können wir nur eine Stunde am Pool liegen, ins Wasser springen und diese Kulisse genießen. Gelesen und gehört hatte ich schon viel von der Magie Marrakeschs.

Marrakesch besteht aus einer alten befestigten Stadt (Medina) mit ca. 1 Millionen Einwohnern und erfüllt mich in diesem Augenblick mit Wärme:  fremd, doch anheimelnd. Jetzt ist es soweit,  jetzt kann ich eintauchen ins das Gewimmel von Menschen, in den größten traditionellen Souk von Marokko auf einem der spannendsten Plätze der Welt, dem Djeema El Fna, dem Platz der Geköpften.  Ein Sprichwort sagt: „Hast du nur einen Tag in Marokko, verbringe ihn in Marrakesch“. (Helge Sobik) Mit allen Sinnen nehme ich auf, was möglich ist: ich rieche, ich lausche, ich staune…

Der berühmte Platz der Gehenkten

Der berühmte Platz der Gehenkten

Ali, unser Reiseleiter führt uns vorbei an der Kutubiya-Moschee, welche mit ihren 77 Metern hoch über der Stadt thront, durch enge Gassen und auf  Hinterhöfe, wo die Menschen sich berühren im Getümmel. Überall wird gehämmert und geschmiedet und freundlich gefeilscht. Bunte Taginen in allen Größen und Farben, Stoffe, Schuhe, Lampen, Teekannen, Gewürze und und und…

Gemüsesouk

Gemüsesouk

Gewürzsouk in Marokko

Gewürzsouk in Marokko

Markt Marokko

Markt Marokko

Der kleine Ausflug danach in den Jardin Majorelle mit seinen exotischen Bäumen und Pflanzen lässt uns innehalten und träumen – das Kontrastprogramm zum großen Platz.20150326_154701 P1040027

Am Abend sind wir eingeladen vom kleinen Hotel Riad Zarka direkt in einer kleiner Seitenstraße am Souk. Wir genießen das sehr familiäre Menü in einem zauberhaften Ambiente.

Der Weg zurück führt uns wiederum über den Platz des Geschehens, der mir nun geordneter, aber auch ein bisschen mystisch erscheint. Es liegt vielleicht an den Geschichtenerzählern, welche umringt von anderen, sich bei eingehender Dunkelheit gebärden. Rhythmische Trommler verstärken diese Beinah-Party-Stimmung.

Es ist ein klarer Morgen. Unsere Tagesetappe in das Atlasgebirge misst ca. 170 km und unser kleiner Bus schlängelt sich schon bald nach oben, hier gerahmt von satter grüner Landschaft und bunten Wiesen mit rotem Mohn, dort am Horizont mit Schnee.

Als später die Hügel zu Bergen werden, nähern wir uns einem Berber Dorf. Wir steigen aus, um zu Fuß durch das Dort zu gehen, die Kinder laufen uns entgegen. Sie halten die Hände auf. Bonbons und Kulis sind gefragt.  Auch Geld, aber da wir bleiben hart. Das einfache Leben auf dem Land ist geprägt von Lehmhäusern und Steinen.

P1040085 An kleinen Ständen werden Gemüse, frisches Fleisch und lebende Hühner angeboten. Ein Mini-Souk darf auch nicht fehlen. Das einfache Leben wirkt hart, aber hier ist man sehr gelassen.

Später treten wir ein in das Haus eines Berbers. Unser Gastgeber gewährt uns einen Einblick in seine Wohnräume und serviert uns gebackene Kekse und Oliven mit Brot. Natürlich darf der zum Alltag gehörende Grüne Tee mit Minze, der aus riesigen Kannen traditionell eingeschenkt wird, nicht fehlen.

Zu Gast im Berberhaus

Zu Gast im Berberhaus

Seine 3 Söhne verstecken sich erst hinter dem Vater, später posieren sie für ein Foto. Ich fühle ich mich erholt nach diesem Ausflug ins Hinterland.

Für heute Abend steht noch ein Highlight auf dem Programm. Das Restaurant Dar Al Yahout in Marrakesch, wo auch gern der König zu Gast ist, erwartet uns mit einem 5-Gang-Menü vom Feinsten. Die vielen kleinen Nischen sind mit Kerzenlicht ausgeleuchtet und verbreiten eine tolle orientalische Atmosphäre. Hier geniessen wir marokkanische Spezialitäten in bester Qualität!

Hühnchentajine

Hühnchentajine

Ein gelungener Abschluss des aufregenden Tages.

Essaouira!!! Schwierig auszusprechen und doch mit viel Charme empfängt mich diese Hafenstadt mit geschäftigem Treiben im kleinen Fischereihafen.

Hafen Essaouira

Hafen Essaouira

Das Surferparadies (neues touristisches Reiseziel) protzt mit breiten langen Sandstränden und einer pittoresken Medina, die in blau und weiß gehalten, erst im 18. Jahrhundert erbaut wurde und zum UNESCO-Kulturerbe gehört. Hier lässt es sich aushalten. Wir essen im inmitten der Altstadt gelegenen Hotel Riad Al Madina hervorragend Fisch und sind begeistert von der liebevollen Ausstattung des kleinen Hotels. Zeit für ein letztes Mitbringsel aus den wunderschönen Handwerks- und Künstler-souks…

Zurückgekehrt im Badeort Agadir verbleibt nur noch eine kurze Zeit. Der letzte Vormittag ist noch einigen Hotelbesichtigungen vorbehalten.

Ich genieße die letzten Stunden am Meer und nehme Abschied vom langen Sandstrand, träume mich noch einmal in die Souks und freue mich über meinen süßen Mitbringsel und auf zu Hause…

 
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