Mit AROSA BELLA eine Woche auf der Donau

von Stefan Wächter | mehr Artikel von | 29. Juni 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Mitte Mai sehe ich zufälligerweise ein Angebot von Arosa, 7 Nächte mit Vollpension auf der Donau von Engelhartszell bis Budapest, für 699,- Euro. Da diese Reise schon seit längerer Zeit auf unserer To do-Liste stand und der Urlaub auch schon eingetragen war, buchten wir kurzentschlossen.

Die Anreise mit dem eigenen Auto verlief problemlos, ebenso das Parken in der Nähe der Anlegestelle. Eine Woche für 60 Euro (www.gasthaus-strassl.at) ist zwar kein Schnäppchen, aber auch nicht teurer als der Transfer von Passau nach Engelhartszell, wo Arosa seit kurzem ablegt.

Also einfach mit dem Auto bis ans Schiff, Koffer raus und Auto parken. Als wir nach 15 Minuten zurückkamen war unser Gepäck bereits vor unserer Kabine. Das nenne ich mal schnellen Service. Alle Damen erhalten beim Betreten der Arosa eine langstielige rote Rose mit den Worten „Darf ich Ihnen im Namen der gesamten A-ROSA Bella CREW eine Rose überreichen und Sie auf’s aller herzlichste Willkommen heißen“ überreicht. So herzlich wird man selbst in den besten 5* Hotels selten begrüßt.

Unsere Kabine der Kategorie A hat 15,5 m² und ist damit etwas größer als die meisten günstigeren Kabinen auf großen Kreuzfahrtschiffen. Sie verfügt über ein ausreichend großes Fenster, ein Doppelbett, welches mit einem Baldachin aufgehübscht ist und sogar noch über eine Couch die auch als drittes Bett genutzt werden kann. Ansonsten Klima, TV-Gerät (durchgängig bis Budapest mit zahlreichen deutschen Satellitenprogrammen) ausreichend Stauraum und natürlich mit der obligatorischen Nasszelle. Für ein paar Euro mehr sind natürlich auch etwas größere Kabinen mit raumhohen Schiebetüren buchbar.

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Nach dem Auspacken haben wir erst mal unser neues Zuhause für die nächsten 8 Tage erkundet. Die Lobby und Rezeption kannten wir bereits vom Check In. Von diesem zentralen Punkt erreicht man Richtung Bug den Wellnessbereich mit angeschlossener Sauna und den Fitnessbereich. Besonders gut gefallen hat uns hier der direkte Zugang zum Sonnendeck mit Pool, was nach dem Saunagang sehr angenehm ist. Im vorderen Teil des Schiffs befindet sich der Salon mit der ersten Bar, hier finden alle Informationsveranstaltungen zu den Ausflügen und die Begrüßung statt. Am Abend Unterhaltungsprogramm mit Musik und falls das Wetter doch mal nicht mitspielt kann man hier die vorbeiziehenden grünen Landschaften und Städte genießen.

Nach Achtern, also im hinteren Teil, befindet sich der Bord-Shop, die zweite Bar mit großem Flatscreen und natürlich das Restaurant, in welchem wir immer wieder aufs Neue die sehr leckeren Gerichte genießen konnten. Den Abschluss bildet dann die Terrasse am Heck, hier ist bei schönem Wetter das Essen möglich und am Abend kann man noch ein Glas Wein genießen.

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Die Abfahrt erfolgt gegen 17:00 Uhr, dann die erste Möglichkeit das umfangreiche Buffet zu testen. Unser Urteil lautet: TEST BESTANDEN!! Geschmacklich sehr abwechslungsreich, frische Produkte und ansprechend präsentiert. An dieser Stelle ein dickes Lob an die gesamte Küchencrew und das Servicepersonal, welches einen, trotz hohem Arbeitsaufkommen, immer freundlich und zuvorkommend bedient.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem Glas Sekt zum Abschluss erreichen wir gegen Mittag Wien. Die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt aufzuzählen würde den Rahmen dieses Berichts sprengen. Für nähere Infos empfehle ich die Seite der Tourist-Info Wien, oder direkt in die selbigen am Albertina oder Hauptbahnhof. Da wir die Stadt nicht das erste mal besuchen, entscheiden wir uns für die Karlskirche, Madame Tussauds am Prater, Schloss Belvedere, das Haus des Meeres und einen ausgiebigen Stadtbummel, welchen wir mit einem Cocktail im Palmgarten hinter der Hofburg beendeten.

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Nach einem üppigen Abendessen und ausgiebigen Frühstück (ja ich weiß, auf einer Flussreise isst man(n) oder Frau mehr als zu Hause) erreichen wir Eztergom in Ungarn. Die Liegezeit von ca. 2,5 Stunden reichen gut aus um die Basilika zu besichtigen und zu bestaunen. Vor allem die Säulen des Haupteinganges gehören zu den größten die ich je gesehen habe.

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Belohnt wird der Aufstieg zudem mit einem grandiosen Blick über die Donaulandschaft.

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Gegen Mittag, gerade rechtzeitig zum Mittagessen :)) geht die Reise weiter Richtung Budapest, welches wir gegen 15:00 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein im Badeoutfit auf den Liegen des Sonnendecks, erreichen. Auch hier gibt es wieder zu viele Möglichkeiten um alle aufzuzählen, daher wieder meine Empfehlung sich die Tourist-Info Seite anzusehen.

Aufpassen sollte man allerdings bei den unzähligen, nicht offiziellen Tourist-Infos vor Ort. Diese finden sich an sehr vielen Straßen und Plätzen. Dort erhält der Reisende sehr oft nur überteuerte Ausflüge, Stadtrundfahrten und selbst die 24 Stunden Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel sind 3 x so teuer wie am Automaten (aktuell 1600 Ft. Also ca. 5,- Euro). Nachdem wir dann unser 24 Std. Ticket in der U-Bahn Station am Automaten mit Kreditkarte (wird eigentlich überall akzeptiert) gekauft haben, besuchen wir noch die Basilika Sankt Stephan. Auf dem Rückweg zur Donau stolpern wir über eine Kneipe mit guter Musik. Diese stellt sich dann als Fankneipe (alle Heavy Metaler mögen mir verzeihen) der mir bis dato unbekannten Band Manowar heraus. Zwei der Mitglieder der Band waren auch anwesend. Für alle Fans: die Straße konnte ich auf Google Maps als „Zrinyi u.“ identifizieren. Sie führt von der Donau aus direkt auf die Basilika. Am Abend dann noch ein wenig bummeln und einen Absacker. Am Morgen frisch gestärkt erst mal in die Markthalle, da das Wetter nichts anderes zulässt. Etwas später (nach Wetterbesserung) mit der Straßenbahn von Pest nach Buda wo wir die Fischerbastei und die Matthiaskirche bewundern.

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Auf dem Rückweg haben wir noch mal am Palast und dem Garten von Sissi vorbeigeschaut (Kaiserin Sissi war ja auch Königin von Ungarn). Dann noch ein letztes ungarisches Bierchen unterhalb des Burgviertels mit Blick auf die berühmte Kettenbrücke – bevor unsere Reise (jetzt wieder stromaufwärts) weiter in die Slowakei nach Bratislava geht.
Die Ausfahrt aus Budapest ist wieder genauso beeindruckend wie die Einfahrt – oberhalb der Palast und die Bastei, vorbei am Parlament mit seinen 365 Türmchen, 29 Treppenhäusern und 691 Räumen (Quelle: Wikipedia) und unter den historischen Brücken hindurch.

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Der vorletzte Tag unserer Reise ist nicht mehr so vollgepackt. Von unserer heutigen Anlegestelle aus können wir problemlos zu Fuß die Burg von Bratislava erreichen und genießen den Blick über die Stadt und die Donau. Anschließend ein Bummel durch die Altstadt, ein paar Fotos mit den Bronzefiguren (den meist fotografierten Objekten der Stadt) und natürlich wollen wir auch mal ein slowakisches Bier versuchen, das uns super lecker schmeckt. Zudem mit einem Preis von 2,18 Euro, in einem schönen Straßencafé der Altstadt, das günstige der ganzen Woche. Apropos Euro: in der Slowakei zahlen wir wieder mit unserer Währung. Hier finden Sie Infos zu Bratislava.

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Heute wird von Arosa eine Tour von Krems über die Weinberge zum Stift Melk angeboten, die gut in Anspruch genommen wird. Da wir aber Melk bereits von einem früheren Urlaub kennen entscheiden wir uns gegen Bus und für Schiff. So genießen wir den letzten Tag an Bord mit, wie könnte es anders sein, leckerem Essen und Getränken. Wir machen noch drei Saunagänge, lassen die grüne Landschaft an uns vorbeiziehen und erfahren die Entschleunigung des sonst oft recht stressigen Lebens.

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Total erholt und um viele Eindrücke reicher legen wir gegen 07:00 Uhr wieder Engelhartszell an. Noch ein letztes Frühstück, das Auto beladen und ganz gechillt wieder nach Hause gefahren.

Unser Fazit: Es muss nicht immer eine große Kreuzfahrt sein. Und da es viele schiffbare Flüsse auf dieser Welt gibt, wird es sicher nicht unsere letzte Flussreise gewesen sein.

 
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